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Zielpunkt

Zielpunkt: Vom LÖWA zum Plus

1967 wurde in Österreich die Filialkette LÖWA von LÖwe WAlter und Eisenberger Jenö gegründet. Dieses Filialnetz stellte die Basis zum späteren Unternehmen Zielpunkt dar, denn LÖWA wurde 1972 an die Tengelmann-Gruppe in Deutschland verkauft, die im Besitz der Plus WarenhandelsgesmbH und der Zielpunkt-Kette ist.

Zielpunkt: Funktion und Aufbau
Den ersten typischen Zielpunkt hat die Tengelmann-Gruppe im Jahr 1976 aufgebaut. Danach folgte eine rasche Expansion, wodurch Zielpunkt zu einer der größten Handelsketten in Österreich geworden ist. Insgesamt gibt es ungefähr 350 Filialen in Österreich, wobei ab Mitte der 1990er-Jahre viele dieser Filialen durch eigene Feinkostabteilungen, die durch Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Schirnhofer entstanden sind, erweitert wurden.

In der Zwischenzeit wurden viele der Zielpunktfilialen in Plus-Filialen umgewandelt, wodurch man sich näher an der deutschen Mutterfirma orientiert hatte und den Diskontgedanken stärker nach außen zeigt. Im Laufe der nächsten Monate und Jahre wurden weitere Filialen von der Zielpunkt-Schiene zu Plus umgestaltet, aber viele behielten auch den altbekannten Namen. Zudem kam es zu einem neuen Eigentümer im Jahr 2014, als C+C Pfeiffer die Filialen in Österreich übernahm.

Die Zielpunkt-Filialen sind nicht namentlich unterschiedlich definiert wie bei manchen Konkurrenten, es gibt sehr kleine Läden und auch großflächige Filialen, die den Platz auch für andere Waren als die Lebensmittel nutzen können.

Zielpunkt: Angebot im Handel
Zielpunkt steht bis zu seiner Insolvenz für Nahversorgung und Supermarkt gleichermaßen, wobei sowohl bekannte und beliebte Markenprodukte zu günstigen Preisen angeboten werden wie auch sehr günstige Eigenmarken. Schwerpunkt ist dabei die Frische der Waren, die Feinkostabteilung und damit die enge Zusammenarbeit mit Schirnhofer sowie das Kundenservice. Die Filialen sind unterschiedlich groß und daher gibt es solche, die rein als Nahversorger aktiv sind, andere bieten auch Non-Food-Waren an wie Blumen, Grillutensilien oder Freizeitbekleidung.

Zielpunkt: das Ende
Nur ein Jahr nach der Übernahme durch C+C Pfeiffer wurde per Ende November 2015 die Insolvenz Fakt, wobei nur Tage vor dem Monatsende diese bekanntgegeben wurde. Zielpunkt und seine knapp 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war damit Geschichte, wobei davon auszugehen war, dass viele Filialen von der Konkurrenz samt Personal übernommen werden würden. Den genauen Verlauf wird man aber wohl noch abwarten müssen.

In Summe waren alleine an Gehältern über fünf Millionen Euro an offenen Zahlungen ausständig, Zielpunkt war laut Aussage der Betreiber aber nicht mehr zu retten - schon zum Zeitpunkt der Übernahme nicht.



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