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Inflation in Österreich im Februar 2016

Günstige Erdölprodukte dämpfen die Preissteigerung

Die Inflationsrate in Österreich sank im Februar 2016 auf 1,0 %, nachdem die Inflation im Jänner 2016 auf 1,2 % angestiegen war. Einmal mehr war der günstige Preis beim Erdöl an den Weltmärkten mit seinen Konsequenzen bei Benzin, Diesel und Heizöl hauptverantwortlich für die geringe Inflationsrate, die im europäischen Vergleich trotzdem eine der höchsten ist, weil in der Eurozone trotz Bemühungen der EZB die Deflationsgefahr groß ist.

Beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf gab es eine Inflationsrate von 1,9 %, während beim Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf einen Rückgang von 1,3 % von der Statistik Austria errechnet wurde. Das liegt vor allem natürlich daran, dass beim Wocheneinkauf die Gewichtung der Treibstoffe eine höhere Rolle spielen als beim täglichen Einkauf und damit wirkt sich auch hier der Treibstoffpreis und dessen billiges Niveau aus.

Inflationsrate im Februar: Hauptpreistreiber

In der Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" war einmal mehr der Faktor Dienstleistung deutlich angestiegen. Die Bewirtungsdienstleistungen wurden im Vergleich zum Februar 2015 um 3,8 % teurer, die Beherbergungsdienstleistungen sind um 4,1 % teurer geworden.

Inflation Februar 2016

Weitere Ausgabengruppen

Bei "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" sind auch die Dienstleistungen ein Thema. Die Versicherungsdienstleistungen haben sich im Jahresvergleich um 2,1 % verteuert.

Das gleiche Thema gibt es bei "Freizeit und Kultur" durch die Verteuerungen bei den Freizeitdienstleistungen und Kulturdienstleistungen, die um 2,0 % teurer wurden. Gestiegen sind auch die Preise bei den Pauschalreisen um 2,9 %.

Es teurer wurden auch die Nahrungsmittel und alkoholfreien Getränke um durchschnittlich 1,1 % im Vergleich zum Februar 2015. Fleisch verteuerte sich um 2,8 %, Obst um 4,7 %, Brot und Getreideprodukte um 1,0 %. Günstiger wurde Gemüse um 1,6 %, Milch, Käse und Eier kosteten um 2,2 % weniger als vor einem Jahr. Die alkoholfreien Getränke verteuerten sich um 1,9 %.

Der Hauptpreistreiber des letzten Jahres war oft "Wohnung, Wasser, Energie" durch den deutlichen Anstieg der Mieten. Dies hat sich jetzt insofern relativiert, als die Energiekosten kompensieren. Die Mieten stiegen zwar im Jahresvergleich immer noch um 2,6 % an, aber die Energiekosten sanken um 3,8 %. Dabei wurde Heizöl gar um 27,2 % günstiger, auch Gas wurde um 0,8 % günstiger, Fernwärme um 0,7 %, feste Brennstoffe um 1,4 % und Strom um 0,8 %.

Preisdämpfer: Verkehr und Sprit

Weiterhin preisdämpfend agiert die Ausgabengruppe "Verkehr" durch den günstigen Ölpreis. Die Treibstoffe kosteten im Vergleich zum Februar 2015 um 13,4 % weniger. Reparaturen verteuerten sich um 2,6 %, wirkten sich aber durch den Ölpreis kaum aus. Im Schnitt wurde die Ausgabengruppe um 3,2 % günstiger als vor einem Jahr.

Datenquelle: http://www.statistik.at

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Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2016

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      Inflationsrate Februar 2016Artikel-Thema: Inflation in Österreich im Februar 2016

      Beschreibung: Die Inflationsrate in Österreich sank im Februar 2016 von 1,2 % im Jänner auf 1,0 %, wobei die Treibstoffe und das Heizöl einmal mehr verantwortlich waren.

      letzte Bearbeitung war am: 17. 09. 2020