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Inflationsrate im August 2018 bei 2,2 %

Treibstoffe treiben die Inflation wieder stärker an

Die Inflationsrate in Österreich ist laut Berechnungen der Statistik Austria im August 2018 auf 2,2 % angestiegen, nachdem sie im Juli 2,1 % betragen hatte. Nach einigen Monaten mit geringen Abweichungen beim Treibstoff und Heizöl durch ungewöhnlich günstige Ölpreise an den Börsen ist Mitte 2018 eine neue Dynamik entstanden und der Ölpreis hat die Marke von 80 US-Dollar erreicht. Ein solcher Effekt wirkt sich traditionell auf die gesamte Inflation aus und so hat man in Österreich den angestrebten Wert von 2,0 % erneut überschritten.

Beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf gab es eine seit längerem wieder geringere Erhöhung um 2,4 % nach 3,1 % im Juli, denn hier spielen die Treibstoffe keine so große Rolle und Nahrungsmittel verhalten sich moderater in der Preisentwicklung. Anders, ganz anders sieht es beim Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf aus, denn dort ist das Tanken auch stärker berücksichtigt und so gibt es wie schon im Juli einen hohen Wert von 5,5 %, also um 5,5 % teurere Preise als im August 2017.

Inflation August 2018: Preistreiber

Bereits ausgeführt wurde, dass die Ausgabengruppe "Verkehr" der Preistreiber im August 2018 war. Durchschnittlich um 4,1 % verteuerten sich die Preise in der Gruppe im Vergleich zum August 2017, wobei die Treibstoffe gleich um 14,0 % teurer wurden als vor einem Jahr. Im Juli lag der Vergleich mit 14,8 % aber sogar noch höher. Die Reparaturen verteuerten sich auch um 3,2 %, günstiger wurden die Flugtickets um 3,6 %.

Weitere Ausgabengruppen im August 2018

In der Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" ging der Anstieg mit durchschnittlich 2,3 % etwas zurück, wobei die Mieten aber immer noch um 3,6 % teurer waren als vor einem Jahr. Der große Preisanstieg ergab sich natürlich beim Heizöl, das um 24,3 % teurer war als im August 2017. Auch hier war der Anstieg im Juli mit 25,9 % noch höher. Feste Brennstoffe kosteten um 8,5 % mehr, die Fernwärme verteuerte sich um 2,3 %, Strom blieb mit einem Plus von 0,1 % praktisch preisstabil. Gas wurde um 5,7 % günstiger.

Bei "Restaurants und Hotels" gibt es die fast schon übliche Verteuerung von 3,1 % durch die Anstiege bei den Dienstleistungen. Die Bewirtungsdienstleistungen waren um 3,1 % teurer als im August 2017, die Beherbergungsdienstleistungen kosteten um 2,6 % mehr.

Eine selten genannte Ausgabengruppe ist "Hausrat", die im August 2018 aber insofern auffiel, als sich Einrichtungsgegenstände und Bodenbeläge um 3,8 % gegenüber dem August 2017 verteuert hatten.

Kaum eine Rolle spielten "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke". Die durchschnittliche Preiserhöhung betrug 1,2 % und genauso hoch war auch der Preisanstieg bei den Nahrungsmitteln selbst. Lebensmittel, die zuletzt deutlich teurer wurden wie etwa Milchprodukte, Eier oder Käse kosteten nur um 0,8 % mehr als vor einem Jahr. Auch Obst war mit 1,2 % moderat im Preis gestiegen. Selbst bei Öle und Fette gab es mit einem Plus von 3,8 % geringere Werte, vor allem die Butter, die vor einem Jahr so spürbar teurer wurde, verteuerte sich "nur mehr" um 6,7 %. Im Juli war die Differenz noch bei 13,8 % gelegen.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 17. September 2018]

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