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Inflationsrate sinkt im April 2018 leicht auf 1,8 %

Miete und Dienstleistungen steigen weiter stark

Die Inflationsrate in Österreich ist laut Berechnungen der Statistik Austria im Monat April 2018 auf 1,8 % gesunken, nachdem sie im März auf 1,9 % gestiegen war. Damit hat man das Niveau von Jänner und Februar erreicht, als ebenfalls 1,8 % errechnet worden waren. Beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf gab es zwar einen Rückgang auf 3,8 % nach 4,3 % im März, aber die Preissteigerungen sind trotzdem weiterhin sehr hoch. Beim Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf gab es wie im März eine auch hohe Preissteigerung von 3,2 %.

Inflation im April 2018: Hauptpreistreiber

Die Verhältnisse im Jahresvergleich sind seit Monaten recht stabil. Das heißt auch für den April 2018, dass die Wohnungskosten eine Hauptrolle spielen. Im Vergleich zum April 2017 stiegen die Kosten in der Ausgabegruppe "Wohnung, Wasser, Energie" um 2,0 % an, wobei einmal mehr die Mieten mit einem Plus von 3,9 % hauptverantwortlich sind. Die Instandhaltung verteuerte sich um 1,8 %, die Haushaltsenergie blieb fast preisstabil, es gab einen Anstieg von 0,8 %.

Allerdings muss man hier auf das Detail schauen, denn das Heizöl wurde um 7,8 % teurer, feste Brennstoffe um 5,8 %, hingegen Gas wurde um 5,9 % günstiger. Bei der Fernwärme gab es ein leichtes Plus von 1,5 %, beim normalen Strompreis gab es ein leichtes Minus von 0,2 %. Es hängt also ganz davon ab, welche Energieform man nutzt, ob man profitieren kann oder mehr Geld für Energie zahlen muss.

Inflation im April 2018: weitere Ausgabengruppen

Inflationsrate Österreich April 2018Neben den Mietkosten ist ein ständiger Begleiter im Jahr 2018 auch die Erhöhung bei den Dienstleistungen und damit die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels". Die Bewirtungsdienstleistungen kosteten im April 2018 im Vergleich zum April 2017 um 3,2 % mehr, die Beherbergungsdienstleistungen wurden gar um 3,3 % teurer.

Zuletzt wurden die Nahrungsmittel wieder teurer und das schlägt sich im Mikrowarenkorb nieder, aber auch als Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" ist dies abzulesen. Gegenüber dem April 2017 stiegen die Preise im Durchschnitt um 2,1 %, wobei sich die Nahrungsmittel für sich auch um 2,1 % verteuert haben. Fleisch wurde um 2,6 % teurer, Milch, Käse und Eier um 3,7 %, Öle und Fette um 12,1 % (Butter weiterhin stärker um 22,8 %). Auch Brot und Getreideprodutke verteuerten sich und zwar um 1,8 %, Gemüse blieb hingegen preisstabil und Obst wurde um 0,9 % günstiger.

Die alkoholfreien Getränke wurden im Jahresvergleich um 2,2 % teurer.

Die Ausgabengruppe "Verkehr" hat durchschnittlich um 1,3 % zugelegt. Die Treibstoffe stiegen um 3,3 %, die Reparaturen der privaten Fahrzeuge wurden um 2,9 % teurer, dafür waren die Flugtickets um 8,2 % günstiger.

Eine seltener genannte Ausgabengruppe war im April 2018 auch Thema und zwar "alkoholische getränke und Tabak". Hier gab es einen Preisanstieg von 2,9 %, weil sich die Zigaretten im Jahresvergleich um 4,3 % verteuert haben.

Bei "Freizeit und Kultur" gab es zwar nur eine Preissteigerung von 0,6 %, aber auch hier ist das Detail wesentlich. Denn die Pauschalreisen wurden um 9,1 % günstiger, während die Kulturdienstleistungen sich um 1,6 % verteuert haben. Geräte für Audiovision, Fotografie und Datenverarbeitung kosteten um 4,9 % mehr als im April 2017, auch Zeitungen, Bücher und Schreibwaren wurden um 4,5 % teurer.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 16. Mai 2018]

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