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Inflationsrate in Österreich steigt im März auf 1,8 %

Wohnen und Treibstoff sowie Kleidung

Der Februar 2019 brachte Österreich die geringste Inflationsrate seit dem Dezember 2016, nämlich einen Wert von 1,5 %. Die Frage war daher, ob dieser Trend aufrecht bleibt oder ob die Preise wieder steigen und eine erste Antwort liefert die Berechnung der Statistik Austria für den Monat März 2019. Und die Antwort lautet, dass die Preise wieder deutlich angezogen haben, denn die Inflationsrate ist auf 1,8 % gestiegen, wobei Treibstoffe, Wohnen und die Dienstleistungen sowie Bekleidung zu nennen sind.

Betrachtet man den Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf, so gab es einen Anstieg von 0,2 %, womit man noch niedriger lag als im Februar, der 0,6 % ergab. Man kann also von einer preisstabilen Situation sprechen. Anders sieht es beim Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf aus, denn hier gab es einen Preisanstieg von 2,2 % nach 1,7 % im Februar. Das ist auch nachvollziehbar, weil etwa die Treibstoffe eine viel größere Rolle spielen.

Inflation im März 2019: Hauptpreistreiber

Der Hauptpreistreiber im März ist einmal mehr die Ausgabengruppe Wohnung, Wasser, Energie mit durchschnittlich um 3,0 % teureren Preisen im Jahresvergleich. Die Haushaltsenergie stieg um deutliche 4,3 %, wobei der Strom mit spürbaren 3,9 % wesentlich dazu beigetragen hatte. Heizöl wurde im Vergleich zum März 2018 um 10,2 % teurer (im Februar waren es noch 8,4 %), feste Brennstoffe kosteten um 6,3 % mehr, die Fernwärme verteuerte sich um 2,2 % und Gas um 1,1 %. Die Mieten stiegen um 3,3 % und die Instandhaltungskosten für Wohnungen um 2,8 %.

Weitere Ausgabengruppen

Inflationsrate Österreich März 2019Ein Dauerbrenner bei den Inflationsberichten ist seit geraumer Zeit die Ausgabengruppe Restaurants und Hotels aufgrund der Dienstleistungen. Die Bewirtungsdienstleistungen stiegen im Jahresvergleich um 2,8 %. Die Beherbergungsdienstleistungen verteuerten sich um 2,4 %.

In der Ausgabengruppe Freizeit und Kultur gab es einen Anstieg von 1,6 % bei den Preisen. Auch hier sind die Dienstleistungen ein wesentlicher Faktor, denn die Freizeit- und Kulturdienstleistungen wurden im Vergleich zum März 2018 um 3,0 % teurer. Die Kosten für Pauschalreisen erhöhten sich um 4,3 %. Deutlich günstiger wurden die Datenverarbeitungsgeräte mit einem Preisrückgang von gleich 7,7 %.

Weiterhin moderat ist die Preisentwicklung in der Gruppe Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mit 1,5 % Preisanstieg im Durchschnitt. Genauso hoch ist auch der Anstieg bei den Preisen für die Lebensmittel. Fleisch wurde um 2,8 % teurer, Gemüse gleich um 5,8 %, Brot und Getreideprodukte um 1,7 %. Preisstabilität wurde fast bei Milch, Käse und Eier mit 0,2 % erreicht. Obst wurde um 6,6 % und damit sehr deutlich günstiger. Die alkoholfreien Getränke wurden um 1,3 % teurer.

Bei der Ausgabengruppe Verkehr gab es einen durchschnittlichen Preisanstieg von 1,4 %. Die Treibstoffe zogen um 5,2 % an und das war eine andere Situation als im Februar, als 1,8 % Unterschied zum Vorjahr errechnet worden war. Die Reparaturen der Fahrzeuge kosteten um 3,4 % mehr. Deutlich günstiger wurden die Flugtickets um gleich 21,1 %.

Bei Bekleidung und Schuhe gab es einen Preisanstieg von 0,8 %. Die Bekleidungsartikel verteuerten sich in der gleichen Höhe, was bemerkenswert ist, weil sie im Februar noch um 1,4 % günstiger waren als im Vorjahresmonat.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 17. April 2019]

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