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Euro-Franken-Kurs (EUR/CHF)

Aktueller Wechselkurs

Die Schweiz ist zwar nicht Mitglied der Europäischen Union und hat mit dem Schweizer Franken auch nicht den Euro als ihre Landeswährung, aber als Handelspartner ist die Schweiz ein sehr wichtiger Partner der EU. Viele Unternehmen aus dem EU-Raum und damit auch aus der Euro-Zone unterhalten zahlreiche Geschäftsverbindungen in die Schweiz und umgekehrt die Schweizer Unternehmen in noch viel größerem Ausmaß.

Daher ist der aktuelle Wechselkurs des Euro mit dem Schweizer Franken eine wichtige Informationen für alle betroffenen Unternehmen, aber auch für jene private Haushalte, die zum Beispiel einen Fremdwährungskredit gewählt haben, weshalb der Wechselkurs ein großes Thema ist.

Und das Thema Fremdwährungskredit wurde ausgelöst von der globalen Wirtschaftskrise, die dann auch zu einer Eurokrise wurde, mehr als offenbar. Viele Bankinstitute rund um den Erdball, vor allem aber in Europa haben Kreditinteressierten einen Fremdwährungskredit angeboten, der im Schweizer Franken angelegt wird. Diese Form bringt günstigere Zinsen und kaum Risiko - wie sich in der Eurokrise dann gezeigt hat, war die Ansicht falsch und der Kursverlust je nach Betrag und Einstiegskurs enorm. Das Beispiel zeigte einmal mehr, dass selbst die Einschätzungen der Experten völlig falsch liegen können. Betroffen waren nicht nur private Haushalte, auch Landesorganisationen oder Gemeinden sahen sich plötzlich großen Lücken gegenüber, die durch die starke Verteuerung des Franken entstanden war.

Nachstehend finden Sie einen Chart über die Entwicklung des Euro-Franken-Kurses, zur Verfügung gestellt von www.ariva.de

EUR/CHF-Chart von Ariva.de

Siehe auch
Euro-Dollar-Kurs
Euro-Yen-Kurs



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Bisherige Kommentare (500)

pronto schrieb am 13. 10. 2016 um 11:37

Jeder findet seinen eigenen Weg das Loch zu stopfen.
Ich vermiete meine Hütte jetzt seit paar Monaten auf AirBnB-bin praktisch ausgebucht- und in 1-2 Jahren ist mein Gesamter Buchverlust nach Steuer wieder drinnen. Und ich steh ähnlich wie Mirko in der Kreide..life must go on..
Zum Glück habe ich noch 2te Whg (kleiner) in der ich gut leben kann....

Robert schrieb am 11. 10. 2016 um 10:04

Die FMA hat brav weg geschaut, als die Banken niemanden darüber aufgeklärt haben, wie risikoanfällig das System ist.
Und immer wenn die FMA weg geschaut hat, und die Banken Mist gebaut haben
zb. Hypo zb. AvW, gibt es plötzlich Staatshilfen. Nur bei den FWK nicht. Und warum? Meiner Meinung nach, weil keiner Druck macht.

Mirko schrieb am 09. 10. 2016 um 18:13

Ich habe geklagt, da mir klar war das 3 Jahre nach dem 15. Januar 2015 jedem klar geworden ist einer Falschberatung der Banken auferlegen zu sein.
Somit die 3 jähriger Verjährungsfist tickt.
Leider habe ich bisher keinen Erfolg, trotz Einschaltung des Bankenverbandes etc.
Die Sache ist einfach sehr teuer mit recht ungewissen Ausgang. Ich bin jetzt samt Konvertierungsverlust um 100T? ärmer und muss nun entscheiden ob ich noch mehr in diesen Irrtum stecken möchte um nun wenn ich dass wüsste...

Gast schrieb am 02. 10. 2016 um 21:03

@Robert
Es wir von Banken nie ein wirkliches Entgegenkommen geben, solange es noch was zu holen gibt. Wer es nicht schafftm bis zum Tag X sein Finanzloch durch zusätliches Ansparen (ohne Zinsen) also nur durch Kapital weglegen zu schließen wird konvetieren müssen. An eine Kurserholung in Richtung 1,20 und mehr glaubt wohl niemand mehr. Alles nur mehr Finanzblasen bis zum großen Crash. Vielleicht ist auch der und nur der die Lösung.

