Sie sind hier: Startseite -> Wirtschaft -> Inflation Österreich -> Februar 2021

Inflation durch höheren Ölpreis auf 1,2 % gestiegen

Treibstoffe haben wieder angezogen

Im Jänner 2021 gab es mit einer Inflationsrate von 0,8 % einen sehr geringen Wert, weil die Lebensmittelpreise nach gegeben haben. Die Statistik Austria errechnete für den Februar 2021 aber einen Anstieg auf 1,2 % und hier spielte der Ölpreis eine zentrale Rolle. Denn das Öl war aufgrund der Corona-Pandemie lange Zeit wenig nachgefragt und so war der Ölpreis sehr gering. Da nun immer mehr Länder aktiv gegen Corona impfen, spekulieren viele über eine baldige Rückkehr zur Normalität und sie spekulieren gerne beim Ölpreis, was den Preis in die Höhe getrieben hat. Das hat natürlich Folgen für das Tanken und Heizen mit Heizöl.

Der Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf stieg deutlicher auf 1,8 %, lag aber im Jänner mit 2,1 % noch höher. Der Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf stieg um 1,0 %, nachdem er im Jänner noch bei einem Minus von 0,7 % lag.

Inflation im Februar 2021: Hauptpreistreiber

Die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" wies durchschnittlich um 2,6 % höhere Preise aus als im Februar 2020. Die Mieten stiegen mit 5,4 % wieder sehr stark, die Instandhaltung der Wohnungen verteuerte sich im Jahresvergleich um 2,0 %.

In den letzten Monaten war die Haushaltsenergie je nach Situation sehr auffällig. Heizöl war natürlich sehr günstig, aber der Strom zog stark an. Im Februar 2021 gab es eine Preissteigerung von generell 1,8 %. Das Heizöl kostete zwar noch immer um 8,8 % weniger als vor einem Jahr, aber im Jänner war der Unterschied mit 21,9 % noch viel höher. Der Strom zog mit 5,6 % deutlich an, Gas wurde um 1,0 % teurer, feste Brennstoffe und die Fernwärme wurden hingegen um 0,9 % günstiger.

Weitere Ausgabengruppen im Jahresvergleich

Bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" gab es einen Preisanstieg von 1,6 %. Die Nahrungsmittel wurden im Schnitt um 1,3 % teurer, nachdem sie im Jänner noch um 1,1 % günstiger waren. Gemüse wurde im Februar 2021 um 4,8 % teurer, Fleisch war praktisch preisstabil. Die alkoholfreien Getränke verteuerten sich gegenüber dem Februar 2020 um 4,2 %.

Die Ausgabengruppe "Verkehr" wies einen Preisanstieg von 0,4 % im Schnitt aus. Neue Kraftwagen kosteten um 2,7 % mehr, die Reparaturen von privaten Verkehrsmitteln wurden um 3,4 % teurer. Die Treibstoffe waren immer noch um 5,2 % günstiger als im Februar 2020, aber im Jänner war der Vergleich noch bei -11,3 % gelegen.

Ein seltener Gast im monatlichen Bericht zur Inflationsrate ist die Ausgabengruppe "körpernahe Dienstleistungen". Da Dienstleister wie Friseursalon oder Kosmetiksalon wegen des harten Lockdowns lange geschlossen hielten, wurden offenbar die Preise angepasst. Nach dem Öffnen im Februar 2021 verteuerten sich die Preise im Durchschnitt um 3,3 % gegenüber dem Vorjahresfebruar. Friseurleistungen für die Herren und Kinder wurden gar um 6,0 % teurer, für die Damen um 3,2 %. Die Preise für Maniküren, Pediküren und Massagen kosteten um 2,7 % mehr als im Februar 2020.

Ein anderer Trend war bei "Bekleidung und Schuhe" ermittelt worden. In dieser Ausgabengruppe gab es um 2,5 % geringere Preise. Die Bekleidung wurde um 2,3 % günstiger, die Schuhe um 1,7 %. Das lag wohl an einem späteren Winterschlussverkauf, der zum normalen Termin wegen geschlossener Geschäfte nicht möglich war.

Datenquelle: https://www.statistik.at

Lesen Sie auch

Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2021

Diesen Artikel teilen

Infos zum Artikel

Inflationsrate Februar 2021Artikel-Thema: Inflation durch höheren Ölpreis auf 1,2 % gestiegen

Beschreibung: Die Inflation ist in Österreich im Februar 2021 auf 1,2 % Inflationsrate gestiegen, weil der Ölpreis wieder angezogen hat und damit die Kosten für Treibstoff und Heizöl.

letzte Bearbeitung war am: 16. 04. 2021

Kategorien

Freizeit
Veranstaltungen
Unterhaltung
Freizeit/Urlaub
Hobbys

Leben und Alltag
Auto / Verkehr
Wetter / Natur
Lebensmittel
Wohnlexikon
Modelexikon

Wirtschaft und Gesellschaft
Wirtschaft
Politik/Bildung