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Inflationsrate bleibt im November 2020 bei 1,3 %

Wohnkosten weiter Preistreiber Nummer eins

Die Inflationsrate in Österreich betrug laut Berechnungen der Statistik Austria im November die gleichen 1,3 % wie auch schon im Oktober. Ohne den Preissteigerungen im Bereich vom Wohnen wäre die Inflationsrate sogar unter der Prozentmarke gelegen und damit auf moderatem Niveau.

Ganz anders sieht die Lage beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf aus, denn dort wurde ein Wert von 3,3 % erhoben, wie er schon für den Oktober gegeben war. Die Preissteigerungen bei den Lebensmitteln wirken sich hier stark aus, Preislinderungen durch den günstigen Ölpreis hingegen nicht. Beim Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf gab es einen Rückgang von 0,7 % nach 0,8 % im Oktober 2020.

Inflationsrate im November 2020: Hauptpreistreiber

Seit vielen Monaten ist die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" der Hauptpreistreiber pro Monat und das war im November 2020 nicht viel anders. Die Preise stiegen im Durchschnitt um 2,1 % an, wobei die Mieten mit einer Erhöhung von 5,6 % besonders aufgefallen sind. Sie stiegen schon in den letzten Monaten deutlich an und diese Dynamik scheint sich sogar noch zu verstärken. Die Instandhaltung der Wohnungen verteuerte sich um 2,7 %.

Bei der Haushaltsenergie gab es einen Rückgang von 2,7 %, wobei das Minus von 31,0 % beim Heizöl im Jahresvergleich den Schnitt deutlich gedrückt hatte. Aber auch Gas wurde um 2,4 % günstiger, die Fernwärme um 1,6 % und die festen Brennstoffe um 1,1 %. So wie in den Vormonaten deutlich teurer wurde der Strom mit einem Plus von 5,1 % im Jahresvergleich.

Weitere Ausgabengruppen im Jahresvergleich

In der Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" gab es einen Anstieg von 2,7 %. Die Nahrungsmittel selbst stiegen mit dem gleichen Wert im Vergleich zum November 2019 an. Fleisch wurde um 3,2 % teurer, Obst gar um 6,6 % und Gemüse um 4,7 %. Die Preise für Milch, Eier und Käse wurden um 3,0 % höher, Brot und Getreideprodukte kosteten um 1,1 % mehr. Die alkoholfreien Getränke verteuerten sich um 2,6 %.

In der Ausgabengruppe "Verkehr" gab es einen Preisrückgang von 3,1 %, wobei die Treibstoffe um 16,3 % günstiger waren als im November 2019. Auch die Flugtickets kosteten um 21,8 % weniger. Neue Kraftwagen verteuerten sich um 4,8 % und die Reparaturen an privaten Verkehrsmittel wurden auch um 3,0 % teurer.

Bei "Nachrichtenübermittlung" gab es einen Rückgang von 2,0 % bei den Preisen. Die Mobiltelefone wurden um 8,3 % günstiger, die Dienste für Telefon und Fax um 0,8 %.

Datenquelle: https://www.statistik.at

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Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2020

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    Inflationsrate November 2020Artikel-Thema: Inflationsrate bleibt im November 2020 bei 1,3 %

    Beschreibung: Die Inflationsrate in Österreich betrug im November 2020 den Wert 1,3 %, der schon im Oktober gegeben war - ohne Wohnkosten wäre er noch niedriger.

    letzte Bearbeitung war am: 20. 01. 2021