Robert schrieb am 27. 09. 2016 um 17:43

Es gab von den Banken nur ein Entgegenkommen für Privatpersonen, günstige Zinsen für einen Euro Kredit, NACHDEM der Kunde sämtliche Verluste einer Konvertierung getragen hat. Die FMA und der unerträgliche Herr Nowotny sagen, wir warnen eh seit 2008 davor, da wäre genug Zeit für jeden gewesen zu konvertieren. Das muss reichen Ja klar.. Im Endeffekt gab es nie ein Angebot für Geschädigte. Und alles halten den Deckel schön drauf und hoffen das sich das Problem langsam aber sicher von selbst löst und die braven Österreicher aus Scham schön ruhig bleiben und zahlen und konvertieren. Denn wer will denn öffentlich eingestehen, dass er bei einem Kredit eine Menge Geld verloren hat. Wie gesagt ob das in Ordnung ist oder nicht, darüber kann man streiten. Fakt ist aber, das es Fälle wie AvW gibt, wo sich die Leuten ordentlich verspekuliert haben, auch selbst schuld sind, und da geht dann schon was? Einfach weil man Druck macht? Ich frage nochmal in die Runde. Hat sich schon jemand ernsthaft rechtlich erkundig, gibt's keine hungrigen Anwälte? Kann sich jemand vorstellen sich gemeinsam zu organisieren und zu informieren....?

CHF schrieb am 27. 09. 2016 um 14:53

@ Robert
Ich bin ganz Deiner Meinung, wenn sich FWK-nehmer zusammenschließen würden, dann ginge auch etwas vorwärts. Ich kenne einige, aber die haben sich auf den VKI verlassen, oder wurden von Ihrer Hausbank so beeinflusst dass sie nicht an einen Erfolg glauben.
Die Frage ist auch, was will man erreichen? Wenn man sagt, vor Risiko wurde nicht genug gewarnt (was ja auch fehlende Absicherungen zeigen), dann müsste man diese Kredite sofort stoppen und entschädigen, aber wie ich hier und anderswo schon so oft gelesen habe, wird ja in 10 Jahren alles besser und der CHF fällt. Auch diese Leute wären ja an dieser Lösung nicht interessiert.

Robert schrieb am 27. 09. 2016 um 11:56

ein Beispiel die Auer von Welsbach Pleite: hier bekommen die Anleger Entschädigung aus dem Steuertopf, mit der Begründung das es dem Finanzstandort Österreich sonst schaden könnte.
Es steht auch im Raum, dass es nicht nur eine Entschädigung geben könnte sondern das überhaupt alle Verluste der Steuerzahler übernimmt.
Sollte das Höchstgericht ein Versäumnis der Finanzaufsicht feststellen, die ja bei AvW mehr als ein Auge zugedrückt hat, könnte der Staat für den ganzen AvW-Schaden aufkommen müssen, glauben Insider. Jene, die mehr als 20.000 Euro investiert haben, könnten den Rest, den sie nicht von der AvW erhalten, dann über diesen Weg ersetzt bekommen. So jetzt frage ich mich. Die FMA warnt seit 2008 vor Fremdwährungskrediten, also eigentlich zu spät für alle die einen haben. Ein nachhaltiger Schaden für den Ruf als Finanzstandort wäre sicherlich zu befürchten.
Wenn sich die Fremdwährungskreditnehmer endlich organisieren würden, könnte ich mir vorstellen, das etwas zu erreichen wäre, und die Banken nicht so billig davon kommen. Was meint ihr?

Gast schrieb am 27. 09. 2016 um 07:47

Man könnte die ganze Problematik auf einen Punkt bringen.
Das was die Masse macht ist steuerbar, stellt sich langfristig als Nachteil für den kleinen Mann dar. Autoanzahl mit Diesel (Diesel teurer), viele FX-Kreditnehmer (schaut ja traurig aus), Online Banking (wie lange noch kostenlos?), alle auf Facebook (wie lange noch kostenlos?). Nur beim Diesel haben´s mich auch erwischt :)

CHF schrieb am 20. 09. 2016 um 15:38

Griechenlandschulden sind ja alle bei der EZB gelandet. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand diese Schulden jemals bedienen wird geht gegen 0.
Viel mehr hat mich der Libor-Skandal aufgeregt, denn hier haben wir alle fleißig mitgezahlt und so weit ich informiert bin, gab es da nur 2-3 Angestellte die zur Verantwortung gezogen wurden. (Bauernopfer) Der Schaden selbst, wurde den Kunden nie erstattet, obwohl alle Bankkunden zur Kasse gebeten wurden.

