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Inflation Österreich im Dezember 2019

Inflationsrate wegen Ölpreis deutlich angestiegen

Wie abhängig die Menschen weiterhin vom Erdöl sind, haben die letzten Monate des Jahres 2019 eindrucksvoll demonstriert. Während im Oktober und November 2019 wegen des günstigen Ölpreises die Inflationsrate in Österreich auf 1,1 % gesunken war, gab es im Dezember 2019 einen wahren Inflationsschub auf 1,7 % und zwar deshalb, weil der Ölpreis wieder angezogen hatte. Ein Unterschied von 0,6 % ist schon sehr heftig und kommt eher selten vor, zeigt aber die Bedeutung des Ölpreises auch im Hinblick auf die gesamte Wirtschaft.

Beim Mikrowarenkorb gab es einen Anstieg von nur 0,3 % nach 0,6 % im November, denn hier wird der tägliche Einkauf als Grundlage gewählt und der Treibstoff spielt kaum eine Rolle. Beim Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf gab es einen Anstieg von 0,7 %, nachdem im November noch ein Minus von 0,9 % gegeben war. Hier ist der Treibstoff schon eher ein Thema.

Inflation in Österreich im Dezember 2019: Hauptpreistreiber

Einmal mehr war die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von 2,5 % im Fokus. Die Instandhaltungen wurden um 3,1 % teurer, die Mieten waren um 2,6 % höher als im Dezember 2018. Die Haushaltsenergie verteuerte sich um 1,1 %, nachdem sie sich im November noch um 0,6 % verbilligt hatte. Denn das Heizöl war im Dezember nur um 0,9 % günstiger als vor einem Jahr, im November war das Minus mit 13,4 % noch deutlich höher.

Strom kostete um 1,6 % mehr, feste Brennstoffe um 2,7, die Fernwärme um 1,7 % mehr, während sich Gas um 1,4 % vergünstigte.

Weitere Ausgabengruppen

Die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" war durch die Dienstleistungen wieder ein Faktor. Im Schnitt stiegen die Preise um 3,4 %, wobei die Bewirtungsdienstleistungen um 3,3 % teurer wurden, die Beherbergungsdienstleistungen stiegen gar um 5,2 % gegenüber dem Dezember 2018 an.

Bei "Freizeit und Kultur" stiegen die Preise um 2,5 %, wobei die Pauschalreisen um 6,0 % teurer wurden. Auch hier gilt, dass im November noch ein Minus gegeben war. Die Freizeit- und Kulturdienstleistungen kosteten um 3,0 % mehr.

In der Gruppe "Waren und Dienstleistungen" gab es einen Anstieg von 2,3 %. Die Versicherungen wurden um 1,5 % im Jahresvergleich teurer, die Körperpflege verteuerte sich um 2,3 %.

Einen geringen Anstieg gab es auch bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" mit 0,9 % Preisanstieg. Genauso hoch war auch der Anstieg bei den Nahrungsmitteln selbst. Fleisch wurde um 2,9 % teurer, Brot und Getreideprodukte kosteten um 1,0 % mehr, Fisch gar um 4,5 % mehr. Gemüse wurde leicht um 0,7 % teurer, während Milch, Milchprodukte, Eier und Käse fast preisstabil blieben. Die Öle und Fette wurden um 5,3 % günstiger, Butter gar um 11,4 %. Obst blieb wie in den Vormonaten günstiger, diesmal um 2,0 %. Die alkoholfreien Getränke wurden auch um 1,2 % günstiger.

Ein Thema war im Dezember die Ausgabengruppe "Verkehr" durch den angestiegenen Ölpreis. Die Gruppe verteuerte sich im Schnitt um 0,8 %, was nicht so schlimm ist - aber im November war sie noch bei Minus 0,9 % gelegen. Die Treibstoffe wurden um 2,3 % günstiger, im November waren es noch 7,7 %. Die Reparaturen privater Fahrzeuge wurden um 4,2 % teurer, Flugtickets kosteten gleich um 14,7 % mehr als im Dezember 2018.

Datenquelle: https://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 17. Jänner 2020]

Entwicklung Inflationsrate nach Jahr sortiert

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      Inflation Österreich Dezember 2019 InflationsrateArtikel-Thema: Inflation Österreich im Dezember 2019

      Beschreibung: Die Inflation in Österreich ist im Dezember 2019 auf 1,7 % und damit deutlich von 1,1 % im November gestiegen, weil der Ölpreis angezogen hatte.

      letzte Bearbeitung war am: 17. 01. 2020