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Inflationsrate steigt im Mai 2018 auf 1,9 %

Treibstoffe wieder spürbar

Seit Jahresbeginn 2018 bewegt sich die Inflationsrate in Österreich meist knapp unter der Marke von 2,0 %, die die Europäische Zentralbank als Ziel gerne ausgibt. Mal sind es 1,8 %, mal sind es 1,9 %, um die die Preise in Österreich im Jahresvergleich gestiegen sind. Im März waren es 1,9 %, im April sank der Wert auf 1,8, um nun im Mai 2018 nach Berechnungen der Statistik Austria wieder auf 1,9 % zu steigen. Beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf blieb der Wert mit 3,8 % so wie im April auf hohem Niveau, beim Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf gab es einen starke Erhöhung auf 4,4 % nach 3,2 % im April, weil sich hier die Treibstoffkosten stärker auswirken.

Preistreiber blieb die Gruppe mit Wohnen und Energie, aber dahinter reihte sich Verkehr ein, weil die Treibstoffe durch den höheren Ölpreis spürbar angezogen haben.

Inflation im Mai 2018 in Österreich: Hauptpreistreiber

Die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" bleibt der wichtigste Faktor in der Inflationsberechnung. Ohne dieser Gruppe wäre die Inflationsrate mit 1,1 % deutlich niedriger ausgefallen. Die Preise in der Gruppe sind im Vergleich zum Mai 2017 um 2,2 % gestiegen, wobei die Mieten deutlich darüber lagen mit 3,8 % Preisanstieg. Bei der Energie gab es vor allem beim Heizöl starke Veränderungen, denn durch das Anziehen des Ölpreises an der Börse ist auch das Heizöl um 20,8 % teurer geworden. Damit stiegen auch die Energiekosten im Schnitt um 2,2 %.

Feste Brennstoffe kosteten um 5,8 % mehr, die Fernwärme verteuerte sich um 1,5 %, günstiger wurde Strom leicht um 0,2 % und Gas merkbar um 5,9 %.

Weitere Ausgabengruppen im Mai 2018

In der Ausgabengruppe "Verkehr" war der Ölpreis auch ein großes Thema. Durchschnittlich stiegen die Preise um 3,2 %, wobei die Treibstoffe im Vergleich zum Mai 2017 um 9,7 % angezogen haben. Im April waren sie nur um 3,3 % teurer gewesen. Die Reparaturen der privaten Verkehrsmittel wurden um 2,8 % teurer. Günstiger wurden die Flugtickets, nämlich um 3,7 %.

Bei "Restaurants und Hotels" gab es einen Preisanstieg von 3,4 % und einmal mehr lag dies an den Dienstleistungen. Die Bewirtungsdienstleistungen verteuerten sich um 3,2 %, die Beherbergungsdienstleistungen wurden im Jahresvergleich gar um 4,4 % teurer.

In der Gruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" gab es einen durchschnittlichen Preisanstieg von 1,9 %. Die Nahrungsmittel wurden um 1,8 % teurer wie etwa Fleisch um 2,2 %, Milch, Käse und Eier um 3,1 % sowie Öle und Fette um 11,9 % (Butter steigt weiterhin deutlich um 24,8 % im Jahresvergleich). Brot und Getreideprodukte wurden um 1,8 % teurer, Obst um 1,1 %. Gemüse ist hingegen um 0,5 % günstiger. Die alkoholfreien Getränke verteuerten sich um 1,8 %.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 15. Juni 2018]

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