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Inflation in Österreich im April 2015

Miete teuer, Treibstoff günstig

Die Inflationsrate in Österreich betrug im Monat April 2015 laut Berechnungen der Statistik Austria wieder 1,0 % - ein Wert, der schon im März 2015 gegeben war. Das Spiel ging weiter, denn die Mieten waren Preistreiber, die Treibstoffe die Preisbremse und unterm Strich hat man den Wert von 1,0 % erreicht. Allerdings ist schon anzumerken, dass ohne Treibstoffe die Inflationsrate bei 1,4 % läge und das ist im EU-Vergleich ein sehr hoher Wert.

Bei den Pensionistenhaushalte wurde 1,2 % errechnet, ein Absinken von 1,3 % im März, aber dennoch ein deutlich höherer Wert, wofür die teureren Gesundheitsprodukte und auch Versicherungen prägend sind, während die Treibstoffe weniger Rolle spielen. Beim Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf sank der Wert auf minus 0,6 %, lag im März aber bei minus 1,1 %. Der Mikrowarenkorb für den täglichen Einkauf lag bei 1,0 %, war im März bei 1,1 % gelegen.

Inflationsrate im April: Preistreiber

Der Preistreiber schlechthin bleiben die Mieten und damit die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" mit durchschnittlich 1,4 % teureren Preisen. Vor allem der Anstieg der Mieten um 5,0 % ist hier zu nennen - ein Thema, das die Inflationsberechnung seit Monaten beschäftigt. Die Betriebskosten stiegen auch um 2,8 %. Relativiert wurden die Anstiege durch die Energiekosten, vor allem natürlich durch Heizöl, das aufgrund des günstigen Ölpreises um 16,1 % günstiger war als im April 2014. Gas wurde auch um 0,3 % günstiger, Strom stieg um 0,3 %, die festen Brennstoffe um 1,0 % und die Fernwärme deutlich um 4,1 %.

Inflation April 2015

Weitere Ausgabengruppen

Bei "Restaurants und Hotels" stiegen die Preise um 3,0 % und zwar vor allem wieder durch teurere Bewirtungsdienstleistungen von 3,1 % und Beherbergungsdienstleistungen um 0,8 %.

Bei "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" stiegen die Preise um 1,9 % an, vor allem wegen der teureren Versicherungsdienstleistungen um 1,8 %.

Bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" stiegen die Preise um 1,3 %, wobei Fleisch um 2,2 % mehr kostete als im April 2014, Brot und Getreideprodukte um 2,0 % und Gemüse um 1,7 %. Obst wurde um 0,8 % teurer, dafür Milch, Käse und Eier um 0,9 % günstiger. Bei den alkoholfreien Getränken stieg der Bohnenkaffee im Jahresvergleich um 8,8 % deutlich an.

Inflationsrate im April: der Preisdämpfer

Wie schon seit Monaten dämpft der geringe Ölpreis an den internationalen Börsen die Ausgabengruppe "Verkehr" und damit die gesamte Inflationsrate. In Summe gingen die Preise im Vergleich zum April 2014 um 2,7 % zurück. Die Treibstoffe sanken im Preis um 10,4 %. Reparaturen kosteten um 3,1 % mehr als vor einem Jahr.

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Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2015

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      Inflationsrate April 2015Artikel-Thema: Inflation in Österreich im April 2015

      Beschreibung: Preisentwicklung in Österreich: die Inflationsrate im April 2015 betrug wie im März davor 1,0 %, wobei die günstigen Treibstoffe dazu beitrugen.

      letzte Bearbeitung war am: 17. 09. 2020