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Eishockey-Weltmeisterschaft 2017

Frankreich und Deutschland als Gastgeber

Die 81. Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren fand vom 5. bis 21. Mai 2017 in Deutschland und Frankreich statt, wobei jedes Land nur einen Veranstaltungsort angeboten hatte. Bei Frankreich war es die Hauptstadt Paris, die Spiele in Deutschland fanden in Köln statt. Somit wurde wieder die Weltmeisterschaft der Top Division, der höchsten Spielklasse für Nationalmannschaften auf zwei Nationen aufgeteilt.

Der Modus blieb so wie in den letzten Jahren gleich. Nachdem man die Vorrunde mit vier Gruppen zu vier Mannschaften aufgelöst und durch zwei große Achtergruppen ersetzt hatte, wurde das Format beibehalten. Das bedeutet, dass es die 16 Nationalmannschaften weiterhin in zwei Gruppen zu acht Teams gibt, wobei jeder gegen jeden spielt. Die besten vier jeder Gruppe steigen direkt in das Viertelfinale auf, von dem ab im K.o.-Format bis zum Finale gespielt wird, ehe man weiß, wer der neue Weltmeister ist.

Die Gruppenletzten steigen hingegen in die Division IA ab, der zweithöchsten Spielklasse, und werden durch die zwei besten Mannschaften von eben dieser Division im nächsten Jahr ersetzt werden. Anfangs hat man den Modus skeptisch gesehen, doch die letzten Jahre haben gezeigt, dass der Kampf um die Viertelfinaltickets ein intensiver ist und zwischen dem Absteiger und dem vierten Platz lagen manchmal gar nur drei Punkte Differenz.

Titelverteidiger war einmal mehr Kanada, das in Russland gegen Finnland siegen konnte. Die Finnen hatten den Traum der Russen im Halbfinale zerstört, sich an Kanada zu revanchieren, die 2015 die Russen richtiggehend vom Eis geschossen hatten. Also musste 2017 ein neuer Anlauf gewählt werden, doch das Team aus Kanada blieb ein Top-Favorit. Die anderen üblichen Verdächtigen waren die Schweden oder Tschechien, Überraschungen waren aber nicht ausgeschlossen.

Tatsächlich gab es sehr viele knappe Partien und manche Mannschaften wie Finnland oder Tschechien hatten Mühe, das Viertelfinale zu erreichen. Besonders stark zeigten sich die US-Amerikaner, die die Gruppe nach einem überraschenden Fehlstart gegen Deutschland für sich entscheiden konnten, schieden aber im Viertelfinale dann ebenso überraschend wieder aus. Schwach war die Slowakei die gerade so die Klasse halten konnte. Wie schwer es ist, sich oben zu halten zeigten Italien und Slowenien, die als Aufsteiger auch wieder Absteiger wurden - ein Schicksal, das die österreichische Nationalmannschaft nur zu gut kennt. 

Weltmeister wurde schließlich Schweden, das sich in einem packenden Finale gegen Kanada durchsetzen konnte, wobei es dazu das Penaltyschießen gebraucht hatte.