Sie sind hier: Startseite -> Geografie -> Erdbeben -> Erdbeben in Österreich -> 2017

Erdbeben in Österreich im Jahr 2017

Anzahl und Stärke der Erdbeben im Kalenderjahr 2017

ErdbebenPro Jahr gibt es auch in Österreich eine ganze Reihe von Erdbeben, wobei die meisten so eine geringe Magnitude aufweisen, dass man sie nicht spüren kann. Die wissenschaftlichen Geräte erkennen sie trotzdem. Ab etwa einer Magnitude von 2,0, manchmal auch knapp darunter, spüren die Menschen, dass die Erde in Bewegung geraten ist, wobei es den Ursprung auch im Ausland geben kann. Das kann sein, wenn in Grenznähe ein stärkeres Erdbeben erfolgt ist, aber letzte Reaktionen gibt es in Österreich auch, wenn weit entfernt ein sehr kräftiges Erdbeben stattfand.

Erdbeben, die von den Menschen in Österreich wahrgenommen werden, gibt es etwa 40-mal bis 70-mal pro Jahr, wobei die Magnitude meist zwischen 2,0 und 3,0 liegt. Über 3,0 sind Erdbeben schon seltener und über 4,0 kommen sie nur vereinzelt vor, meist etwa alle zwei Jahre einmal.

Nachstehend finden Sie die aktuelle Liste der Erdbeben im Jahr 2017. Eingetragen sind jene Erdbeben, die zumindest eine Magnitude von 2,0 aufgewiesen haben.

Inhalt

Details zu stärkeren Erdbeben 2017

 

Ein Erdbeben melden

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf der Wiener Hohen Warte erfasst österreichweit die Erdbeben und arbeitet auch mit den internationalen Netzwerken zusammen, um weltweit die Erdbewegungen erfassen zu können. Um genaue Informationen auch von den Reaktionen erhalten zu können, bittet die ZAMG im Falle einer Erdbebenbeobachtung um eine entsprechende Information.

Die Beobachtungen können direkt im Internet mittels Erdbebenformular auf der nachstehenden Homepage eingetragen und übermittelt werden oder auf dem Wege der Post an folgende Adresse (Porto zahlt Empfänger) geschickt werden:

Österreichischer Erdbebendienst Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Hohe Warte 38 Postfach 342 A-1190 Wien. Alternativ kann die Mitteilung per Fax erfolgen. Die Fax-Nummer lautet: +43-1-36 866 21.

Ebenfalls möglich ist das Ausfüllen der Bebenmeldung auf der Webseite der ZAMG unter dem nachstehenden Link.

http://www.zamg.ac.at/cms/de/aktuell/erdbeben

 

Aufstellung der Erdbeben in Österreich im Jahr 2017

Zuerst steht das Datum, dann die Magnitude und dann das Gebiet.

12.01.2017 2,7 Hall (Tirol)
18.01.2017 5,1 Amatrice (Mittelitalien bei Aquila, bis Klagenfurt spürbar)

13.02.2017 2,2 Fulpmes (Tirol)
20.02.2017 2,1 Kufstein (Tirol)
25.02.2017 2,1 Hall in Tirol (Tirol)
27.02.2017 2,2 Hall in Tirol (Tirol)

02.03.2017 3,2 Sölkpass (Steiermark)
02.03.2017 2,3 Radstadt (Salzburg)
06.03.2017 4,7 Kanton Schwyz (Schweiz, bis Innsbruck spürbar)
11.03.2017 2,5 Loiblpass (Kärnten)

07.04.2017 2,5 Gloggnitz (Niederösterreich)
21.04.2017 2,2 Hallstatt (Oberösterreich)

06.05.2017 2,6 Windischgarsten (Oberösterreich)
12.05.2017 3,6 Innsbruck (Tirol)
14.05.2017 3,4 Sterzing (Italien/Südtirol, bis Innsbruck spürbar)
18.05.2017 2,1 Wörgl (Tirol)
25.05.2017 2,9 Mürzzuschlag (Steiermark)

 

Erdbeben bei Gloggnitz mit 2,5

Am 7. April 2017 ereignete sich um 05:59 Uhr in der Früh ein leichtes Erdbeben südlich von Gloggnitz bzw. westlich von Aspang im südlichen Niederösterreich, das eine Magnitude von 2,6 aufwies. Dieser Wert wurde später auf 2,5 korrigiert. Laut Angaben der ZAMG war die Herdtiefe ursprünglich bodennah, lag aber letztlich bei zehn Kilometer und daher wurde das Beben stärker gespürt, als es bei so einer Magnitude üblicherweise gegeben ist. Schäden sind bei dieser Stärke praktisch ausgeschlossen, aber erste Erdbebenmeldungen der Bevölkerung ergaben doch ein Klirren von Geschirr und Gläser in den Schränken.

Die Herdtiefe spielt bei Beben eine zentrale Rolle und mittelstarke Beben können in Bodennähe viel mehr Unheil anrichten als stärkere Erdbeben in großer Tiefe. Das leichte Erdbeben bei Gloggnitz wurde aufgrund der geringen Herdtiefe daher deutlicher empfunden als bei 2,5 üblich wäre.

 

Erdbeben bei Windischgarsten und Hinterstoder mit 2,6

Am 6. Mai 2017 ereignete sich um 08:23 Uhr ein leichtes Erdbeben in Oberösterreich und zwar etwa acht Kilometer nordöstlich von Hinterstoder sowie sieben Kilometer westlich von Windischgarsten. Die Magnitude wurde von der ZAMG mit 2,6 gemessen, wobei die Herdtiefe mit nur vier Kilometer angeführt ist. Damit war dies ein zwar sehr leichtes, aber doch spürbares Erdbeben.

Schäden sind bei dieser Magnitude aber trotz des bodennahen Entstehens nicht zu erwarten, zumal das Epizentrum im ländlichen Raum stattfand.

 

Erdbeben bei Innsbruck mit 3,6

Am 12. Mai 2017 fand um 09:44 Uhr nur sechs Kilometer von Innsbruck entfernt ein kräftiges Erdbeben mit einer für Österreich starken Magnitude von 3,6 statt. Das Epizentrum lag sechs Kilometer südwestlich von Innsbruck und neun Kilometer nördlich von Fulpmes und die Herdtiefe lag laut ZAMG bei nur acht Kilometer Tiefe, weshalb das Beben noch stärker von der Bevölkerung gespürt werden konnte. Allerdings wurde der Wert später auf 15 Kilometer Herdtiefe korrigiert.

Schäden sind nicht entstanden, aber bis Mayrhofen haben die Menschen in Tirol das Erdbeben spüren können. Ein Erdbeben über 3,0 kommt immer wieder in Österreich vor, die meisten Beben sind aber deutlich schwächer und nur als Mikrobeben wahrzunehmen. 3,6 ist einer jener Werte, die nur gelegentlich gemessen werden.

 

Erdbeben bei Mürzzuschlag mit 2,9

Am 25. Mai 2017 ereignete sich um 14:08 Uhr am Nachmittag ein Erdbeben bei Mürzzuschlag in der Steiermark mit einer Magnitude von 2,9. Das Epizentrum befand sich nur drei Kilometer südsüdwestlich von Mürzzuschlag und die Herdtiefe war mit 10 Kilometer laut ZAMG auch eher gering.

Erdstöße dieser Magnitude sind schon deutlicher in der Nähe des Epizentrums zu spüren, aber Schäden sind praktisch auszuschließen.



bei Twitter teilen bei Facebook teilen bei Google+ teilen Artikel per E-Mail empfehlen