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Inflationsrate sinkt im Jänner 2018 auf 1,8 %

Weniger Dynamik bei Nahrungsmittel und Ölprodukte

Die Inflationsrate in Österreich lag im Jahr 2017 deutlich über dem EU-Durchschnitt und auch über der angestrebten Marke von 2,0 %. Im Dezember schloss das Jahr mit 2,2 %, aber das neue Jahr beginnt ganz anders. Denn ein wenig überraschend sank die Inflationsrate im Monat Jänner 2018 laut Berechnungen der Statistik Austria auf 1,8 %. Hauptverantwortlich dafür war der Rückgang der Preise rund um das Erdöl (Treibstoff, Heizöl) und bei den Nahrungsmitteln.

Beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf gab es weiterhin einen starken Anstieg von 4,6 %, der aber im Dezember noch bei 5,7 % lag. Hier haben vor allem die Nahrungsmittel eine zentrale Rolle. Beim Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf gab es ein starkes Plus von 3,5 %, was aber auch geringer war als die 4,1 % im Dezember 2017.

Inflation im Jänner 2018: Hauptpreistreiber

Einmal mehr erwies sich die Gruppe "Wohnung, Wasser Energie" als Hauptpreistreiber mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von 2,3 %. Und einmal mehr sind es die sehr teuer gewordenen Mieten, die dazu beigetragen haben, weil sie im Jahresvergleich um 4,2 % anstiegen. Die Instandhaltung kostete um 2,0 % mehr, während die Energie generell gesehen preisstabil blieb. Aber nur generell, denn insgesamt gab es etliche Veränderungen. Feste Brennstoffe wurden um 5,1 % teurer, Heizöl um 3,7 %, jedoch Gas um 6,2 % günstiger. Strom blieb fast gleich und sank im Preis um 0,3 %, die Fernwärme wurde um 1,5 % teurer.

Weitere Ausgabengruppen im Jänner 2018

In der Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" waren wieder die Dienstleistungen das große Thema. Die Preise stiegen um 3,0 % im Durchschnitt, wobei die Bewirtungsdienstleistungen um 3,1 % teurer waren als im Jänner 2017. Die Beherbergungsdienstleistungen zogen um 2,8 % an.

Bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" gab es wohl einen durchschnittlichen Preisanstieg von 2,0 %, was aber weit geringer war als zum Jahresende 2017. Fleisch kostete um 1,6 % mehr, Gemüse wurde um 1,5 % günstiger. Milch, Käse, Eier stiegen 8m 4,3 %, Öle und Fette um 11,9 % - die Butter um 24,6 %. Brot und Getreideprodukte verteuerten sich um 1,8 %, Fisch um 4,8 %, Obst um 0,6 %. Die alkoholfreien Getränke wurden um 3,3 % teurer, vor allem der Kaffee, der um 6,2 % mehr kostete als im Jänner 2017.

In der Gruppe "Freizeit und Kultur" gab es geringere Preisanstiege als zuletzt mit durchschnittlich 0,7 % Preisanstieg. Die Freizeit- und Kulturdienstleistungen zogen um 2,4 % an, Zeitungen, Bücher und Schreibwaren wurden um 6,7 % teurer. Aber bei den Pauschalreisen gab es ein deutliches Minus von 8,8 % und glichen daher die Ausgabengruppe fast komplett aus.

Die Ausgabengruppe "Verkehr" zeigte sich moderater mit 1,0 % Preisanstieg, weil die Treibstoffe nur um 1,7 % mehr kosteten als im Jänner 2017. Damit war die Preisdynamik vom Dezember (damals 5,1 %) deutlich ausgebremst worden. Die Reparaturen kosteten um 2,7 % mehr, Flugtickets ins Ausland wurden um 6,7 % günstiger.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 23. Februar 2018]

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