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Inflationsrate im Juni 2018 bei 2,0 %

Benzin und Diesel erhöhen die Inflation

Die Inflationsrate in Österreich orientiert sich seit geraumer Zeit an der von vielen als Ziel ausgegebenen Marke von 2,0 % und genau diese Marke wurde laut Berechnungen der Statistik Austria für den Monat Juni 2018 ermittelt. Damit stieg die Inflation leicht von 1,9 % im Mai auf eben diese 2,0 %, wobei der Ölpreis eine wesentliche Rolle spielte, denn dadurch verteuerten sich einmal mehr die Treibstoffe.

Der Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf wies im Juni 2018 einen Wert von 3,3 % aus, womit man deutlich höher liegt als bei der allgemeinen Inflationsrate, aber es gab einen Rückgang von 3,8 % im Mai. Anders sieht es beim Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf aus, denn dort ist ein extrem hoher Wert von 5,5 % ausgewiesen nach 4,4 % im Mai. Dabei sieht man die Auswirkung vom Ölpreis im täglichen Leben, denn beim Miniwarenkorb ist das Tanken natürlich viel stärker berücksichtigt als beim Mikrowarenkorb.

Inflation im Juni 2018: Hauptpreistreiber

Der Hauptpreistreiber im Juni war die Ausgabengruppe "Verkehr" mit einem durchschnittlichen Anstieg der Preis von 4,1 %. Wesentlich beigetragen hat der deutlich höhere Ölpreis an den Börsen, was zur Folge hatte, dass Benzin und Diesel sich um 14,3 % gegenüber dem Juni 2017 verteuert hatten. Schon im Mai war ein Anstieg von 9,7 % ausgewertet worden. Die Reparaturen der privaten Verkehrsmittel verteuerte sich im Jahresvergleich um 2,8 %. Günstiger wurden die Flugtickets um 1,8 %.

Weitere Ausgabengruppen

Der Hauptpreistreiber der letzten Monate - die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" - ist immer noch ein großes Thema. Die Preise haben sich um durchschnittlich 2,2 % erhöht, wobei die Mieten einmal mehr ein Thema sind. Sie waren im Juni 2018 um 3,6 % höher als im Juni 2017. Bei der Haushaltsenergie gab es eine Preissteigerung von 2,9 %, wobei die Verteuerung des Heizöls um 26,8 % einen wesentlichen Anteil hatten. Die Kosten für feste Brennstoffe zogen auch um 6,8 % an, die Fernwärme wurde um 1,6 % teurer. Günstiger wurde hingegen der Strom um 0,2 % und vor allem der Preis für das Gas, der um 5,9 % nachließ.

Weiterhin ein spürbares Thema ist die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" durch die Dienstleistungen. Die Preise zogen durchschnittlich um 2,9 % an und genau um diese 2,9 % steigen auch die Bewirtungsdienstleistungen. Die Beherbergungsdienstleistungen kosteten im Juni 2018 um 2,8 % als im Juni des Vorjahres.

Bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" gab es einen Preisanstieg von 2,0 % im Durchschnitt. Genauso hoch war auch der Preisanstieg der Lebensmittel selbst. Milch, Käse und Eier kosteten um 3,0 % mehr, Öle und Fette um 11,0 % mehr - die Butter mit 22,9% war wieder deutlich teurer. Fleisch verteuerte sich um 1,7 %, Brot und Getreideprodukte um 1,9 %, Obst um 2,7 % und Gemüse um 0,6 %. Die 2,0 % galten auch für die alkoholfreien Getränke, die sich um diesen Wert verteuert hatten.

In der Ausgabengruppe "Freizeit und Kultur" gab es einen ausgeglichenen Durchschnitt, weil sich deutliche Preisveränderungen aufgehoben haben. Die Pauschalreisen wurden um 6,6 % günstiger als im Juni 2017, dafür zogen die Freizeit- und Kulturdienstleistungen um 1,3 % an. Zeitungen, Bücher und Schreibwaren wurden um 4,9 % teurer.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 18. Juli 2018]

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