Klaus schrieb am 20. 09. 2016 um 15:09

D'accord! Man darf gar nicht darüber nachdenken, welche Macht der Banken- und Finanzsektor mittlerweile hat. Die "dummen kleinen Leute" und Steuerzahler müssen ohnehin immer für die blöden Ideen und/oder Fehler dieser Institute einstehen. Beispiele dafür gibt es in den letzten Jahren unzählige. Eines der Eklatantesten z.B. die angebliche "Griechenlandrettung", bei der ja ganz offen und unverblümt Steuermilliarden den Banken, und da insbesondere großen französischen und deutschen Instituten reingeschoben wurden. Zum Kotzen...

CHF schrieb am 20. 09. 2016 um 13:07

@ Klaus
Ich stimme Dir vollkommen zu. Besser wäre es meiner Rechtsauffassung nach jedoch, wenn man den Menschen in solch hohen Positionen und mit solch einer Verantwortung auch mal das Handwerk legen würde. Es wird gelogen was nur irgendwie geht und hinterher lachen diese Leute sich kaputt, weil Leute wie wir dafür auch noch bezahlen.

Klaus schrieb am 20. 09. 2016 um 09:57

Also bei allem Verständnis, aber diese Klage war ja wohl von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Die SNB bei einem österreichischen Gericht zu klagen, was soll da rauskommen? Das ist so wie wenn ich die USA bei meinem Bezirksgericht verklage, weil sie durch mangelnde Bankenaufsicht die Finanzkrise ausgelöst hat.

CHF schrieb am 20. 09. 2016 um 08:32

Hier sieht man wieder einmal, dass Recht haben und Recht bekommen, zwei völlig verschiedene Dinge sind und Banken sich in einem eigenen Rechtsraum bewegen können:

http://www.trend.at/finanzen/schweizer-franken/schweizer-franken-kredit-klage-7543431

Klaus schrieb am 19. 09. 2016 um 16:12

Eigene juristische Kenntnisse und Befragung meiner Rechtsabteilung

CHF schrieb am 19. 09. 2016 um 13:33

@ Klaus
Was bringt Dich zu dieser sicheren Aussage?

Klaus schrieb am 19. 09. 2016 um 12:41

Selbst wenn das Urteil - was praktisch schon auszuschließen ist - "für" die Banken ausgeht, d.h. sie dürften immer den Zinsaufschlag kassieren, muss niemand, der bisher vom negativen LIBOR profitiert hat und weniger als den Aufschlag bezahlt hat (so wie ich praktisch gar nix mehr :-)), das an die Bank nachzahlen. Diese dürfte dann ein nettes Briefchen schicken und darauf hinweisen, dass sie ab sofort den Aufschlag verlangt. Mehr nicht.

HangLoose schrieb am 15. 09. 2016 um 07:35

klingt nicht schlecht...
http://help.orf.at/stories/2796663/

Herkules schrieb am 15. 09. 2016 um 07:18

In den nächsten Wochen/Monaten sollte eigentlich das Urteil vom Obersten Gerichtshof gesprochen werden. Dann müssen je nach Entscheidung der Richter entweder die Banken welche bis jetzt mindestens den vollen Aufschlag berechnet haben das zuviel verlangte Geld an die Kreditnehmer zurückzahlen, oder aber im anderen Fall die Kreditnehmer, bei denen die Banken den negativen Libor weitergegeben haben den Banken den vollen Aufschlag im nachhinein zahlen. Das wird dann aber bitter.

Ich bin in der Lage im besten Fall Geld von der Bank erwarten zu können. Im schlechtesten Fall bleibt es so wie es ist. Das ist mir persönlich lieber.

Gast1 schrieb am 14. 09. 2016 um 18:56

Also bei der Hypo Tirol wird immer noch die volle Marge verlangt!

HangLoose schrieb am 06. 09. 2016 um 12:50

Naja, so richtig interessant wirds wenn der 3monatslibor noch mehr ins negative geht, weil weniger als 0,75% aufschlag hat ja kaum jemand.

Übrigends bei der raika NÖ is es so, dass der negative zinssatz mit berücksichtigt wird.

TP schrieb am 31. 08. 2016 um 08:12

Grundsätzlich wird ja um 3 Varianten "gestritten":

1.) Weitergabe Negativzinssatz: Der negative Indikator ist voll anzurechnen und ein gegebenenfalls insgesamt negativer Zins anzusetzen.

2.) der sich ergebende Zinssatz (Indikator + Marge) ist "gefloort" bei 0

3.) nur der Indikator ist "gefloort" bei 0 (sprich, die Marge ist jedenfalls immer zu bezahlen).

