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Inflationsrate Österreich im Jänner 2019 1,7 %

Treibstoffe spielen kaum eine Rolle

Das Jahr 2018 endete mit einer Inflationsrate von 1,9 % und damit bewegte sich Österreich weiterhin knapp unter der 2,0 %-Marke, die oftmals als wünschenswertes Ziel für die Wirtschaftsentwicklung genannt wird. Aber Österreich lag schon seit längerer Zeit deutlich über den Inflationswerten anderer EU-Staaten und eine Reduktion der Preisdynamik wäre durchaus angenehm.

Und genau das passierte im Jänner 2019, denn die Inflationsrate ist laut Berechnungen der Statistik Austria auf 1,7 % gesunken, womit der geringste Wert seit dem Dezember 2016 erzielt wurde. Damals war die Inflationsrate mit 1,4 % noch geringer ausgefallen. Grund für den doch deutlichen Rückgang ist vor allem der Ölpreis, der sich an der Börse deutlich reduziert hatte. War er 2018 erstmals seit längerer Zeit wieder über 80 US-Dollar pro Fass geklettert, so hatte er sich zum Jahresende hin wieder in Richtung 60 Dollar reduziert und das wirkt sich natürlich auf das Heizöl und die Treibstoffe aus.

Beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf gab es einen leichten Anstieg von 0,4 % nach 0,1 % im Dezember. Beim Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf ist ein Wert von 1,6 % errechnet worden. Damit hat sich auch dieser Wert normalisiert, denn im Dezember 2018 waren es noch 2,8 % und im November gar 4,5 %. Grund ist, dass beim Miniwarenkorb das Tanken mitberücksichtigt wird und damit auch die Dynamik bei den Treibstoffpreisen. Diese Werte spielen beim Miniwarenkorb kaum eine Rolle.

Inflation im Jänner 2019: Hauptpreistreiber

Der Hauptpreistreiber im Jänner 2019 einmal mehr die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" mit durchschnittlich 2,5 % höheren Preisen. Die Mieten zogen um 3,3 % an und die Haushaltsenergie stieg um 3,7 %. Vor allem der Strom ist mit 3,9 % deutlich teurer geworden, die Brennstoffe erhöhten sich um 7,8 %, die Fernwärme um 2,3 %. Auch Gas ist wieder teurer geworden, nachdem die letzten Monate eine Preisreduktion ergeben haben, aber mit 1,1 % Preisanstieg verlief der Vergleich mit dem Jänner 2018 moderat. Die Instandhaltungen verteuerten sich im Jahresvergleich um 2,2 %.

Weitere Ausgabengruppen

Inflationsrate Österreich Jänner 2019Die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" ist seit Monaten genannt, weil es meist um die 3,0 % Preissteigerungen basierend auf den Dienstleistungen gab. Das hat sich im Jänner 2019 nicht großartig geändert, denn die Preise sind um 2,9 % gestiegen und zwar fast nur wegen der Bewirtungsdienstleistungen, die um 3,0 % teurer wurden und den Beherbergungsdienstleistungen, die um 1,6 % angezogen haben.

In der Gruppe "Freizeit und Kultur" gab es einen Preisanstieg von 2,0 % und auch hier waren die Freizeit- und Kulturdienstleistungen mit 3,0 % Preisanstieg hauptverantwortlich. Die Pauschalreisen verteuerten sich um 5,0 % - im Dezember hatte die Statistik Austria noch einen Wert von 1,3 % errechnet.

Weiterhin moderat verläuft die Preisentwicklung bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" mit einem Preisanstieg von durchschnittlich 1,2 %. Beim Fleisch musste man 2,0 % mehr bezahlen, beim Gemüse 3,8 %, bei Brot und Getreideprodukte 1,6 %. Milch, Käse und Eier kosteten um 0,8 % mehr als im Jänner 2018. Obst wurde im Gegensatz dazu um 3,1 % günstiger. Die Preise für die alkoholfreien Getränke stiegen nur um 0,5 %.

Ein großes Thema wurde wieder die Ausgabengruppe "Verkehr" durch den teureren Ölpreis, aber im Jänner 2019 hat sich die Dynamik erledigt, da der Ölpreis, wie ausgeführt, gesunken war. So gab es nur eine durchschnittliche Preiserhöhung von 0,8 %. Die Reparaturen der Fahrzeuge kosteten um 2,8 % mehr. Die Treibstoffe verteuerten sich gegenüber dem Jänner 2018 nur um 1,1 % - im Dezember waren es noch 6,9 % gewesen. Die Preise für die Flugtickets wurden überhaupt um 8,5 % günstiger.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 22. Februar 2019]

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