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Inflation in Österreich im Dezember 2016

Ölprodukte ändern die Dynamik

Im Oktober 2016 wurde erstmals offenbar, dass die günstigen Ölprodukte durch den ungewöhnlich niedrigen Ölpreis ihre Dynamik verlieren. Der Jahresvergleich wirkt sich nicht mehr so aus und damit steigt die Inflationsrate an. Dieser Trend setzte sich natürlich im November fort und die Statistik Austria ermittelte für den Dezember 2016 eine Inflationsrate von 1,4 %. Das ist der höchste Wert seit dem November 2014 (damals 1,7 %), wobei die Ölprodukte doppelt wirken: durch die sehr günstigen Ölpreise im Dezember 2015 fällt die negative Entwicklung weg und dreht sich in die positive Entwicklung, also zur Verteuerung.

Der Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf erhöhte sich von 1,8 % im November auf 2,1 %, der Miniwarenkorb stieg auch von 0,9 % auf 1,9 %.

Inflationsrate Dezember 2016: Hauptpreistreiber

Nach langer Zeit ist die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" wieder der Hauptpreistreiber. Die Mieten stiegen im Jahresvergleich um 4,3 % an, die Instandhaltungen um 1,2 %. Wesentlich ist aber, dass die Heizölpreise sich verändert haben. Noch im November 2016 gab es einen Preisrückgang um 2,4 %, im Dezember 2016 war hingegen der Preis um 15,3 % angestiegen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass jener im Dezember 2015 äußerst günstig war und deshalb ist der Unterschied so groß ausgefallen.

Dadurch verteuerte sich die Energie generell um 2,3 % im Jahresvergleich. Heizöl ist um die genannten 15,3 % teurer, Strom um 1,4%, Fernwärme um 1,5%, günstiger wurden feste Brennstoffe um 1,4% und besonders Gas um 2,7%.

Weitere Ausgabengruppen

Ein großes Thema bleiben natürlich die Dienstleistungen. In der Gruppe "Restaurants und Hotels" stiegen die Preise um 3,0%, wobei die Bewirtungsdienstleistungen ebenso um 3,0% angestiegen sind, die Beherbergungsdienstleistungen wurden gar um 3,2% teurer. Gleiches gilt für "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" mit einem Anstieg von 1,2%, wobei die Versicherungsdienstleistungen um 1,5% im Jahresvergleich teurer wurden.

Eine neue Situation gibt es bei der Gruppe "Verkehr", die seit Monaten als Inflationsdämpfer im Einsatz war. Denn hier stiegen die Preise im Schnitt um 1,3%, wobei die Treibstoffpreise um 3,9% teurer waren als im Dezember 2015. Im November war man noch 0,3% günstiger. Um 3,6% teurer wurden die Reparaturen, günstiger um 7,8% wurden hingegen die Flugtickets ins Ausland.

Bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" gab es einen Anstieg von 1,0%. Fisch wurde um 7,2% teurer, Brot und Getreideprodukte um 1,5%, Fleisch um 0,9%, Milch, Käse und Eier um 0,4%. Günstiger wurden Obst um 0,2% und Gemüse um 2,5%. Die alkoholfreien Getränke verteuerten sich im Jahresvergleich um 0,9%.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 18. Jänner 2017]

Entwicklung Inflationsrate nach Jahr sortiert

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      Inflation Österreich Dezember 2016 InflationsrateArtikel-Thema: Inflation in Österreich im Dezember 2016

      Beschreibung: Die Inflationsrate in Österreich betrug im Dezember 2016 1,4 %, weil die Dynamik der Erdölprodukte (Treibstoff, Heizöl) sind nun von unten nach oben gewendet hat.

      letzte Bearbeitung war am: 01. 01. 2020