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Inflation in Österreich im Dezember 2014

Dank Ölpreis niedrigste Inflation seit fünf Jahren

Die Inflationsrate in Österreich ist im Monat Dezember 2014 auf 1,0 % zurückgegangen, wie die Statistik Austria berechnet hat. Im November hatte sie noch 1,7 % betragen, wobei der Rückgang aber keine Überraschung war. Denn der Ölpreis ist an den Börsen halbiert worden und erwartete Gegenbewegungen und Maßnahmen der OPEC blieben aus. Die Inflationsrate für die Pensionistenhaushalte senkte sich ebenfalls auf 1,2 %, der Mikrowarenkorb für den täglichen Einkauf auf 0,8 % und der Miniwarenkorb für den Einkauf für eine Woche (inklusive Treibstoffberücksichtigung) fiel sogar auf -1,2 %.

Hauptpreistreiber im Dezember 2014

Die Mieten waren die letzten Monate an der Spitze der Preisanstiege, aber im Dezember 2014 war die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" mit den schon seit Monaten höheren Dienstleistungen der Preistreiber Nummer eins. Die Bewirtungsdienstleistungen stiegen im Vergleich zum Dezember 2013 um 3,0 %, die Beherbergungsdienstleistungen um 1,6 %.

Andere Ausgabengruppen bei der Inflationsberechnung

Bei "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" stiegen die Versicherungsdienstleistungen um durchschnittlich 2,2 % an, die Produkte für die Körperpflege erhöhten sich um 1,8 %.

Problematisch ist die Bewertung der Inflationsrate im Dezember 2014 insofern, als es von der persönlichen Situation abhängig ist. Das zeigt die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" nur zu deutlich. Obwohl die Mieten wie in den Vormonaten mit 5,1 % Preisanstieg ein Hauptpreistreiber waren, wirkte sich die Gruppe nicht so aus, weil die Energie nach unten ging. Strom wurde um 0,9 % günstiger, Preis stieg zwar um 0,6 %, feste Brennstoffe um 3,8 % und die Fernwärme um 5,7 %, doch das Heizöl wurde um 19,8 % durch den günstigeren Rohölpreis an den Börsen billiger. Wenn man nun nicht mit Öl heizt, bringt das wenig, wenn man mit Öl heizt, hat man eine massive Ersparnis spüren können - daher ist die allgemeine Inflationsrate im Einzelfall auch individuell zu interpretieren.

Bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" gab es kaum Änderungen. Gegenüber Dezember 2013 stiegen die Nahrungsmittelpreise um durchschnittlich 0,7 % an. Brot und Getreideprodukte wurden um 2,2 % teurer, Milch, Käse und Eier um 1,6 %, Fleisch um 0,7 %. Günstiger wurde Obst um 0,5 % und Gemüse um 3,2 %. Bei den alkoholfreien Getränken zogen die Preise um 3,1 % an, vor allem der Bohnenkaffee wurde um 9,3 % teurer.

Preisbremse Ölpreis und Verkehr

Dass die Inflationsrate im Dezember 2014 bei 1,0 % lag, war dem Ölpreis zu verdanken. Ohne dessen deutliche Vergünstigung wäre die Inflationsrate zwar auch leicht gesunken, aber nur auf 1,6 %. Die Ausgabengruppe "Verkehr" war die Preisbremse schlechthin mit durchschnittlich 1,6 % Preisrückgang. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass weiterhin die motorbezogene Versicherungssteuer um 12,9 % teurer ist als im Dezember 2013. Die Treibstoffe gaben um 11,2 % nach und wirkten sich damit nachhaltig für die gesamte Inflationsrate aus.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 16. Jänner 2015]

Entwicklung Inflationsrate nach Jahr sortiert

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      Inflation Österreich Dezember 2014 InflationsrateArtikel-Thema: Inflation in Österreich im Dezember 2014

      Beschreibung: Durch den sehr geringen Ölpreis wurde die Inflationsrate in Österreich im Dezember 2014 deutlich nach unten gedrückt.

      letzte Bearbeitung war am: 01. 01. 2020