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Inflation in Österreich im Oktober 2019

Inflation geht weiter zurück

Die Inflation hat in Österreich ab dem Hochsommer 2019 die Bremse aktiviert, denn im August lag sie noch auf bei recht hohen 1,5 %, sank aber im September deutlich auf 1,2 % und dieser Trend setzte sich laut Berechnungen der Statistik Austria im Oktober 2019 fort. Für diesen Monat wurde eine Inflationsrate von 1,1 % berechnet, wobei die Wohnkosten und Dienstleistungen einmal mehr preissteigernd wirkten, preisdämpfend agierten Verkehr und die Kosten für die Nachrichtenübermittlung.

Ein Vergleich beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf ergibt, dass die Preise im Jahresvergleich preisstabil waren, also ergab sich ein ±0,0 %. Im September war noch ein Minus von 0,2 % errechnet worden. Anders ist es beim Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf, bei dem im Jahresvergleich die Preise sogar um 0,6 % zurückgingen - im September war hier auch ein Wert von 0,2 % gegeben. Das ist insofern leicht erklärt, als die Preisrückgänge beim Treibstoff sich stärker auswirken und beim Mikrowarenkorb kaum eine Rolle spielen.

Inflation im Oktober 2019: Hauptpreistreiber

Auf den Hauptpreistreiber zu wetten, macht 2019 kaum Spaß, weil es ist fast immer und zum Teil mit deutlichem Vorsprung die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" für eine starke Inflation zuständig. Allerdings schwächen sich die Mieten jetzt ab, denn es gab schon Jahreszuwächse von über 4,0 %, im Oktober 2019 lagen die Mieten aber immer noch bei 2,2 % über dem Niveau vom Oktober 2018. Die Instandhaltungskosten erhöhten sich um 3,0 %.

Spürbar teurer wurden die Dienstleistungen für die Wohnungen wie etwa die Wasserversorgung und sonstige Dienstleistungen und zwar gleich um 3,1 %. Diese Dienstleistungen waren in früheren Berichten kaum benannt worden.

Ein wesentlicher Faktor ist oft die Haushaltsenergie, aber im Oktober 2018 war etwa Strom sehr teuer geworden und so ergibt sich im Jahresvergleich eine Umkehr und die Haushaltsenergie als Ganzes wurde um 0,3 % günstiger. Im Jahresvergleich verteuerte sich Strom zwar immer noch um 1,6 % (im September waren dies 5,4 %), die festen Brennstoffe um 2,5 % und die Fernwärme um 1,6 %. Gas wurde hingegen um 1,1 % günstiger und der große Preisdämpfer war das Heizöl, das durch einen moderateren Ölpreis gleich um 11,6 % günstiger war als noch vor einem Jahr.

Weitere Ausgabengruppen

Ein mittlerweile ständiger Begleiter beim Inflationsbericht ist die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels", in der sich die Preise um 3,0 % erhöht haben und es sind wie gehabt die Preise der Dienstleistungen, die angezogen haben. Die Bewirtungsdienstleistungen stiegen um 3,0 % an, die Beherbergungsdienstleistungen gar um 3,4 %.

Auch regelmäßig zu nennen ist die Ausgabengruppe "Freizeit und Kultur", denn hier stiegen die Preise um durchschnittlich 1,4 %. Die Freizeit- und Kulturdienstleistungen wurden um 2,1 % teurer, Pflanzen verteuerten sich spürbar um 5,0 %.

Moderat geht es weiterhin bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" zu, denn die Preise zogen im Schnitt nur um 0,7 % an. Die Nahrungsmittel wurden für sich um 1,0 % teurer. Brot und Getreideprodukte verteuerten sich um 2,0 %, Fleisch um 1,6 %, Gemüse um 1,8 %. Milch, Käse und Eier wurden um 0,9 % teurer. Preisdämpfend wirken sich die Öle und Fette aus, denn sie wurden um 5,8 % günstiger, besonders die Butter um 11,6 %. Vor einem Jahr gab es genau bei der Butter, aber auch bei den anderen Fettprodukten hohe Preisanstiege, die sich jetzt wieder relativieren. Obst ist wie in den Vormonaten günstiger geworden, im Oktober 2019 um 2,4 %. Die alkoholfreien Getränke verbilligten sich um 1,2 %, Kaffee besonders nämlich um 6,4 %.

Die Ausgabengruppe "Verkehr" verzeichnete im Oktober 2019 um 1,5 % günstigere Preise, vor allem, weil die Treibstoffe um 7,4 % günstiger waren als im Oktober 2018. Schon im September war der Treibstoff um 5,1 % günstiger, diese Dynamik verstärkte sich weiter. Die Flugtickets wurden zudem um 8,5 % günstiger. Spürbar teurer wurden dafür die Reparaturen um 4,3 %.

Ein sehr starker Rückgang wurde bei "Nachrichtenübermittlung" erzielt, nämlich mit gleich um 4,2 % günstigeren Preisen. Die Telefon- und Telefaxdienste wurden um 3,4 % günstiger, die Mobiltelefone kosteten um 9,9 % weniger.

Datenquelle: https://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 15. November 2019]

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Inflation Österreich Oktober 2019 InflationsrateArtikel-Thema:
Inflation in Österreich im Oktober 2019
letztes Datum:
02. 01. 2020

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