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Ölpreis Chart

Entwicklung des Ölpreises

Der Ölpreis ist ein wichtiger Indikator für den Gesamtzustand der Wirtschaft. Gibt es eine Wirtschaftskrise, dann fällt der Ölpreis stark, ist die Wirtschaft intakt, dann steigt auch der Ölpreis, wobei zu beachten ist, dass mit dem Ölpreis auch gerne spekuliert wird - sehr zum Leidwesen jener Menschen, die viel mit dem Auto fahren müssen und dann einen teureren Treibstoff zu zahlen haben oder jene, die Heizöl einkaufen müssen.

Nachstehend finden Sie einen Chart über die Entwicklung des Ölpreises, zur Verfügung gestellt von www.ariva.de

Aktuelle Entwicklung des Ölpreises

Ölpreis und Spekulation
Wer mit dem Auto fahren will, braucht in den meisten Fällen Benzin oder Diesel als Antrieb. Viele Haushalte heizen noch mit Heizöl. In Summe sind sehr viele Menschen vom Erdöl als Rohstoff abhängig und diese Abhängigkeit ist eine wunderbare Einnahmenquelle für die wenigen Anbieter. Das betrifft die globalen Ölgesellschaften genauso wie auch die Erdöl exportierenden Länder wie jene im arabischen Raum oder in Europa zum Beispiel Norwegen. Je mehr getankt wird, um so abhängig ist man vom Ölpreis und es gibt seit einigen Jahren zusätzliche Spieler am Markt.

Denn zu den Ölländern und den Ölgesellschaften haben sich viele Anlegerinnen und Anleger gesellt, die auf einen höheren Ölpreis spekulieren und vom Gewinn ein Stück des Kuchens haben wollen. Sie verkaufen nicht Öl, sie handeln damit und verteuern den Marktpreis. Wie sehr sich das auswirken kann, erlebte man vor Beginn der globalen Finanzkrise in den Jahren 2007 und speziell 2008, als das Barrel (=Fass =159 Liter) Rohöl über 160 US-Dollar kostete - ein noch nie erreichter Wert.

Die Folge war, dass damit zum Beispiel in Österreich trotz eines Booms der Wirtschaft die Inflationsrate über vier Prozent betrug - einfach aufgrund des teuren Ölpreises. Tanken wurde zum Luxus, das Heizen mit Heizöl ohnehin. Als die Krise dann auch in Europa zu wirken begann, fiel der Ölpreis deutlich, aber dennoch hielt man seitens der Anbieter lange auf 100 US-Dollar.

Ölpreis fällt in den Keller
Es geht aber auch umgekehrt. Als Lehre dieser offen gezeigten Abhängigkeit entwickelte man speziell in den USA das Verfahren des Fracking, das eine sehr umweltbelastende Form der Ölförderung darstellt. Damit war man in der Lage, im eigenen Land mehr Rohöl zu fördern und das war den Ländern im arabischen Raum gar nicht recht. Speziell Saudi-Arabien wollte die neue Konkurrenz vom Markt verdrängen und entschied sich zu einer Variante der negativen Spekulation. Statt den Preis hoch zu halten, sah man zu, wie der Ölpreis immer mehr sank. Es gab viele Aussagen, dass der Ölpreis nicht mehr unter 100 US-Dollar fallen könnte und würde und damit lag man falsch - Anfang 2016 lag der Ölpreis sogar bei unter 30 US-Dollar pro Fass (!), was kaum mehr jemand für möglich gehalten hatte.

Grund war natürlich auch, dass es ein starkes Überangebot am Markt gab. Durch das US-Erdöl gab es noch mehr Angebot, die Weltwirtschaft war aber noch immer beim Aufarbeiten der globalen Krise und viele Budgets schwer belastet - ergo fehlte der Umsatz und die Nachfrage, um den Preis zu stützen. Überangebot und keine Preisstützung ergab diesen geringen Wert. An der Tankstelle freute man sich natürlich darüber.

Zukunft mit oder ohne Erdöl?
Eine mittelfristige Herausforderung gibt es bei der Verwendung des Öls. Denn immer mehr PKW-Hersteller bieten Elektroautos an, die aber nur zögerlich angenommen werden. Die meisten Menschen fahren immer noch mit Benzinmotor oder Dieselmotor, obwohl der Klimawandel anklopft. Setzen sich die alternativen Varianten durch, dann wird die Nachfrage weiter sinken und das wird den Ölpreis nachhaltig verändern und natürlich wird sich dadurch auch die Abhängigkeit vom Ölpreis reduzieren. Aber der Rohstoff Erdöl wird wohl immer ein Thema in der Wirtschaft bleiben.



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