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Inflation in Österreich im Februar 2017

Aus dem Inflationsdämpfer wird der Inflationstreiber

Die Inflation in Österreich hat zum Jahresende 2016 begonnen, anzuziehen, weil der Jahresvergleich beim Ölpreis sich nicht mehr dämpfend ausgewirkt hatte. Im Jänner 2017 gab es mit 2,0 % die höchste Inflationsrate seit langer Zeit und dieser Trend wurde im Februar 2017 fortgesetzt. Laut Berechnungen der Statistik Austria betrug die Inflationsrate in Österreich im Monat Februar 2017 einen Wert von 2,2 % und das ist der höchste Wert seit dem Juni 2013, als ebenfalls 2,2 % errechnet worden waren.

Beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf gab es ein starkes Plus von 3,2 % (Jänner: 2,3 %), noch stärker ist das Plus beim Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf mit 4,4 % statt 3,8 % im Jänner 2017.

Inflation Österreich: Hauptpreistreiber

Viele Jahre war der Ölpreis der Hauptgrund für eine hohe Inflationsrate, vor allem auch 2008, als der Ölpreis über 160 US-Dollar pro Fass betragen hatte. Damit hatten die Menschen trotz Wirtschaftsbooms eigentlich weniger Geld in der Tasche, weil der Sprit so teuer wurde. Im letzten Jahr drehte sich die Sachlage und der so überraschend günstige Ölpreis wurde zum Inflationsdämpfer. Nun gibt es wieder die Kehrtwende und der Ölpreis ist das Problem.

So wird die Ausgabengruppe "Verkehr" zum Hauptpreistreiber und sorgt für ein Drittel der Inflation in Österreich. Die Treibstoffe wurden im Jahresvergleich um 17,2 Prozent teurer, wobei es natürlich auch so ist, dass vor einem Jahr die Treibstoffe ungewöhnlich günstig waren. Aber Fakt ist, dass es jetzt wieder deutlich höhere Preise an der Tankstelle gibt. Auch die Flugtickets ins Ausland sind um 16,2 % teurer geworden. Die Preise für die Reparaturen stiegen um 3,0 % im Jahresvergleich.

Weitere Ausgabengruppen

Bei "Wohnung, Wasser, Energie" kommen nun zwei Inflationsförderer zusammen. Einerseits sind die Mieten mit 4,1 % deutlich teurer geworden, andererseits verteuerte sich das Heizöl durch den Ölpreis um gleich 34,4 %. Dem gegenüber stehen andere Energieformen wie Strom, das um 5,6 % günstiger wurde oder Gas mit einem Minus von 3,6 %. Feste Brennstoffe kosteten um 0,9 % weniger als im Februar 2016.

Ein Thema sind auch weiterhin die Dienstleistungen. Bei "Restaurants und Hotels" verteuerten sich die Bewirtungsdienstleistungen um 3,0 %, die Beherbergungsdienstleistungen wurden um 1,4 % teurer.

Bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" verteuerten sich die Nahrungsmittel um 2,4 %, wobei besonders Fisch um 11,2 % teurer wurde. Brot und Getreideprodukte kosteten 1,9 % mehr, Öle und Fette wurden um 5,8 % teurer. Die alkoholfreien Getränke verteuerten sich um 1,4 %.

In der Ausgabengruppe "Freizeit und Kultur" wurden die Freizeit- und Kulturdienstleistungen um 2,4 % teurer, noch mehr stiegen die Preise für Pauschalreisen, nämlich um 4,1 %.

Preisdämpfer bei der Inflation in Österreich

Günstiger wurden die Tarife für Telefon- und Telefaxdienste in der Ausgabengruppe "Nachrichtenübermittlung", die um 1,9 % unter den Preisen vom Februar 2016 lagen.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 16. März 2017]

Entwicklung Inflationsrate nach Jahr sortiert

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      Inflation Österreich Februar 2017 InflationsrateArtikel-Thema: Inflation in Österreich im Februar 2017

      Beschreibung: Die Inflation in Österreich ist im Februar 2017 durch die Ölpreise weiter angestiegen und die Inflationsrate hat mit 2,2 % den höchsten Wert seit dem Juni 2013.

      letzte Bearbeitung war am: 01. 01. 2020