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Inflationsrate in Österreich im Juni 2020 bei 1,1 %

Lebensmittel haben stark angezogen

Die Inflation in Österreich hatte im Mai 2020 mit 0,7 % Inflationsrate einen der niedrigsten Werte seit langer Zeit erreicht, wobei durch die Corona-Krise die Treibstoffe sowie das Heizöl sehr günstig geworden waren. Der Ölpreis war an der Börse im Keller und er war im Juni 2020 auch nicht viel höher. Daher errechnete die Statistik Austria für den Monat Juni 2020 für Österreich eine Inflationsrate von 1,1 %, womit sie wieder gestiegen ist, aber im moderaten Rahmen.

Auffällig war, dass bei den Lebensmittel die Preise deutlich angezogen haben. Das fällt stark beim Mikrowarenkorb ins Gewicht, der den typischen täglichen Einkauf zum Thema hat. Hier sind die Nahrungsmittel im Fokus und so stieg der Mikrowarenkorb um 3,6 % im Vergleich zum Juni 2019, im Mai war der Vergleich noch mit 2,1 % ausgefallen. Beim Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf gab es hingegen ein Minus von 1,7 % nach einem noch stärkeren Minus von 3,1 % im Mai. Das liegt vor allem auch daran, dass hier die Treibstoffe eine große Rolle spielen.

Inflation im Juni 2020: Hauptpreistreiber

Einmal mehr war die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" der Hauptpreistreiber in Österreich mit durchschnittlich 2,3 % höheren Preisen. Die Mieten wurden um 3,7 % teurer, die Instandhaltung der Wohnungen kostete um 3,0 % mehr als im Juni 2019. Bei der Haushaltsenergie gab es hingegen ein leichtes Minus von 0,5 %. Der Heizölpreis ging um satte 24,3 % zurück, dafür war Strom wie in den Vormonaten mit 5,5 % empfindlich teurer geworden. Die festen Brennstoffe kosteten um 0,7 % mehr, die Fernwärme um 0,8 %, Gas wurde um 1,2 % günstiger.

Inflation Juni 2020

Weitere Ausgabengruppen im Jahresvergleich

In der Gruppe "Restaurants und Hotels" gab es die fast schon üblichen 3,0 % Preissteigerung aufgrund der Dienstleistungen. Die Bewirtungsdienstleistungen stiegen um 3,3 %, die Beherbergungsdienstleistungen verteuerten sich hingegen nur noch um 0,5 %. Sehr lange war auch dieser Wert bei 3,0 % ermittelt worden.

Mehr Dynamik entstand bei der Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" mit durchschnittlich 2,9 % teureren Preisen. Im Mai war der Vergleichswert mit 1,3 % noch deutlich niedriger. Die Nahrungsmittel insgesamt waren um 3,0 % teurer geworden, wobei Fleisch um 6,1 % mehr kostete als vor einem Jahr und Obst wurde um 7,6 % empfindlich teurer. Milch, Käse und Eier kosteten um 3,0 % mehr. Brot und Getreideprodukte waren um 1,3 % gestiegen, Gemüse blieb unverändert, die alkoholfreien Getränke verteuerten sich um 1,7 %.

In der Ausgabengruppe "Nachrichtenübermittlung" gab es einen Preisrückgang von 2,5 %. Die Preise für Telefon- und Telefaxdienste wurden um 1,5 reduziert, die Handys kosteten um 8,4 % weniger.

Einen Rückgang gab es auch bei "Bekleidung und Schuhe" um 1,7 %, da vor allem die Bekleidung um 2,3 % im Jahresvergleich günstiger wurde.

Und schließlich gingen auch die Preise in der Ausgabengruppe "Verkehr" um durchschnittlich 3,1 % zurück. Die Treibstoffe verbilligten sich um 18,2 % - im Mai waren es noch 21,1 % gewesen. Neue Kraftwagen verteuerten sich hingegen um 3,5 %, die Reparaturen um 3,6 %.

Datenquelle: https://www.statistik.at

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Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2020

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    Inflationsrate Juni 2020Artikel-Thema: Inflationsrate in Österreich im Juni 2020 bei 1,1 %

    Beschreibung: Die Inflationsrate stieg in Österreich im Juni 2020 auf 1,1 % nach sehr niedrigen 0,7 % im Mai, wobei vor allem die Lebensmittelpreise gestiegen waren.

    letzte Bearbeitung war am: 17. 09. 2020