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Hurrikan Maria trifft Kleine Antillen und Puerto Rico

Fast 3.000 Tote zu beklagen

Während Hurrikan Lee keine Gefahr für die schon strapazierten Menschen darstellte, war Maria ein anderes Kaliber. Auf halber Strecke von Nordwestafrika zu den Kleinen Antillen hatte sich der nächste Wirbelsturm gebildet, der den Namen Maria trug und für die Karibik große Gefahr bedeutete und diese Ankündigung war keine Übertreibung.

Auch Maria ist ein Hurrikan der Stufe 5

Denn die erste Prognose für den Tropensturm, der anfänglich um die 70 km/h Windgeschwindigkeiten aufweist, ist jene, dass Maria nach Westen über die Kleinen Antillen zieht und bald zum Hurrikan wird und sich weiter verstärkt. Man geht vom nächsten Major Hurrikan aus, also von zumindest der Stufe drei und dieser wird Kuba voll treffen - wo man noch nach Irma aufräumt.

Die Prognose wurde sogar noch übertroffen. Maria wurde am 17. September 2017 zum Hurrikan, tags darauf zum Hurrikan der Stufe 2 und strebte auf die Kleinen Antillen zu - wie vorhergesehen. Nicht vorhergesehen war aber, dass binnen Stunden der Wirbelsturm die höchste Stufe 5 erreichen würde und mit mehr als 260 km/h Windspitze wurde die Insel Dominica getroffen, die zu den Kleinen Antillen zählt. Auch Guadeloupe wurde schwer getroffen. Der weitere Weg führte nach Puerto Rico, wo man mit dem Aufräumen nach Irma beschäftigt war und nach einem Wechsel zwischen Stufe 4 und 5 und Windgeschwindigkeiten zwischen 200 und 260 km/h wurde die Insel nochmals voll getroffen.

Auf der ganzen Karibikinsel fiel der Strom aus, großflächige Überschwemmungen waren als Folge zu befürchten. Der Hurrikan selbst schwächte sich durch den Landfall auf Stufe 2 ab und sollte laut Prognose nach Norden weiterziehen, sich über dem Meer aber wieder verstärken. Ein mögliches Ziel waren die Bermudas, die US-Ostküste schien nicht gefährdet. Nur langsam bewegte sich Maria von Puerto Rico weg und verstärkte sich auch wirklich auf Stufe 3, um Richtung Norden zu ziehen. Tag für Tag schwächte sich Maria aber immer mehr ab und wurde am 26. September 2017 zum Tropensturm abgestuft.

Die Lage war knapp vor der US-Ostküste, aber der Wirbelsturm zog ab 28. September Richtung Osten und beschleunigte seine Zuggeschwindigkeit massiv, sodass nur zwei Tage später der Wirbelsturm kein Thema mehr für den Beobachtungsraum der US-Behörden war. Als Restesystem konnte aber Europa getroffen werden, Island oder die Britischen Inseln.

Fazit zum Wirbelsturm

Die große Sorge auf Puerto Rico war das Wasser, das nach dem Durchzug des Hurrikans entsteht. Per 21. September 2017 gab es 9 Tote in der Karibik und großflächige Schäden. Viele Dächer wurden abgetragen, in ganz Puerto Rico fiel der Strom aus. Am Tag darauf stieg die Opferzahl zwar nur auf 10, weil ein Mensch auf Puerto Rico gestorben war, aber der Stromausfall wurde zum ganz großen Problem, weil die Infrastruktur nicht mehr zeitgemäß war. Befürchtet wurde, dass die Insel über Monate dunkel bleibt, bis wieder die Stromversorgung hergestellt werden kann.

Die Opferzahl erhöhte sich in den Folgetagen auf zumindest 18, die wirtschaftlichen Schäden waren noch gar nicht abzuschätzen. Finale Berichte gingen dann von 64 Toten aus und zeigten ein deutlich schlimmeres Szenario.

Neue Erkennisse durch Studie im Jahr 2018

Der Hurrikan Maria hatte aber ein erhebliches Nachspiel, zumindest was die Opferzahl betraf. Denn es gab eine Untersuchung der George-Washington-Universität und derzufolge kamen 2.975 Menschen durch den Hurrikan und die Folgen ums Leben. Damit wurde eine viel größere Katastrophe offenbar als bisher bekannt war, wobei man aber die Zahl von 64 Toten ohnehin kritisch hinterfragen musste, vor allem aufgrund der Eindrücke durch die Einwohner selbst.

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Hurrikan MariaArtikel-Thema:
Hurrikan Maria trifft Kleine Antillen und Puerto Rico
letztes Datum:
14. 10. 2018

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