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Tsunami fordert über eine viertel Millionen Tote

Der größte Tsunami aller Zeiten

In aller Welt war gerade Weihnachten 2004 gefeiert worden, als die Nachricht eines Tsunamis die Wohnzimmer erreichte. Ein Seebeben mit der Stärke von 9,2 hatte eine riesige Flutwelle verursacht. Das Beben war eines der stärksten Erdbeben überhaupt, seit es die Messungen gibt und befand sich nordwestlich von Indonesien.

Die Flutwelle erreichte in der ersten Phase gleich acht Länder und sorgte für enormen Schaden. Die Menschen waren nicht vorgewarnt worden und viele Touristen filmten die Flutwelle noch bis zum Schluss, ehe sie realisierten, welche Gefahr vom indischen Ozean auf sie zustürmte.

Thailand, Sri Lanka, Indien, Malaysia, Myanmar, Bangladesch, Indonesien und Sumatra waren direkt vom Tsunami in der ersten Phase des Tsunami von 2004 betroffen. Ganze Landstriche waren total verwüstet und in manchen Ländern war man gar nicht in der Lage, in das Katastrophengebiet zu gelangen, um den Menschen zu helfen und durch ärztliche Maßnahmen vielleicht noch Leben zu retten.

Tsunami 2004: anfangs 200 Tote

In Österreich hatte man zu dem Zeitpunkt erfahren, dass es eine Tsunami-Katastrophe gibt, aber es war von 200 Toten die Rede. Das war schlimm, aber nichts im Vergleich zum tatsächlichen Ausmaß. Auch an diesem Faktum zeigt sich, wie unbedarft auch die politischen Vertreter der betroffenen Länder mit der Katastrophe umgegangen sind. Es hatte niemand Kenntnisse eines solchen Horror-Szenarios.

Der Tsunami war aber nicht nur in den Norden und in den Osten unterwegs. Auch in den Westen pflanzte sich die Flutwelle fort und sieben bis acht Stunden (!!) nach dem Eintreffen in Thailand und den anderen asiatischen Ländern erreichte der Tsunami die Ostküste von Afrika und tötete dort nochmals sehr viele Menschen in Somalia, Tansania, Kenia, Südafrika, Madagaskar und auf den Seychellen.

Letztlich waren es 231.000 Tote

Viele Menschen registrierten erst dann, welches Ausmaß der Tsunami hatte und wie stark die Flutwelle sein muss, wenn sie sich über einen so langen Zeitraum und eine so große Strecke nicht abschwächt. Die medialen Daten über die Opferzahlen wurden stündlich korrigiert und letztlich waren über 231.000 Menschen dem Tsunami vom 26. Dezember 2004 zum Opfer gefallen. Millionen verloren ihr Hab und Gut und selbst ein Jahr später waren noch ganze Landstriche vernichtet und mussten mühsam aufgebaut werden.

Obwohl die internationale Hilfe sofort aktiviert wurde und von Australien über Japan, USA und der EU viele Transportflüge mit Soldaten, Material, ärztliche Gerätschaft, Wasseraufbereitungsanlagen und Nahrungsmittel eingeflogen wurden, war die Seuchengefahr sehr groß. Vor allem in Gebieten, die nur sehr schlecht zugänglich waren, wie auf Sri Lanka, hatten die Hilfsmannschaften ihre liebe Not, zu den Bedürftigen durchzudringen.

Der Begriff des Tsunami wird wohl immer mit diesem Ereignis in Verbindung stehen und hat den Menschen einmal mehr gezeigt, welche Urgewalt die Natur auf dem Heimatplaneten Erde hat.

 



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