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Inflationsrate stieg im Jänner 2020 auf 2,0 %

Ölpreis veränderte die Sachlage

Gegen Ende 2019 sank die Inflationsrate in Österreich recht deutlich unter die Marke von 2,0 % und lag etwa im Dezember bei 1,7 %. Aber entgegen der Erwartungen stieg die Inflationsrate im Jänner 2020 nach Berechnungen der Statistik Austria auf 2,0 % an. Wesentlich dafür war ein Preisanstieg bei den Treibstoffen, die Preistreiber blieben die Wohnkosten und die Dienstleistungen.

Beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf gab es einen Anstieg von 1,4 %, nachdem im Dezember nur ein Wert von 0,3 % berechnet worden war. Auch beim Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf lag der Wert im Jänner 2020 mit 1,8 % deutlich über den 0,7 % vom Dezember.

Inflation Jänner 2020 in Österreich: Hauptpreistreiber

Weiterhin ist die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" der Hauptpreistreiber mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von 3,0 %. Die Instandhaltungen der Wohnungen kosteten auch 3,0 % mehr als im Jänner 2019, die Mieten stiegen mit 2,7 % nicht mehr ganz so stark wie noch in den letzten Monaten, die Haushaltsenergie verteuerte sich hingegen mit 3,7 % erheblich.

Inflation Jänner 2020

Vor allem Strom verteuerte sich um 6,5 %, Heizöl um 2,7 %, feste Brennstoffe um 3,0 %. Auch der Preis bei der Fernwärme stieg um 0,8 % an, nur Gas wurde um 0,9 % günstiger.

Weitere Ausgabengruppen

In schöner Tradition ist "Restaurants und Hotels" zu nennen, weil einmal mehr die Preise dank der Dienstleistungen um 3,1 % gestiegen sind. Gegenüber dem Jänner 2019 erhöhten sich die Bewirtungsdienstleistungen um 3,2 %, die Beherbergungsdienstleistungen stiegen nicht mehr ganz so stark mit 2,0 %.

Bei der Ausgabengruppe "Verkehr" gab es einen Anstieg von 2,4 %. Spürbar teurer wurden die neuen Kraftwagen mit 4,4 % gegenüber dem Jänner 2019. Die Treibstoffe kosteten um 2,7 % mehr als im Jänner 2019 - im Dezember 2019 gab es im Jahresvergleich noch einen Preisrückgang von 2,3 %. Die Reparaturen wurden auch mit 4,2 % deutlich teurer.

In der Ausgabengruppe "Freizeit und Kultur" gab es durchschnittlich um 1,9 % höhere Preise. Auch hier sind die Freizeit- und Kulturdienstleistungen mit einem Plus von 2,6 % zu nennen.

"Waren und Dienstleistungen" wurde auch durchschnittlich um 2,1 % teurer. Hier waren die Produkte für die Körperpflege um 2,2 % teurer geworden, die Versicherungen kosteten um 1,3 % mehr.

Weiterhin moderat steigen die Preise bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" um 1,2 %. In gleicher Höhe stiegen die Preise bei den Lebensmittel selbst. Fleisch verteuerte sich um 3,8 %, Brot und Getreideprodukte um 1,6 %, Fisch um 7,1 %. Milch, Käse und Eier waren fast preisstabil mit einem Minus von 0,1 %. Obst wurde um 0,5 % günstiger, Gemüse um 1,2 %. Öle und Fette wurden um 5,9 % günstiger, die Butter gar um 11,9 %. Alkoholfreie Getränke wurden um 0,8 % teurer.

Datenquelle: http://www.statistik.at

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Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

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    letzte Bearbeitung war am: 17. 09. 2020