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Inflation in Österreich im November 2018

Wohnkosten Nummer eins - einmal mehr

Im Oktober 2018 verzeichnete die Statistik Austria einen deutlichen Anstieg der Inflationsrate von 2,2 % und dieser Wert wurde für den Monat November 2018 bestätigt. Zwar hat sich die Geschichte mit den Treibstoffpreisen stabilisiert, nachdem der Ölpreis wieder zurückgegangen war, aber dafür sind die Pauschalreisen sehr teuer geworden und der Dauerbrenner Wohnkosten schlägt sich auch stark zu Buche.

Beim Mikrowarenkorb, der den täglichen Einkauf widerspiegelt, gab es eine Erhöhung von 0,2 % nach 0,7 % im Oktober. Hier spielt der Treibstoff keine große Rolle und auch die Mieten sind kein Thema, daher ist fast Preisstabilität erreicht worden. Beim Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf gab es eine Erhöhung um 4,5 % im Jahresvergleich - im Oktober waren es noch 4,9 %.

Inflation im November 2018: Hauptpreistreiber

Der Hauptpreistreiber war einmal mehr die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" mit durchschnittlich 2,8 % höheren Preisen als im November 2017. Dabei spielte die Haushaltsenergie die Hauptrolle mit einem Preisanstieg von 5,7 %, wobei das Heizöl um 25,7 % teurer war als im Jahr davor (im Oktober waren es noch 30,2 %). Strom verteuerte sich um 3,9 %, die festen Brennstoffe um 9,7 % und die Fernwärme um 2,5 %. Gas blieb wie schon in den Vormonaten deutlich günstiger und zwar um 3,3 % im Vergleich zum November 2017.

Inflation November 2018

Die Mieten stiegen um 3,4 %, die Instandhaltung von Wohnungen wurde um 1,8 % teurer.

Weitere Ausgabengruppen

Die Ausgabengruppe "Verkehr" ist aufgrund des deutlich gestiegenen Ölpreises an der Börse natürlich wieder in den Fokus gerückt. Da sich aber entgegen der Erwartung der Ölpreis gegen Ende November wieder gesenkt hatte, fiel der Anstieg etwas geringer aus als im Oktober. Im Oktober waren Benzin und Diesel um 15,8 % teurer gewesen, im November waren 13,4 % errechnet worden. Die Flugtickets verteuerten sich auch um 9,5 %.

Bei "Restaurants und Hotels" stiegen die Dienstleistungen weiterhin deutlich an. Wie schon seit geraumer Zeit wurden die Bewirtungsdienstleistungen um 3,0 % teurer als im November 2017 und die Beherbergungsdienstleistungen verteuerten sich um 2,3 %.

Bei "Freizeit und Kultur" gab es auch einen Preisanstieg von 1,8 %. Auch hier sind die Dienstleistungen ein großes Thema, denn die Freizeit- und Kulturdienstleistungen wurden um 2,8 % teurer als vor einem Jahr. Stark stiegen auch die Preise für die Pauschalreisen, nämlich um 3,1 %. Das ist insofern auch bemerkenswert, als die gleichen Pauschalreisen im Oktober noch ein deutliches Minus von über sechs Prozent ausgewiesen hatten.

Schon länger kaum ein Thema sind "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke". Im November 2018 waren diese um 0,9 % teurer als im November 2017 und das erklärt auch die fast erreichte Preisstabilität beim Mikrowarenkorb. Große Preissprünge gab es kaum, am ehesten noch beim Gemüse mit einem Preisanstieg von 3,0 %. Selbst bei Öle und Fette war die Zeit vorbei, in der 20 oder mehr Prozent Anstieg verzeichnet wurden. Im November gab es gar einen Rückgang von 1,8 %.

Datenquelle: http://www.statistik.at

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Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2018

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      Inflationsrate November 2018Artikel-Thema: Inflation in Österreich im November 2018

      Beschreibung: Die Inflationsrate in Österreich blieb im November 2018 auf hohe 2,2 %, wobei die Wohnkosten einmal mehr der Hauptpreistreiber waren, gefolgt von Sprit und Heizöl.

      letzte Bearbeitung war am: 17. 09. 2020