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Inflation in Österreich im Dezember 2018

Ölpreis reduziert die Inflationsrate

Die letzten Monate im Jahr 2018 erhöhte sich die Inflationsrate auf 2,2 %, weil der Ölpreis nach einer untypisch niedrigen Preisphase wieder angezogen hatte. Zum Teil wurde das Fass Erdöl mit 85 US-Dollar gehandelt, dem höchsten Wert seit längerer Zeit und damit verteuerten sich auch die Treibstoffe und natürlich das Heizöl.

Aber genau dieser Ölpreis gab in den letzten Wochen deutlich nach und so kam es, dass der gleiche Grund für den Anstieg der Inflationsrate nun zum Grund wurde, warum die Inflationsrate im letzten Monat des Jahres 2018, dem Dezember, auf 1,9 % recht deutlich gesunken ist.

Beim Mikrowarenkorb, der den typischen täglichen Einkauf darstellt, gab es wie im November (0,2 %) mit 0,1 % fast Preisstabilität. Beim Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf gab es eine Erhöhung von 2,8 % nach 4,5 % im November. Der Miniwarenkorb berücksichtigt auch den Treibstoff und so ist die starke Veränderung schnell erklärt, beim Mikrowarenkorb spielt der Treibstoff kaum eine Rolle - sonst hätte es einen Rückgang geben müssen.

Inflation im Dezember 2018: Hauptpreistreiber

Der Hauptpreistreiber im Dezember 2018 war wie schon im November und in vielen Monaten der letzten Jahre davor die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie". Insgesamt stiegen die Preise um 3,9 %, die Mieten alleine verteuerten sich um 3,4 %. Die Energiekosten stiegen um 3,9 %, wobei das Heizöl um 9,5 % teurer war als im Dezember 2017. doch im November war der Vergleich noch mit 25,7 % deutlich höher ausgefallen. Strom wurde um 3,9 % teurer, feste Brennstoffe um 8,3 und Fernwärme um 2,3 %. Günstiger blieb einmal mehr das Gas mit 3,0 geringerem Preis gegenüber dem Dezember 2017.

Weitere Ausgabengruppen

Die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" ist weiterhin ein Thema und wie so oft aufgrund der Dienstleistungskosten. Die Bewirtungsdienstleistungen verteuerten sich um 2,9 %, die Beherbergungsdienstleistungen waren um 1,8 % teurer als im Jahr zuvor.

Die Ausgabengruppe "Verkehr" spielte nicht die große Rolle und die Preise zogen um 2,2 % an. Die Treibstoffe wurden um 6,9 % teurer als im Dezember 2017, aber im November war der Vergleich noch mit 13,4 % deutlich stärker ausgefallen. Die Reparaturen für die Fahrzeuge verteuerten sich um 3,1 %. Deutlich günstiger wurden die Flugtickets, die gleich um 20,8 % weniger kosteten als vor einem Jahr.

In der Ausgabengruppe "Waren und Dienstleistungen" gab es einen Anstieg von durchschnittlich 2,0 %, wobei die Versicherungen um 1,7 % teurer wurden, die Kosten für Körperpflege zogen um 2,4 % an.

Eine geringe Rolle spielen weiterhin die Nahrungsmittel. Die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" verteuerte sich im Durchschnitt um 0,8 %. Generell wurden die Nahrungsmittel um ein Prozent teurer. Brot und Getreideprodukte verteuerten sich um 1,9 %, Gemüse um 2,6 %, Fleisch um 0,7 %. Günstiger wurde das Obst um 2,6 %. Die alkoholfreien Getränke gaben leicht um 0,2 % nach.

Bei "Nachrichtenübermittlung" gab es einen Rückgang von 1,8 %, da sich die Telefon- und Telefaxdienste um 1,4 % verbilligten. Noch stärker gaben die Mobiltelefone um 6,8 % nach.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 17. Jänner 2019]

Entwicklung Inflationsrate nach Jahr sortiert

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      Inflation Österreich Dezember 2018 InflationsrateArtikel-Thema: Inflation in Österreich im Dezember 2018

      Beschreibung: Die Inflationsrate in Österreich sank im Dezember 2018 auf 1,9 % nach 2,2 % im November, weil vor allem durch den geringeren Ölpreis die Treibstoffe nachgegeben haben.

      letzte Bearbeitung war am: 02. 01. 2020