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Hurrikan Lorenzo

Major Hurricane im Atlantik

Der Atlantik erlebte samt der Karibik im September 2019 eine der aktivsten Phasen der letzten Jahre und ein Wirbelsturm folgte dem nächsten. Während Jerry sich als Tropensturm den Bermudas genähert hatte, bedrohte Karen Puerto Rico und mit Lorenzo entstand bereits der nächste starke Wirbelsturm.

Hurrikan Lorenzo: Prognose und Entwicklung

Hurrikan LorenzoRund um den 21. September 2019 entstand über Nordwestafrika ein markantes Tiefdrucksystem, das wie so oft nach Westen auf den Atlantik zustrebte. Die Zugrichtung blieb auf West und schon am 23. September 2019 entstand aus dem Tiefdruckgebiet eine tropische Depression und noch am gleichen Tag der Tropensturm mit Namen Lorenzo, der 12. benannte Wirbelsturm der Hurrikansaison 2019. Die Windgeschwindigkeiten waren mit 65 bis 70 km/h noch moderat, wie dies nach dem erstmaligen Aufbau üblich ist.

Doch aus dem Tropensturm sollte laut Prognose ein sehr starker Hurrikan werden und zwar zumindest der Stufe 3, was im englischen Sprachgebrauch bedeutet, dass man es mit einem Major Hurricane zu tun hat, also einem Wirbelsturm, der 200 km/h und mehr an Windgeschwindigkeit mit sich bringt und damit auch eine große Gefahr für Land und Leute. Allerdings sagt die Prognose auch, dass der Hurrikan sehr bald fern der karibischen Inseln wirken würde, denn noch als Tropensturm gibt es den Schwenk nach Nordwest und später tendentiell nach Nord, sodass die Gefahr für die Schifffahrt gegeben ist, nicht aber für die Inselstaaten oder für die Inselgruppen. Der Hurrikan sollte weit östlich der Bermudas seinen Höhepunkt erreichen.

Am 25. September 2019 verstärkte sich der Wirbelsturm wie erwartet zum Hurrikan Lorenzo als Hurrikan der Stufe 1 mit Windgeschwindigkeiten um die 160 km/h. In den nächsten Tagen ist die Verstärkung zur Stufe 3 möglich, wobei Zug um Zug ein Bogen zuerst nach Nordwest und dann nach Nordost geschlagen werden sollte. Gut möglich, dass der Wirbelsturm als Restsystem bis nach Europa kommen kann.

Jedenfalls hat sich der Hurrikan Lorenzo noch weiter verstärkt und wurde am 27. September 2019 zu einem Hurrikan der Stufe 4 mit weit über 200 km/h Windgeschwindigkeit. Am 28. September 2019 wurde der Hurrikan Lorenzo zu einem Hurrikan der höchsten Stufe 5 mit teilweise über 300 km/h Windgeschwindigkeiten. Der Wirbelsturm nahm im Atlantik eine größere Fläche ein als die gesamte iberische Halbinsel mit Portugal und Spanien. Die nächsten Tage sollte sich der Wirbelsturm abschwächen und die Azoren als normalen Hurrikan streifen, ehe er Richtung Irland immer mehr an Energie verliert.

Am 2. Oktober 2019 war Hurrikan Lorenzo ein Hurrikan der Stufe 1 und passierte die Azoren westlich der Inselgruppe, womit es einige Sturmböen gab, aber Schäden waren vorerst keine gemeldet worden und durch die Abschwächung war die ganz große Gefahr abgewendet. Letztlich sollte Lorenzo am Weg nach Irland weiter an Energie verlieren und wird sich wohl davor schon auflösen. Und genau das passierte am 3. Oktober 2019 auch wirklich. Dennoch kann es sein, dass sich ein Rest von Lorenzo als Sturmtief über den Britischen Inseln zeigt und das könnte auch Auswirkungen auf das Wetter in Zentraleuropa haben.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 3. Oktober 2019]

Ebenfalls interessant:

Tropenstürme und Hurrikans im Jahr 2019

Tropensturm Andrea (Bermudas)

Der Tropensturm Andrea entstand am 21. Mai 2019 westlich der Bermudas und eröffnete die Atlantische Hurrikansaison 2019.

Hurrikan Barry (Louisiana)

Der Tropensturm Barry bildete sich am 11. Juli 2019 vor der Golfküste der USA bei Lousiana und zog mit intensivem Regen über die Küstenregion.

Tropensturm Chantal

Der Tropensturm Chantal entstand im August 2019 vor der US-Küste, zog aber nach Osten ab und war damit für Land und Leute nicht gefährlich.

Hurrikan Dorian (Bahamas, USA)

Am 25. August 2019 entstand östlich der Kleinen Antillen der Wirbelsturm mit Namen Dorian, der als Hurrikan Puerto Rico und später die US-Ostküste erreichen sollte.

Tropensturm Erin

Am 28. August 2019 entstand der Tropensturm Erin vor der US-Ostküste, der nach Nord bis Nordost Richtung Neufundland ziehen dürfte.

Tropensturm Ferdinand

Am 3. September 2019 entstand im westlichen Golf von Mexiko der nächste Tropensturm mit Namen Ferdinand, der im Nordwesten Mexikos das Festland erreichte.

Tropensturm Gabrielle

Gabrielle ist der 7. benannte Wirbelsturm der Hurrikansaison 2019 und bildete sich westlich von Afrika im Atlantik, wobei keine Gefahr für Land und Leute entstehen sollte.

Hurrikan Humberto (Bermudas)

Humberto ist ein Wirbelsturm in der Karibik, der am 14. September 2019 entstanden war und als Major Hurrikan die Bermudas gestreift hatte.

Tropensturm Imelda (Texas)

Der Tropensturm Imelda bildete sich am 17. September 2019 unmittelbar vor der Küste von Texas und löste sich auch binnen 24 Stunden wieder auf.

Hurrikan Jerry (Bermudas)

Jerry ist der zehnte Wirbelsturm der Hurrikansaison 2019 und entstand östlich der Kleinen Antillen mit Zugrichtung Karibik nördlich von Puerto Rico.

Tropensturm Karen (Puerto Rico)

Karen ist der bereits 11. benannte Wirbelsturm der Hurrikansaison 2019 und entstand fast direkt über den Kleinen Antillen, um dann nach Norden direkt über Puerto Rico zu ziehen.

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Hurrikan Lorenzo (Azoren)

Lorenzo ist ein Hurrikan, der am 23. September als Tropensturm entstanden war und fern der karibischen Inseln im Atlantik zum Hurrikan der Stufe 5 wurde.

Tropensturm Melissa

Der Tropensturm Melissa entstand im Oktober 2019 vor der US-Ostküste, zog aber nach Osten und verursachte damit keine weitere Gefahr.

Tropensturm Nestor (Georgia)

Der Tropensturm Nestor war bereits der 14. Wirbelsturm der Hurrikansaison 2019 und entstand im Golf von Mexiko, um über Georgia zum Atlantik zu ziehen.

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