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Inflationsrate Österreich September 2019: 1,2 %

Deutlich gesunkene Inflationsrate

Die Inflationsrate in Österreich bewegte sich sehr lange Zeit ziemlich genau an der Marke von 2,0 % und war damit höher als im EU-Durchschnitt. Im Laufe des Jahres 2019 gab es aber den Trend nach unten, denn etwa im August 2019 war die Inflationsrate schon auf 1,5 % gesunken und noch deutlicher ging es im September nach unten. Die Statistik Austria errechnete nämlich eine Inflationsrate von 1,2 %. Das ist die niedrigste Inflationsrate seit September 2016 - damals waren 0,9 % errechnet worden.

Zieht man den Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf heran, dann gingen die Preise um 0,2 % zurück. Schon im August war mit 0,1 % Rückgang ein Minus erreicht worden, nachdem es lange Zeit ein deutliches Plus gab. Beim Miniwarenkorb für den typischen Monatseinkauf (unter Berücksichtigung auch vom Tanken) gab es einen Rückgang von ebenfalls 0,2 % nach Preisstabilität mit 0,0 % im August.

Inflation im September 2019: Hauptpreistreiber

Wenige Neuigkeiten gibt es beim Hauptpreistreiber, denn der bleibt der Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" vorbehalten. Im Schnitt stiegen die Preise um 2,8 % an, wobei die Instandhaltung um 3,1 % mehr als im September 2018 kostete. Die Mieten stiegen um 2,6 % an und damit noch immer deutlich, aber nicht mehr so dramatisch wie in den letzten beiden Jahren. Bei der Energie gibt es aber weiterhin deutliche Anstiege.

Im September 2019 kostete die Haushaltsenergie im Schnitt um 2,7 % mehr als im September 2018. Strom verteuerte sich um 5,4 % und war damit hauptverantwortlich. Feste Brennstoffe verteuerten sich um 2,4 %, Gas und Fernwärme um 1,4 %. Günstiger wurde das Heizöl durch den moderateren Ölpreis an den Börsen und zwar gleich um 5,3 %.

Ein Thema, das sonst selten angesprochen wird, war Wasser sowie die weiteren Dienstleistungen für Wohnungen mit einer Erhöhung von 3,0 % im Jahresvergleich.

Weitere Ausgabengruppen

Inflationsrate Österreich September 2019Die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" ist ein ständiger Begleiter durch die Erhöhung der Dienstleistungen und das war auch im September 2019 so. Die Bewirtungsdienstleistungen verteuerten sich um 3,1 %, die Beherbergungsdienstleistungen um 2,8 %.

In der Ausgabengruppe "Waren und Dienstleistungen" gab es um 1,5 % höhere Preise als im September 2018. Hier stiegen die Preise für Versicherungen um 1,1 %, jene für Körperpflege waren um 1,5 % höher als im Jahr davor.

Bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" gab es einen moderaten Anstieg von 0,8 %. Die Nahrungsmittel waren im Durchschnitt um 1,0 % teurer geworden. Fleisch kostete um eben diese 1,0 % mehr, Brot und Getreideprodukte um 1,8 % mehr, Milch, Käse und Eier wurden um 2,0 % teurer. Die Preise für Gemüse stiegen um 2,3 %, für Fisch um 6,6 %. Wie schon in den Vormonaten war der Preis beim Obst gesunken, im Falle des September 2019 um 3,7 %. Auch die Preise der alkoholfreien Getränke gingen um 0,7 % zurück, besonders stark sank der Kaffeepreis um 4,6 %, nachdem er lange Zeit deutlich angezogen hatte.

In der Ausgabengruppe "Nachrichtenübermittlung" gab es einen Rückgang der Preise um durchschnittlich 4,3 %. Vor allem die Telefon- und Telefaxdienste wurden um 3,6 % günstiger. Noch stärker war der Preisrückgang bei den Mobiltelefonen mit 9,0 %.

Zurück gingen auch die Preise in der für die Inflationsrate immer wichtigen Gruppe "Verkehr". Die Preise sanken insgesamt um 0,6 %, jene für die Treibstoffe um 5,1 %, da im Jahresvergleich der Ölpreis trotz diverser politischer Krisen stark zurückgegangen war. Im August war der Rückgang mit 3,5 % auch spürbar, aber nicht so deutlich erfolgt. Die Flugtickets wurden um 3,9 % günstiger, im gleichen Ausmaß wurden die Reparaturen der Fahrzeuge teurer.

Datenquelle: https://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 16. Oktober 2019]

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