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Inflationsrate Österreich Juli 2019: 1,4 %

Deutlicher Rückgang bei der Inflation

Die Entwicklung bei der Inflation in Österreich ist eine sehr positive, weil die Preissteigerungen Stück für Stück ab dem Frühjahr 2019 abgenommen haben. Im Juni 2019 war die Inflationsrate in Österreich bei 1,6 % gelegen, im Juli 2019 ermittelte die Statistik Austria einen Wert von nur noch 1,4 %, wobei der Preisrückgang bei den Flugtickets eine wesentliche Rolle spielt.

Beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf gab es einen Rückgang der Inflation von 0,1 %, was auch schon im Juni der Fall war. Damit kann man wirklich von Preisstabilität sprechen, wobei bei diesem Warenkorb etwa das Tanken oder Reisen keine Rolle spielt, Lebensmittel und tägliche Güter hingegen sehr wohl.

Beim Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf wird das Tanken stärker berücksichtigt und es gibt eine Inflation von 0,4 % nach 0,3 % im Juni. Auch hier kann man fast von Preisstabilität sprechen. Es ist noch nicht lange her, da lag der Wert bei über vier Prozent.

Inflation im Juli 2019: Hauptpreistreiber

Der Hauptpreistreiber im Jahresvergleich war wenig überraschend die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie", die schon über einen langen Zeitraum durch die hohen Mietkosten sehr prägend für die Inflationsrate ist. Beim Verkehr hängt es vom Ölpreis ab und es gibt ein Auf oder Ab, aber die starken Anstiege beim Wohnen sind ein stetiger und stabiler, meist stabil hoher Begleiter.

Im Falle des Juli 2019 stiegen die Preise im Schnitt um 3,1 %, wobei die Mieten genauso wie die Instandhaltungskosten um 3,3 % im Vergleich zum Juli 2018 angestiegen sind. Bei der Haushaltsenergie gab es einen Preisanstieg von 3,1 %, wobei nicht das Heizöl das Thema ist, sondern der teurere Strom. Strom kostete im Juli 2019 im Vergleich zum Juli 2018 um gleich 5,0 % mehr. Brennstoffe wurden um 4,0 % teurer, Fernwärme um 1,9 %, Gas um 1,2 %. Günstiger wurde das Heizöl durch den moderaten Ölpreis an den Börsen und verzeichnete einen Preisrückgang von 1,9 %.

Weitere Ausgabengruppen

Inflationsrate Österreich Juli 2019Neben den Wohnkosten sind auch die Dienstleistungen zum ständigen Begleiter geworden. Auch im Juli 2019 ist die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" zu nennen, bei denen sowohl die Bewirtungsdienstleistungen als auch die Beherbergungsdienstleistungen um 3,1 % teurer wurden.

Ebenfalls schon länger genannt werden muss "Freizeit und Kultur" mit einem Preisanstieg von 1,3 %. Denn hier verteuerten sich die Freizeit- und Kulturdienstleistungen gleich um 3,4 % gegenüber dem Juli 2018. Günstiger wurden hier die Pauschalreisen, die um 1,9 % weniger kosteten als vor einem Jahr und damit die Preisanstiege der Ausgabengruppe etwas abdämpfen konnten.

Wie schon beim Miniwarenkorb ablesbar, gibt es bei "Lebensmittel und alkoholfreie Getränke" wenig Dynamik. Es gab eine Zeit mit vier Prozent oder mehr Preisanstiegen, aber davon ist man erfreulicherweise aktuell weit entfernt. Die Gruppe verzeichnete im Schnitt einen Preisanstieg von 1,1 % im Jahresvergleich. Gemüse wurde um 5,2 % teurer, Fleisch um 2,0 %, Brot und Getreideprodukte um 1,8 %. Milch, Käse und Eier verteuerten sich um 2,0 %. Obst ist wie schon in den letzten Monaten günstiger geworden und zwar im Juli 2019 gar um 6,2 %. Die alkoholfreien Getränke bleiben auf dem Niveau des Vorjahres.

Außergewöhnlich ist die Auswertung bei der Ausgabengruppe "Verkehr", weil es eine Preisstabilität von exakt 0,0 % gibt. Mal ist die Gruppe bei hohem Ölpreis deutlich im Anstiegen oder bei fallendem Ölpreis deutlich im Sinken - aber genau auf dem Vorjahresniveau, das ist selten. Im Detail ist es so, dass die Reparaturen um 3,9 % teurer waren als vor einem Jahr, die Treibstoffe wurden hingegen um 2,5 % günstiger, da der Ölpreis an den Börsen nachgelassen hatte. Und das beeinflusste auch die Flugtickets, die gleich um 9,8 % günstiger wurden. Im Juni stiegen die Preise noch um 1,1 %.

Datenquelle: https://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 19. August 2019]

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