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Inflationsrate sank im April 2020 weiter auf 1,5 %

Ölpreis reduzierte die Preise, Nahrungsmittel wurden teurer

Im März 2020 wurde die Wirtschaft in Österreich heruntergefahren, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, was nachträglich betrachtet auch funktioniert hatte. Aber für die Unternehmen war die Sachlage eine Katastrophe. Bei der Inflation hatte man im März noch nicht viel gemerkt, auch wenn die Inflationsrate auf 1,6 % gesunken war.

Dieser Rückgang wurde im April 2020 durch die Berechnungen der Statistik Austria bestätigt, denn die Inflationsrate ging noch weiter auf 1,5 % zurück. Gerade der Absturz beim Ölpreis an der Börse war ein Thema, aber dafür stiegen die Preise weiterhin im Wohnbereich und auch bei den Nahrungsmitteln, die lange Zeit keine Rolle mehr gespielt hatten. Schwierig war auch die Ermittlung der Inflation für die Statistik Austria selbst, weil die üblichen Preisermittlungen zum Großteil gar nicht funktionieren konnten und man sich auf Online-Methoden und bekannte ältere Werte beziehen musste.

Beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf gab es einen deutlich höheren Anstieg mit 3,2 % als bei der normalen Inflationsrate, weil die Nahrungsmittel sich hier stärker auswirken. Im März war noch ein Wert von 2,4 % gegeben. Beim Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf gab es einen Rückgang von 1,1 %, da hier das Tanken auch eine Rolle spielt. Im März war der Rückgang mit 0,3 % deutlich geringer ausgefallen.

Hauptpreistreiber im April 2020 in Österreich

Weiterhin ein zentrales Thema ist "Wohnung, Wasser, Energie" mit durchschnittlich 2,3 % höheren Preisen. Die Instandhaltungen der Wohnungen wurden um 3,1 % teurer, die Mieten stiegen um 3,2 % an. Bei der Haushaltsenergie gab es sehr unterschiedliche Entwicklungen, sodass unterm Strich ein Gleichstand herauskam. Daher hängt es davon ab, welche Energieform man nutzt, um eine Aussage treffen zu können. Das Heizöl wurde um 23,6 % günstiger, der Strompreis stieg dafür um 7,0 % deutlich an. Die festen Brennstoffe kosteten 2,5 % mehr, die Fernwärme wurde um 0,8 % teurer, Gas hingegen um 0,9 % günstiger.

Weitere Ausgabengruppen

Die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" verteuerte sich spürbar um durchschnittlich 2,6 %. Die Nahrungsmittel selbst wurden um 2,7 % teurer. Fleisch wurde um 5,8 % teurer, Brot und Getreideprodukte verteuerten sich um 2,4 %, Milch, Käse und Eier wurden um 1,9 % teurer und auch der Fisch war um 6,7 % empfindlich teurer geworden. Obst kostete um 2,2 % mehr, Gemüse wurde hingegen um 1,5 % günstiger. Die alkoholfreien Getränke wurden auch um 1,4 % teurer.

Bei der Ausgabengruppe "Verkehr" gab es einen Rückgang der Preise um 1,6 %. Hier fielen natürlich die Treibstoffpreise stark auf, die um 14,7 % günstiger waren als im April 2019.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 20. Mai 2020]

Entwicklung Inflationsrate nach Jahr sortiert

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      Inflation in Österreich im April 2020Artikel-Thema: Inflationsrate sank im April 2020 weiter auf 1,5 %

      Beschreibung: Die Inflationsate in Österreich sank im April 2020 auf 1,5 %, nachdem sie im März 1,6 % betragen hatte. Treibstoff war sehr billig, Nahrungsmittel wurden teurer.

      letzte Bearbeitung war am: 20. 05. 2020