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Inflationsrate sank im August 2020 auf 1,4 %

Sommerschlussverkauf sorgte für Abschwächung

Die Inflationsrate in Österreich lag im Juli 2020 bei recht hohen 1,7 %, sank aber im August 2020 laut Berechnungen der Statistik Austria auf 1,4 %. Der doch deutliche Rückgang ist nicht in den typischen Ausgabengruppen wie Wohnen oder Verkehr zu finden, sondern bei der Bekleidung mit dem doch noch stärkeren Sommerschlussverkauf, der im Juli noch nicht aufgrund der Corona-Situation sich entfalten konnte. Im August war die Dynamik stärker.

Beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf gab es einen starken Preisschub von 4,0 %, auch im Juli war schon ein Wert von 3,9 % gegeben. Beim Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf gab es ein Minus von 0,6 % nach einem noch stärkeren Minus von 1,0 % im Juli. Der Unterschied ist einfach durch den Treibstoff gegeben, denn der wirkt sich beim Mikrowarenkorb nicht so aus, Preisveränderungen bei Lebensmittel sind daher sehr viel stärker abgebildet.

Inflation im August 2020: Hauptpreistreiber

Die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" erhöhte sich wie im Juli um 2,3 %, wobei die Mieten im Vergleich zum August 2019 gleich um 4,6 % gestiegen sind. Die Instandhaltung der Wohnung verteuerte sich um 3,2 %. Günstiger wurde die Haushaltsenergie um 1,2 %. Dabei war der Preisrückgang beim Heizöl von 26,4 % hauptverantwortlich. Gas wurde auch um 1,4 % günstiger, die Fernwärme um 0,8 % und auch die festen Brennstoffe wurden leicht um 0,5 % billiger. Teurer waren wieder die Strompreise um gleich 5,4 % im Jahresvergleich.

Inflation August 2020

Weitere Ausgabengruppen im Jahresvergleich

In der Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" gab es einen Anstieg von 3,2 %, was aber fast ausschließlich den teureren Bewirtungsdienstleistungen geschuldet ist. Diese wurden im Vergleich zum August 2019 um 3,7 % teurer. Die Beherbergungsdienstleistungen wurden hingegen um 0,8 % günstiger.

Die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" verzeichnete einen Anstieg von 2,4 %, die Nahrungsmittel selbst haben auch eine Erhöhung von 2,4 % ausgewiesen. Fleisch wurde um 3,4 % teurer, Obst gar um 7,2 %. Milch, Käse und Eier kosteten um 3,1 % mehr als vor einem Jahr. Die alkoholfreien Getränke verteuerten sich um 2,7 %.

In der Ausgabengruppe "Bekleidung und Schuhe" gab es einen Preisrückgang von 1,3 %. Im Juli gab es in dieser Gruppe noch ein starkes Plus von 3,4 %. Die Bekleidungsartikel waren im Vergleich zum August 2019 um 2,2 % günstiger geworden. Die Schuhe kosteten hingegen um 1,1 % mehr.

Weiterhin rückläufig sind die Preise in der Ausgabengruppe "Verkehr" mit einem Minus von 2,2 %, wobei natürlich die aktuell günstigen Treibstoffe der Hauptgrund waren. Sie waren im August um 14,0 % günstiger als im August 2019, allerdings war der Rückgang im Juli mit 15,3 noch deutlicher ausgefallen. Neue Kraftwagen kosteten um 3,8 % mehr, die Reparaturen waren auch um 3,4 % angestiegen.

Datenquelle: https://www.statistik.at

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Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2020

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    Inflationsrate August 2020Artikel-Thema: Inflationsrate sank im August 2020 auf 1,4 %

    Beschreibung: Die Inflationsrate im August 2020 sank auf 1,4 % nach 1,7 % im Juli, womit die Inflation weiter klar unter 2,0 % bleibt.

    letzte Bearbeitung war am: 16. 10. 2020