Sie sind hier: Startseite -> Wirtschaft -> Inflation Österreich -> Jänner 2021

Inflation sinkt im Jänner 2021 auf 0,8 %

Lebensmittel wurden günstiger

Die Inflation in Österreich hatte sich in den letzten Monaten des Jahres 2020 abgeflacht und war im Dezember auf 1,2 % gesunken. Diese Entwicklung erfuhr laut Berechnungen der Statistik Austria im Jänner 2021 und damit zu Jahresbeginn eine deutliche Dynamik, denn die Inflationsrate des Jänner 2021 betrug nur noch 0,8 %.

Der wesentliche Faktor dabei war der Preisrückgang bei den Lebensmitteln, die im Dezember noch über 3 % teurer waren als im Vorjahresmonat.

Abseits der allgemeinen Inflationsrate ist auch jene vom Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf interessant. Dabei gab es einen Anstieg von 2,1 % nach 2,6 % im Dezember. Also wirken sich hier die Lebensmittel ebenfalls stark aus. Beim Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf inklusive Tanken gab es hingegen einen Rückgang von 0,7 % nach ähnlichen 0,8 % im Dezember.

Inflationsrate im Jänner 2021: Hauptpreistreiber

Neues Jahr, aber alter Hauptpreistreiber. Die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" erhöhte sich im Schnitt um 2,1 %. Weiterhin stiegen die Mieten mit 5,4 % enorm an, die Instandhaltung der Wohnungen wurde um 1,8 % teurer.

Eine sehr widersprüchliche Entwicklung gab es zum Jahresende 2020 hin bei der Haushaltsenergie und das setzt sich 2021 fort. Die Haushaltsenergie als Ganzes wurde um 0,5 % günstiger. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Heizöl um 21,9 % günstiger wurde als im Jänner 2020. Feste Brennstoffe wurden um 2,0 % günstiger, die Fernwärme um 0,9 %. Ganz anders sieht es beim Strom aus, denn auch im Jänner 2021 stiegen die Preise mit 5,2 % im Jahresvergleich deutlich an. Gas wurde um 0,2 % teurer.

Weitere Ausgabengruppen im Jahresvergleich

In der Ausgabengruppe "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" gab es einen durchschnittlichen Preisanstieg von 1,4 %. Vor allem bei den Versicherungen gab es einen Preisanstieg von 1,3 %.

Bei "Bekleidung und Schuhe" erhöhten sich die Preise um 1,7 %. Die Bekleidungsartikel kosteten im Jänner 2021 um 2,3 % mehr, die Schuhe verteuerten sich um 1,6 %. Normalerweise ist diese Gruppe seltener genannt, aber der Schlussverkauf fand wegen der Pandemie diesmal kaum statt.

In der Ausgabengruppe "Verkehr" gab es einen Preisrückgang von 1,7 %. Die Treibstoffe kosteten um 11,3 % weniger als im Jänner 2020, allerdings schwächt sich dieser Effekt langsam ab. Im Dezember lag der Vergleich noch bei 13,6 %. Die Flugtickets kosteten um 9,5 % weniger. Neue Kraftwaren wurden hingegen um 2,6 %, die Reparaturen privater Verkehrsmittel erhöhten sich um 3,4 %.

Deutlich abgeschwächt wurde die Inflation durch die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke", denn im Schnitt gingen die Preise um 1,1 % zurück. Die Nahrungsmittel kosteten um die gleichen 1,1 % weniger als im Jänner 2020. Das ist insofern interessant, als es im Dezember 2020 noch einen Anstieg von 3,1 % gab. Kostete das Fleisch im Dezember noch 3,6 % mehr, so wurde es im Jänner um 2,3 % günstiger.

Die Preise für Milch, Käse und Eier ging um 0,2 % zurück, für Gemüse um 0,1 %. Fisch kostete um 5,2 5 weniger. Nur das Obst blieb mit 1,5 % preiserhöhend. Die alkoholfreien Getränke wurden auch um 0,6 % günstiger.

Datenquelle: https://www.statistik.at

Lesen Sie auch

Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2021

  • Jänner 2021

Diesen Artikel teilen

  • bei Whatsapp teilen
  • bei Facebook teilen
  • bei Pinterest teilen
  • bei Twitter teilen
  • Artikel ausdrucken

    Infos zum Artikel

    Inflationsrate Jänner 2021Artikel-Thema: Inflation sinkt im Jänner 2021 auf 0,8 %

    Beschreibung: Die Inflationsrate in Österreich ist im Monat Jänner 2021 deutlich auf 0,8 % gesunken, wofür hauptsächlich die Nahrungsmittel verantwortlich waren.

    letzte Bearbeitung war am: 23. 02. 2021