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Inflation in Österreich im Februar 2015

Günstiger Treibstoff drückt die Inflationsrate

Die Inflationsrate in Österreich betrug im Monat Februar 2015 laut Berechnungen der Statistik Austria 0,8 % nach 0,7 % im Jänner (ursprünglich war 0,6 % berechnet worden). Wie im Jänner sind auch im Februar die Treibstoffe sowie das Heizöl ein massiver Grund für die geringe Inflationsrate und das zeigt sich insofern, als die Statistik Austria die Inflationsrate ohne Erdölprodukte bei 1,6 % sieht. Die Preissteigerung halbiert sich also, wenn man vom Treibstoff und/oder Heizöl abhängig ist.

Die Inflationsrate für die Pensionistenhaushalte ist wieder höher als die allgemeine Inflationsrate und beträgt im Februar 1,0 %. Der Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf sank durch die Treibstoffe auf - 1,8 %, der Miniwarenkorb für den täglichen Einkauf auf 0,5 %.

Inflationsrate im Februar: Hauptpreistreiber

Der stärksten Anstieg bei den Preisen im Jahresvergleich wies die Ausgabengruppe "Freizeit und Kultur" mit durchschnittlich 2,9 % Teuerung auf. Im Vergleich zum Februar 2014 erhöhten sich die Preise für Pauschalreisen um 7,9 %, auch die Dienstleistungen im Bereich Freizeit und Kultur wurden um 2,7 % teurer. Teurer wurden auch Bücher und Schreibwaren um durchschnittlich 3,9 %.

Inflationsrate im Februar: andere Ausgabengruppen

Weiterhin ein großes Thema bleibt die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie". Zwar stiegen die Preise im Schnitt nur um 1,4 %, aber das hat technische Gründe. Denn durch das nach wie vor sehr günstige Erdöl am Weltmarkt sank der Preis beim Heizöl um 20,6 %. Dem stehen die Mieterhöhungen um 4,9 % gegenüber. Das Heizöl drückte auch die Energiekosten insgesamt um auf -2,6 %, denn die Fernwärme stieg im Jahresvergleich um 4,5 %, Strom um 0,7 %, feste Brennstoffe um 1,8 und Gas um 0,4 %.

Die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" ist aufgrund der gestiegenen Dienstleistungskosten häufig zu nennen. Die Bewirtung stieg auf Basis der Dienstleistungen um 2,7 % bei den Preisen an, die Beherbergung um 0,7 %.

Seltener erwähnt wird die Ausgabengruppe "Alkoholische Getränke und Tabak". Doch im Vergleich zum Februar 2014 stiegen die Preise für Zigaretten um 5,0 %, auch die Preise für alkoholische Getränke erhöhten sich um 4,7 %.

Bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" ist fast Preisstabilität erreicht worden. In jener Gruppe, die viele Monate deutliche Preissteigerungen aufgewiesen hatte, erhöhten sich die Preise um 0,6 %. Einzig Brot und Getreideerzeugnisse sind mit 2,1 % etwas teurer geworden als sie es im Februar 2014 waren. Obst, Gemüse, Eier, Milch und Käse verteuerten sich kaum mehr als um 0,5 %. Die Preise bei den alkoholfreien Getränken erhöhten sich um 2,2 %.

Inflationsrate im Februar: Verkehr

Wieder ist jene Gruppe, die oftmals die Inflationsrate in die Höhe treibt, genau im gegenteiligen Spektrum zu finden: die Ausgabengruppe "Verkehr" zeigt durchschnittlich um 3,7 % günstigere Preise als im Februar 2014. Zwar ist die motorbezogene Versicherungssteuer weiterhin um 12,9 % teurer als vor einem Jahr und die Reparaturen kosteten um 3,1 % mehr, aber die Treibstoffe wurden um 14,8 % günstiger, da der Ölpreis deutlich abgesunken ist. Die Annahme, dass sich der Preis bald wieder in Richtung 100 US-Dollar bewegen könnte, hat sich auch nicht bestätigt und es könnte noch länger ein solch günstiges Niveau erhalten bleiben.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 17. März 2015]

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      Inflation Österreich Februar 2015 InflationsrateArtikel-Thema: Inflation in Österreich im Februar 2015

      Beschreibung: Preise im Februar bei nur 0,8 %, aber Wohnen bleibt teuer, Tanken ist weiterhin sehr billig.

      letzte Bearbeitung war am: 01. 01. 2020