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Inflationsrate in Österreich bleibt im Mai bei 1,7 %

Wohnen und Dienstleistungen weiter im Fokus

Im April 2019 sank die Inflationsrate in Österreich auf 1,7 % und dieses Niveau konnte im Mai 2019 laut Berechnungen der Statistik Austria auch gehalten werden. Damit ist man doch ein Stück von den 2,0 % entfernt, die man als Obergrenze international ansieht. Preisdynamik ist gut und wichtig, aber sie sollte nicht zu hoch werden, weil es sonst einen Rückgang beim Konsum geben könnte. Weiterhin ein Thema sind die Wohnkosten sowie die Dienstleistungen.

Beim Mikrowarenkorb für den typischen Tageseinkauf ergab sich ein Wert von 0,4 % und das ist der gleiche Wert, wie er auch schon für den April 2019 errechnet worden war. Beim Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf hat sich ein Wert von 1,6 % ergeben, was einen Rückgang zum April bedeutet, denn im April 2019 lag der Wert noch bei 2,0 %.

Inflation im Mai 2019: Hauptpreistreiber

Zum oftmaligen Hauptpreistreiber im Jahresvergleich wurde die Ausgabengruppe "Wohnen, Wasser, Energie" und das war auch im Mai 2019 nicht anders. Im Schnitt stiegen die Preise um 3,0 % an und im gleichen Ausmaß verteuerten sich auch die Instandhaltungen der Wohnungen. Bei den Mieten gab es eine Preissteigerung von 3,3 %. Auch die Haushaltsenergie wurde um 3,3 % teurer als sie es noch im Mai 2018 war. Der Strom verteuerte sich um 3,9 %, die festen Brennstoffe um 4,7 %. Weniger gestiegen ist das Heizöl, das nur 2,7 % teurer war als vor einem Jahr. Die Fernwärme kostete um 2,3 % mehr, Gas um 1,1 %.

Weitere Ausgabengruppen

Inflationsrate Österreich Mai 2019Ein oftmaliger Faktor bei der Inflationsberechnung ist seit bald zwei Jahren die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" wegen der Dienstleistungen. Das war auch im Mai 2019 so, denn die Bewirtungsdienstleistungen kosteten um 2,7 % mehr als im Mai 2018. Die Beherbergungsdienstleistungen verteuerten sich im Jahresvergleich um 2,9 %.

Bei "verschiedene Waren und Dienstleistungen" gab es einen Preisanstieg von 2,1 %. Vor allem die Ausgaben für Körperpflege verteuerten sich um 4,2 %, die Versicherungen wurden um 1,1 % teurer.

In der Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" gab es einen durchschnittlichen Preisanstieg von 1,0 %. Die Nahrungsmittel selbst wurden um 1,1 % teurer, darunter Gemüse um 5,5 %, Brot und Getreideprodukte um 1,9 %, Fleisch um 1,5 % und Fisch um 7,0 %. Etwas teurer wurden auch Milch, Käse und Eier um 1,1 %. Wie schon in den Vormonaten war Obst günstiger geworden und zwar spürbar um 7,2 %. Einen Rückgang gab es auch bei den alkoholfreien Getränken um 0,2 %.

In der Gruppe "Freizeit und Kultur" gab es auch einen Preisanstieg von 1,1 %. Wesentlich waren dabei einmal mehr die Freizeit- und Kulturdienstleistungen, die im Jahresvergleich um 3,6 % teurer wurden. Günstiger wurden dafür die Pauschalreisen und zwar um 2,4 %.

Wenig Dynamik gab es bei der Ausgabengruppe "Verkehr", bei der die Preise im Schnitt nur um 0,8 % anstiegen. Die Treibstoffe kosteten im Mai 2019 um 2,4 % mehr als im Mai 2018, im April war der Vergleich mit 4,9 % noch deutlich höher. Die Preise für Reparaturen privater Verkehrsmittel stiegen um 3,5 %. Günstiger wurden die Flugtickets und zwar gleich um 9,1 %.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 18. Juni 2019]

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