Sie sind hier: Startseite -> Wirtschaft -> Inflation Österreich -> Inflationsbericht 2020

Inflation und Inflationsrate in Österreich 2020

Entwicklung der Preise

Im Laufe des Jahres 2019 veränderte sich die Sachlage immer mehr, was die Inflationsrate in Österreich betraf. Denn der Preisdruck durch den Ölpreis war stark zurückgegangen und so sank auch die Inflationsrate zum Teil unter 1,5 %, was schon einige Jahre nicht mehr der Fall war. Dennoch zeigte sich einmal mehr, dass es sehr unterschiedliche Entwicklungen bei der Inflation gab und es davon abhängt, wie die eigene Situation sich darstellt, um daraus seine Schlüsse ziehen zu können.

Treibstoff günstiger, Wohnen und Dienstleistungen teurer

Denn durch den geringeren Ölpreis sanken die Preise bei Benzin und Diesel sowie beim Heizöl und das senkt automatisch auch die Inflationsrate, da man weiterhin vom Ölpreis abhängig ist. Anders sah die Lage weiterhin bei den Wohnungskosten aus, denn die Mieten sind Ende 2019 nicht mehr so stark angestiegen, aber mehr als 3 % waren es trotzdem. Etwa 3 % wurden Monat für Monat die Dienstleistungen auch teurer - fast schon ein Running Gag der letzten Jahre bei Hotels, Restaurants und auch bei den Kulturdienstleistungen.

Jahr 2020: weniger Wachstum erwartet

Die Entwicklung bei der Inflation kann auch in Österreich für das Jahr 2020 so interpretiert werden, dass ein Rückgang zu verzeichnen sein wird. Beim Ölpreis hat der Jahresbeginn 2020 überhaupt gedämpfte Erwartungen ausgelöst, weil durch den Coronavirus in China sank die Nachfrage deutlich. Die Wirtschaft sollte sich überhaupt einbremsen und so wird der Preisdruck generell ein schwächerer sein und die Inflation daher eher nach unten denn nach oben gehen.

Tatsächlich startete das Jahr 2020 in Österreich sehr hochpreisig mit Inflationsraten bis 2,2 %, ehe im März der Ölpreis in den Keller fiel und die Inflation vor allem wegen Treibstoffe und Heizöl auf 1,6 % nach unten korrigiert wurde. Diese Entwicklung blieb dann erhalten, wobei zum Jahresende hin mit 1,2 % im Dezember eine eher moderate Preissteigerung erreicht worden war.

Die Pandemie durch das Corona-Virus sorgte auch auf dem Feld der Inflationsrate für einige auffällige Situationen. Da ein Lockdown nach dem anderen kam und der Tourismus vor allem im Spätherbst und Frühwinter zum Erliegen kam, war die Nachfrage nach Ölprodukte überschaubar und so stürzten Treibstoffpreise und Heizölpreise ab. Auch die Fernwärme, die meist immer moderat teurer wurde, war plötzlich im Minus. Ganz anders war die Sachlage beim Strom, der im Herbst spürbar teurer wurde.

Und richtig nach oben gingen einmal mehr die Mietpreise mit Preissteigerungen von über 5 % im Jahresvergleich. Keine Rolle spielten hingegen die Dienstleistungen, die die letzten Jahre nach den Wohnkosten genannt wurden. Hotels und Restaurants sowie der Wirt ums Eck waren meist geschlossen und so gab es hier auch keine Möglichkeit zur Veränderung - oder keine Notwendigkeit.

Lesen Sie auch

Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2020

Diesen Artikel teilen

Infos zum Artikel

Inflation Österreich 2020Artikel-Thema: Inflation und Inflationsrate in Österreich 2020

Beschreibung: Entwicklung der Inflation in Österreich im Jahr 2020 auf Grundlage des Warenkorbs sowie die Monatsstatistiken inklusive Mikrowarenkorb und Miniwarenkorb

letzte Bearbeitung war am: 23. 02. 2021

Kategorien

Freizeit
Veranstaltungen
Unterhaltung
Freizeit/Urlaub
Hobbys

Leben und Alltag
Auto / Verkehr
Wetter / Natur
Lebensmittel
Wohnlexikon
Modelexikon

Wirtschaft und Gesellschaft
Wirtschaft
Politik/Bildung