Für Punkt 1 spricht meiner Meinung nach, dass eine entsprechende Untergrenze ja einem verkauften Floor gleichzusetzen wäre, für die der Kreditnehmer eigentlich einen Anspruch auf eine Prämie hätte (so wie man umgekehrt ja für einen gekauften Cap (also eine vereinbarte Obergrenze) als Keditnehmer teuer bezahlen hätte müssen).

Dagegen spricht allerdings die Definition im ABGB, die das Wesen eines Kredites beschreibt, was zu Punkt 2 führen würde. Auf der anderen Seite gibt es ja bereits auch negative Einlagenzinsen und einzelne Banken (in DE) verrechnen tatsächlich bereits negativen Zinsen auf Einlagen (so weit ich weiß bei Guthaben >100.000).
In Österreich gibt es zwar für Sparbücher ein Urteil, dass der Zins nicht kleiner 0 sein darf, aber trotzdem denke ich, dass man das nicht so einfach 1:1 auf einen Kredit umlegen kann). Ebenso denke ich, dass die vertraglich vereinbarte Kondition stärker ist, als die allgemeine Wesensbeschreibung, vor allem, weil es ja die institutionelle Bank hätte wissen bzw. damit rechnen müssen/können, dass der Zins negativ werden kann.
Aber um das tatsächlich beurteilen zu können, bin ich viel zuwenig juristisch geprägt.... ;)

Müsste ich heute wetten, dann halte ich Punkt 2 für am Wahrscheinlichsten, Punkt 1 noch nicht für tot (wenn konsumentenfreundlich entschieden wird) und Punkt 3 für sehr unwahrscheinlich (aber hey, wir sind hier in Ö, da weiß man ja nie so genau... *ggg*)

Klaus schrieb am 30. 08. 2016 um 15:57

Wie ich schon von längerer Zeit öfters geschrieben habe, denke ich - und auch die meisten der von mir befragten Juristen -, dass eine Weitergabe des negativen Libors "bis Null" wohl durch die Banken nicht weg zu argumentieren sein wird. Im Übrigen halten es ja auch viele Institute bereits jetzt so, so zahle beispielsweise auch ich seit langer Zeit für meinen Kredit keinerlei Zinsen mehr, da mein Aufschlag kleiner ist als der negative LIBOR. Dass man Geld von der Bank bekommen wird, bezweifle ich hingegen ganz stark, dagegen gibt es einige gewichtige rechtliche Argumente abseits der Regelungen in den individuellen Kreditverträgen (z.B. im ABGB, ...)

Gerhard schrieb am 30. 08. 2016 um 08:08

Haha nix Werbung. Wollte nur zeigen,dass es für uns eindeutig positive Rechtssprüche gibt die Hoffnung geben das der OGH zu unseren Gunsten entscheidet.
Es wäre zwar super würde man Geld für den Kredit bekommen,aber das wirds e nicht spielen. Allerdings fände ich es korrekt,so wie es die BA gemacht hat die Zinsen inkl. Aufschlag auf minimal 0,0001 % oder sowas sinken zu lassen.

Aber wenn man es genau nimmt stehts im Kreditvertrage für jeden Deppen leicht verständlich drin wie die Zinsen berechnet werden. Libor plus Aufschlag.Punkt.
Nix Obergrenz,nix Untergrenze. Obergrenze hätten wir uns übrigens teuer kaufen müssen,und die Untergrenze wollen die Banken jetzt gerichtlich durchsetzen???
Frechheit wärs,wenn der OGH zu Ihren Gunsten entscheiden würde.

CHF schrieb am 30. 08. 2016 um 07:50

@Gerhard
Machst Du hier gerade Werbung für den VKI? :-)
Ich wünsche jedem, der mit seinem Kredit noch durchhält natürlich die Negativzinsen.
Es wäre sicher super, wenn man für einen Kredit auch noch Geld bekommt.
Ich bin kein Anwalt, aber mein Hausverstand sagt mir, dass da was nicht richtig ist.
Übrigens gibt es auch gegenteilige Urteile, was Negativzinsen betrifft.
Aber schauen wir mal ob der OGH politisch bzw. von Lob­by­is­mus gelenkt ist, oder wirklich nur Vertragsbedingungen untersucht.

Gerhard schrieb am 30. 08. 2016 um 07:10

Bleint zu hoffen das der OGH auch so denkt. Irgendwann im Herbst solls ja einen Entscheid geben.


Bei Fremdwährungskrediten hat eine Reihe von Kreditinstituten den negativen LIBOR an ihre Kunden weitergegeben, während bei Eurokrediten bis auf wenige Ausnahmen die meisten Banken dies bisher klar ablehnten.

