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Inflation in Österreich im April 2016

Inflation sinkt auf 0,5 %

Die Inflationsrate in Österreich sank im Monat April 2016 auf 0,5 %, wie die Statistik Austria errechnet hat. Das ist die niedrigste Inflationsrate seit dem Oktober 2009 und ein weiteres Absinken nach dem März, der mit 0,7 % bereits auf niedrigerem Niveau stattgefunden hatte. Die Treibstoffe sind natürlich weiterhin der Preisdämpfer, aber auch geringere Preisdynamik in anderen Ausgabengruppen haben diese niedrige Inflation möglich gemacht.

Beim Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf sank der Wert um 1,8 %, beim Mikrowarenkorb für den typischen Tageseinkauf stieg er hingegen um 1,4 %. Der große Unterschied ist die Gewichtung, weil beim Wocheneinkauf Treibstoff mehr ins Gewicht fällt als beim Tageseinkauf.

Inflation im April 2016: Hauptpreistreiber

Im Jahresvergleich war die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" der Hauptpreistreiber und zwar wie schon in den Monaten davor durch die Teuerungen bei den Dienstleistungen. Die Bewirtungsdienstleistungen waren im Vergleich zum April 2015 um 3,4 % teurer geworden, die Beherbergungsdienstleistungen um 2,3 %. Insgesamt verteuerte sich die Ausgabengruppe um 3,3 %.

Inflation April 2016

Weitere Ausgabengruppen

Bei der Ausgabengruppe "Gesundheitspflege" gab es einen durchschnittlichen Preisanstieg von 2,7 %, was vor allem den teureren Preisen für Ambulante Dienstleistungen geschuldet war, die um 3,4 % im Preis anzogen. Auch die Krankenhausdienstleistungen stiegen um 2,6 % im Vergleich zum Vorjahr.

Die Gruppe "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" stieg um 1,3 %, wobei die Versicherungsdienstleistungen um 1,8 % teurer waren als im April 2015. Dieser Unterschied war im März noch bei 2,1 % gelegen. Eine Entwicklung nach unten gibt es bei "Freizeit und Kultur" mit durchschnittlich 1,1 % Preissteigerungen, denn die Pauschalreisen waren im April nur noch 3,1 % teurer als im Jahr davor, im März war noch ein Unterschied von 5,5 % zu Buche gestanden.

Kaum mehr eine Rolle spielen "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" mit einem Preisanstieg von 0,9 % im Vergleich zum April 2015. Die Gruppe, die lange Zeit die Inflation durch deutlich teurere Preise mitbestimmt hatte, weist wohl einige Unterschiede auf wie ein um 5,7 % teureres Obst und um 3,0 % teureres Gemüse, doch dafür wurden Milch, Käse und Eier um 1,9 % günstiger.

Ein schwieriges Thema ist weiterhin "Wohnung, Wasser, Energie". Insgesamt gab es nur einen Preisanstieg von 0,3 %, aber das große Aber ist die Tatsache, dass die Mieten weiterhin um 2,7 % teurer wurden, umgekehrt die Energie vor allem durch das Heizöl günstiger, womit sich die Gruppe ausgleicht. Zahlt man Miete, nutzt aber kein Heizöl, ist das wenig hilfreich. Zahlt man keine Miete und nutzt Heizöl, dann profitiert man sehr stark. Das Heizöl wurde um 24,2 % günstiger als im April 2015, auch die Fernwärme wurde um 0,8 % günstiger, Gas um 0,2 %, nur Strom verteuerte sich um 1,1 %.

Inflation im April 2016: Preisdämpfer

Einmal mehr spielt der Ölpreis eine Hauptrolle bei der Berechnung der Inflation. Waren die Treibstoffe samt Heizöl meist der Grund für eine hohe Inflationsrate, so ist dies seit Monaten umgekehrt, weil das Öl an den Börsen so günstig ist wie schon Jahre nicht mehr. Im April 2016 waren die Treibstoffe um 13,5 % günstiger als im April des Vorjahres. Die Reparaturen der Fahrzeuge verteuerten sich um 3,4 %, insgesamt war die Ausgabengruppe Verkehr um 3,6 % im Schnitt günstiger geworden.

Datenquelle: http://www.statistik.at

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Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2016

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      Inflationsrate April 2016Artikel-Thema: Inflation in Österreich im April 2016

      Beschreibung: Die Inflationsrate in Österreich sank im April 2016 auf 0,5 % und war damit so niedrig wie zuletzt im Oktober 2009, als man auf 0,2 % kam.

      letzte Bearbeitung war am: 17. 09. 2020