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Inflationsrate stieg im Februar 2020 auf hohe 2,2 %

Lebensmittel haben angezogen, Wohnen weiter teuer

Schon der Jänner 2020 überraschte bei der Inflationsrate in Österreich mit dem hohen Wert von 2,0 %, nachdem es im Herbst 2019 deutlich geringere Inflationsraten gegeben hatte. Der Februar 2020 setzte dem noch eines drauf und erhöhte sich auf 2,2 %, wobei vor allem die Lebensmittel zum Preistreiber wurden - jene Lebensmittel, die in den letzten Monaten bei der Inflation so gut wie gar keine Rolle mehr gespielt hatten.

Diese neue Entwicklung zeigt sich auch beim Mikrowarenkorb, der den typischen täglichen Einkauf repräsentiert. Denn dabei spielen die Lebensmittel eine Hauptrolle und dieser Warenkorb stieg auf 2,2 % nach 1,4 % im Jänner und damit auf das gleiche Niveau wie die allgemeine Inflationsrate. Beim Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf gab es hingegen mit 1,7 % sogar einen leicht niedrigeren Wert als im Jänner, als 1,8 % errechnet worden waren.

Preistreiber im Februar 2020

Einmal mehr war der Preistreiber die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" mit durchschnittlich 2,8 % höheren Preisen. Die Instandhaltung kostete um 3,1 % mehr, die Mieten stiegen um 2,9 % an. Im Jahresvergleich wurde die Haushaltsenergie um 2,4 % teurer. Vor allem beim Strom stieg der Preis mit 6,5 % deutlich an. Feste Brennstoffe kosteten um 2,2 % mehr, die Fernwärme um 0,8 %. Günstiger wurde wieder das Gas mit 0,9 % Deutlich zurück gingen die Preise beim Heizöl um 7,6 %, da der Ölpreis durch die Coronakrise schon im Februar stark zurückgegangen ist - ein Trend, der sich in der Inflationsrate im März 2020 noch viel stärker auswirken wird.

Weitere Ausgabengruppen

Bei "Restaurants und Hotels" gab es die fast schon üblichen 3,4 % Preissteigerungen aufgrund der Dienstleistungen. Die Bewirtungsdienstleistungen wurden um 3,5 % teurer, die Beherbergungsdienstleistungen um 2,4 %.

Auch bei "Freizeit und Kultur" standen die Dienstleistungen im Mittelpunkt. Die Ausgabengruppe hatte durchschnittlich um 2,7 % höhere Preise als im Februar 2019, die Kulturdienstleistungen alleine verteuerten sich um 2,6 %. Pauschalreisen wurden um 5,4 % teurer.

In der Ausgabengruppe "Verkehr" gab es um 1,8 % höhere Preise, wobei neue Kraftwagen 4,0 % teurer waren als im Februar des Vorjahres. Die Reparaturen privater Verkehrsmittel waren gar um 4,4 % teurer. Die Treibstoffe stiegen nur um 0,2 % und waren fast preisstabil.

Einen Preisschub gab es bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" mit durchschnittlich 1,8 % höheren Preisen. Das klingt zwar nicht so viel, aber Lebensmittel braucht man täglich und daher wirken sich solche Veränderungen stärker aus als etwa teurere Reparaturen. Im Jänner waren die Lebensmittel noch um 1,2 % teurer geworden, im Februar waren dies 2,0 %. Fleisch wurde um gleich 5,6 % teurer, Brot und Getreideprodukte um 1,9 %, Fisch um 6,4 %. Die Preise für Milch, Käse und Eier stiegen um 1,3 %, Obst wurde um 0,5 % teurer. Gemüse war um 0,9 % günstiger als im Februar 2019.

Die Preise für Öle und Fette gingen um 6,4 % zurück, bei Butter gar um 12,5 %. Die alkoholfreien Getränke kosteten um 1,0 % mehr.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 18. März 2020]

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Inflation in Österreich im Februar 2020Artikel-Thema:
Inflationsrate stieg im Februar 2020 auf hohe 2,2 %
letztes Datum:
18. 03. 2020

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