Sie sind hier: Startseite -> Wirtschaft -> Inflation Österreich -> Dezember 2015

Inflation in Österreich im Dezember 2015

Weiterhin geringe Preissteigerungen

Die Inflationsrate in Österreich im Monat Dezember 2015 stieg laut Berechnungen der Statistik Austria auf 1,0 % nach 0,6 % im November 2015, denn im Dezember 2014 war erstmals der Treibstoff deutlich günstiger geworden, wodurch sich im Jahresvergleich eine Schwächung dieser Auswirkung auf die Inflation niederschlägt. Auch bei den Pensionistenhaushalten ist die Inflationsrate von 0,9 % im November auf 1,2 % angestiegen, wobei hier der Unterschied auch in den Gesundheitsprodukten und deren Preissteigerungen zu sehen ist und der günstige Treibstoff wirkt sich weniger aus.

Der Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf sank im Jahresvergleich um 0,9 %, der Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf stieg hingegen um 1,4 %. Beim wöchentlichen Einkauf wirkt Treibstoff und Heizöl schwerer als beim täglichen Einkauf, daher die Differenz.

Inflation im Dezember 2015: Preistreiber

Der wesentliche Preistreiber im Jahresvergleich war einmal mehr "Restaurants und Hotels" durch den Preisanstieg der Bewirtungsdienstleistungen, die um 3,6 % mehr kosteten als noch im Dezember 2014. Bei den Beherbergungen stiegen die Dienstleistungskosten um 1,5 %.

Inflation Dezember 2015

Inflation: weitere Ausgabengruppen

Bei "Freizeit und Kultur" war durchschnittlich eine Preissteigerung von 2,0 % errechnet worden. Wesentlicher Grund war der Preisanstieg bei Pauschalreisen um 4,0 %, elektronische Geräte wie Computer, Fotoapparate und ähnliche Einheiten stiegen um 1,4 %.

Die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" stieg nur um 0,8 % an, wobei die Wohnungsmieten um 2,8 % teurer wurden als im Dezember 2014. Damit schwächt sich die Wirkung der Mieten ab, denn im Jahresverlauf war die Verteuerung noch bei 4-5 % gelegen. Reduziert wird die Wirkung natürlich durch das Heizöl, das im Dezember um 19,1 % günstiger war als vor einem Jahr. Gas wurde auch um 1,8 % günstiger, Fernwärme um 0,8 %, feste Brennstoffe kosteten um 0,6 % mehr und Strom wurde um 1,4 % teurer.

Kaum mehr eine Rolle spielen "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" mit einer Preissteigerung von 0,4 %. Diese Ausgabengruppe war lange Zeit ein Preistreiber, aber im Jahr 2015 blieb es fast bei preisstabilen Vergleichswerten. Obst war im Dezember um 3,8 % teurer geworden, Brot und Getreideprodukte um 1,3 % und Gemüse um 2,4 %. Dafür wurden Milchprodukte und Käse um 2,1 % günstiger.

Preisdämpfer im Dezember

Wenig überraschend kommt diese Rolle einmal mehr der Ausgabengruppe "Verkehr" zu, die um 2,1 % günstiger wurde. Wesentlich hat dies mit dem geringen Ölpreis zu tun und so sanken die Treibstoffpreise um 10,9 %, wobei der Effekt aber nachgelassen hatte, weil schon im Dezember 2014, wie ausgeführt, die Preise zurückgegangen waren.

Lesen Sie auch

Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2015

Diesen Artikel teilen

      Infos zum Artikel

      Inflationsrate Dezember 2015Artikel-Thema: Inflation in Österreich im Dezember 2015

      Beschreibung: Die Inflationsrate im Dezember 2015 lag bei 1,0 % und stieg damit nur leicht gegenüber dem November 2015.

      letzte Bearbeitung war am: 17. 09. 2020