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Inflationsrate Österreich August 2019: 1,5 %

Nahrungsmittel leicht gestiegen

Die Inflationsrate in Österreich hat nach Berechnungen der Statistik Austria im Monat August leicht zugelegt und betrug 1,5 % nach 1,4 % im Juli. Der Hauptpreistreiber war einmal mehr der Faktor Wohnen, leichte Dynamik entstand aber auch bei den zuletzt eher gleichbleibenden Preisen rund um die Lebensmittel.

Beim Mikrowarenkorb, der den typischen täglichen Einkauf symbolisiert, gab es einen Rückgang von 0,1 %, was auch im Juli schon der Fall war. Das heißt, dass man auf Basis von Lebensmittel und anderer typischer Produkte für den Alltag von einer Preisstabilität sprechen kann, die schon eine Weile anhält. Noch vor ein paar Monaten waren hier Preisanstieg über 3 bis 4 % gegeben.

Beim Miniwarenkorb, der den typischen Wocheneinkauf inklusive höherer Gewichtung beim Tanken abbildet, gab es ein +/- 0,0 %, also völlige Preisstabilität. Im Juli 2019 gab es noch einen Anstieg von 0,4 %, vor ein paar Monaten mehr als 4 % Preisanstieg, aber aktuell bleiben die Preise auf gleichem Niveau.

Inflation im August 2019: Hauptpreistreiber

Wie schon seit geraumer Zeit war der Hauptpreistreiber im August 2019 die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" mit durchschnittlich 3,0 % mehr Kosten im Vergleich zum August 2018. Die Instandhaltung wurde um 3,3 % teurer, die Mieten erhöhten sich um 2,9 %. Vor allem die Haushaltsenergie ist ein großer Kostenfaktor.

Denn generell wurde die Energie um 3,0 % teurer, was vor allem den hohen Strompreisen geschuldet ist. Diese wurden nämlich im Jahresvergleich um 5,4 % teurer. Die festen Brennstoffe kosteten im August 2019 um 4,1 % mehr, Gas um 1,4 % und Fernwärme um 0,5 %, beim Heizöl gab es hingegen einen Rückgang von 3,9 %.

Weitere Ausgabengruppen

Inflationsrate Österreich August 2019In schöner Tradition ist auch für den August 2019 die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" zu nennen, weil die Dienstleistungen teurer wurden. Das ist seit geraumer Zeit zu beobachten und im Falle des August wurden die Bewirtungsdienstleistungen um 3,0 % teurer, die Beherbergungsdienstleistungen um 2,9 %.

Die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" verursachte im August einen durchschnittlichen Preisanstieg von 1,5 % und zeigte eine leichte Dynamik nach einigen Monaten mit eher stabilen Preisen. Die Nahrungsmittel wurden um 1,8 % teurer. Besonders Fleisch zog an und wurde um 3,3 % teurer, Gemüse erhöhte sich um 4,7 %, Brot und Getreideprodukte um 2,2 %. Milch, Käse und Eier wurden um 1,9 % teurer, Fisch gar um 7,7 %. Weiterhin günstiger blieb das Obst wie schon in den Vormonaten und wurde im August 2019 um 5,1 % günstiger als im August 2018. Die alkoholfreien Getränke wurden auch günstiger und zwar um 0,2 %.

Während zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Daten für den August 2019 weltweit nach Saudi-Arabien geblickt wird, wo die Ölproduktion nach Drohnenangriffen reduziert wurde und der Ölpreis deutlich anzog, war die Lage im August eine andere. Die Ausgabengruppe "Verkehr" ging um 0,4 % zurück und zwar vor allem dadurch, dass die Treibstoffe um 3,5 % günstiger waren als im August 2018. Flugtickets wurden gar um 8,3 % günstiger. Sehr teuer wurden die Reparaturen privater Verkehrsmittel und zwar um 4,0 % im Jahresvergleich.

Günstiger wurde auch die Ausgabengruppe "Nachrichtenübermittlung", bei der im Schnitt die Preise um 4,1 % zurückgingen. Die Telefon- und Telefaxdienste gingen um 3,6 % zurück, die Kosten für Mobiltelefone sogar um 8,3 %.

Datenquelle: https://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 18. September 2019]

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