Doch die Wahrscheinlichkeit überwiegt, dass eines Tages Negativzinsen an Konsumenten weitergegeben werden müssen. Das zeigt auf jeden Fall der Trend in der Rechtsprechung: Bereits im Herbst 2015 hatte der VKI gegen eine lokale Raiffeisenbank geklagt.

Es ging dabei darum, dass die Bank es abgelehnt hatte Negativzinsen an ihre Fremdwährungskreditnehmer weiterzugeben. Gleichzeitig führte das Kreditinstitut defacto nachträglich eine Vertragsänderung durch, indem es die jeweilige Marge als Zinsuntergrenze darstellte.

Das Landesgericht Feldkirch verurteilte die Raiffeisenbank mit der Begründung, dass die Einführung einer Untergrenze ohne gleichzeitige Obergrenze gegen das Gebot der Zweiseitigkeit nach § 6 Abs. 1 Z 5 Konsumentenschutzgesetz verstoße.

Damit folgte das Gericht der Argumentation des VKI, dass Zinsuntergrenzen ohne entsprechende Obergrenze gesetzeswidrig und unwirksam sind. Die Raiffeisenbank ging in die Revision. Das OLG Innsbruck hob das erstinstanzliche Urteil aus Formalgründen auf.

Nach Richtigstellung des Begehrens erfolgte eine nochmalige Einbringung der Klage und das Landesgericht Feldkirch gelangte neuerlich zur gleichen Erkenntnis: ?Einfrieren des Indikators bei Null und einseitige Vertragsänderung sind unzulässig!?

Das Urteil vom 25.05.2016 ist bereits rechtskräftig und es ist somit ein klarer Trend in der Rechtsprechung erkennbar. Die Sachlage endgültig zu klären hat jedoch der OGH. Dabei überwiegen eindeutig die Chancen für die Weitergabe der Negativzinsen.

Frage schrieb am 27. 08. 2016 um 10:32

Mein Fehler habe mich beim Betrag getäuscht, ist natürlich
nicht höher geworden?

CHF schrieb am 24. 08. 2016 um 16:21

@Frage
Es klingt vielleicht zu einfach, aber hast Du keine Kontoauszüge?
Hier sollte der Fehler doch klar erkennbar sein, denn es gibt ja nur die Buchung der Zinsen im Quartal und die dazugehörige Gutschrift Deiner Zahlung. Danach sollte das Konto den selben Stand wie vor der Buchung der Zinsen haben.
Sollte der Stand danach höher sein, zahlst Du ja auch erhöhte Zinsen.
Dies ist sicher auch eine gute Verhandlungsgrundlage mit der Bank.

Frage schrieb am 23. 08. 2016 um 16:49

Mein Kredit ist endfällig ,mir ist nur nicht klar wieso sich die Frankensumme erhöht , das sich die Eurosumme ändert ist mir schon bewußt, die Zinsen zahle ich ja quartalsmäßig,aber mein Bankberater ist sich auch nicht sicher , hat sich noch nicht gemeldet!

Gerhard schrieb am 23. 08. 2016 um 15:52

Da lernt man in der Schule,die wildesten mathematischen Formeln,Physik,Chemie und wie alle Hauptstädte der Welt heissen inkl. Staatsformen und wie die funktionieren, aber einen Kredit (den fast jeder im Leben mal braucht) lernt man erst verstehen wenn man ihn schon zehn Jahre hat und sich wundert warums nicht weniger wird.

Interessant wärs in deinem Fall,ob der Kredit endfällig ist oder laufend getilgt wird. Aber für beide Fälle gilt das Wechselkursrisiko. Deiner klingt aber eher endfällig.
Angenommen du hast 2007 100.000 Eur in CHF bei einem Wechselkurs zu 1,65 aufgenommen und hast einen endfälligen Kredit. Dann hättest jetzt brav 9 Jahre lang die Zinsen bezahlt und jetzt trotzdem eine Schuld von ca. 150.000 Eur.
Bei einem tilgenden Krdit verläuft es ähnlich. Man zahlt zwar brav zurück aber durch den Kurssturz des Euro zum Franken wurden die zurück zu bezahlende Summe ja immer höher.
Denn zum Tilgen werden deine Euros in Franken umgetauscht. Wenn man aber immer weniger Franken für seine Euros bekommt (weil der Franken eben teurer wurde) und die Kreditrate nicht erhöht dann schauts schlecht aus. Deine Bank sollte dir das eigentlich erklären können bzw. dir bei Kreditabschluss erklärt haben.


Klaus schrieb am 23. 08. 2016 um 15:37

Frankenbetrag sollte eigentlich gleich bleiben... zumindest tut er das bei mir leider ;-)

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