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Karneval in Rio

Licht und Schatten

Der Karneval in Rio de Janeiro ist der wohl berühmteste Umzug überhaupt, doch er kann von zwei Seiten betrachtet werden. Die bekannte Seite ist jene, die die Medien jedes Jahr präsentiert. Dabei sind viele schön geschmückte Tänzerinnen auf ihren Wagen zu sehen, die Samba in der höchsten Vollendung zu den typischen Klängen zeigen.

Denn der Karneval in Rio wird von den Samba-Schulen, die Escolas de Samba, veranstaltet. Jede Schule erhält die Möglichkeit, ein Thema auszuwählen und in einer etwa 75 Minuten langen Umzugsvorführung dieses Thema zu präsentieren. Eine Jury bewertet am Aschermittwoch nach Punkten, welche Samba-Schule den besten Auftritt hat.

Damit man überhaupt eine Chance auf den hohen Geldbetrag für den Sieg erhalten kann, braucht man teure und schöne Kleider, viel Training und eine perfekte Choreographie. Insgesamt für für den Karneval in Rio bis zu 20 Millionen Euro ausgegeben und die Veranstaltung ist ein Meilenstein des Tourismus.

Die Schattenseite des Karnevals sieht man nicht. Die so schönen Tänzerinnen auf den Umzugswagen stammen meistens aus ärmsten Verhältnissen. Dass sie beim Karneval mitwirken dürfen ist wie die Verwirklichung eines persönlichen Traumes. Viele dieser Frauen arbeiten ein ganzes Jahr hart, um sich die Kostümierung überhaupt leisten zu können.

Dann haben sie für einige Minuten die Chance, ihren Traum auszuleben, danach sind sie aber wieder in ihren ärmlichen Verhältnissen und im tristen Alltag gefangen. Doch kaum ist der Karneval von Rio beendet, wird bereits für den nächsten gearbeitet.

Gleiches gilt für die Samba-Schulen, die viel Mühe und Geld investieren müssen, damit diese perfekte Show überhaupt stattfinden kann. Zwar gibt es private Sponsoren, doch die meiste Last tragen die Samba-Schulen.

 



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