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Hurrikan José

Kein Landfall in der Karibik

Am 5. September 2017 bildete sich auf halber Strecke von Nordwestafrika zu den Kleinen Antillen der nächste benannte Wirbelsturm, der den Namen José erhielt und ebenfalls zu einem sehr starken Hurrikan werden sollte, nachdem Hurrikan Irma gerade erst die Karibik übelst heimgesucht hatte.

Prognose für den Wirbelsturm

Von Puerto Rico bis Florida galt bereits der Notstand, weil der Hurrikan Irma mit mehr als 250 km/h und der höchsten Hurrikanstufe die Karibik und später auch die US-Ostküste heimsuchen sollte und dies dann auch tat. Und in seinem Fahrwasser bildete sich der Tropensturm José, der laut erster Prognose eine ähnliche Richtung anstrebt und zum Hurrikan werden sollte. Er steuert fast den gleichen Punkt vor Puerto Rico an, sollte dann aber nach Nordwest bis Nord schwenken und die anderen Karibikinseln verschonen.

Diese Prognose schien sich zu bewahrheiten, wobei sie insofern sich verändert hatte, als auch José ein Major Hurricane, also ein Hurrikan zumindest der Stufe 3 geworden ist. Langsam zog José seine Runden und zog in Richtung Nordwest, um die schwer von Irma getroffenen Karibikinseln neuerlich zu bedrohen und wurde zu einem Hurrikan der Stufe 4. Aber er drehte dann doch nach Norden ab, sodass die Inseln verschont blieben. Die Gefahr war aber nicht vorüber, weil sich José fast in eine 360 Grad Bewegung begeben hat, dessen finales Ziel unklar war. Am 12. September war der Hurrikan auf Stufe 1 herabgesetzt worden und die Prognose ging davon aus, dass nach einer fast stationären Lage nördlich von Puerto Rico der Zug nach Westen erfolgen wird, was ihn näher zur US-Ostküste bringen könnte.

Am 14. September 2017 wurde José schließlich zum Tropensturm herabgesenkt, aber es gab wieder eine neue Prognose, nämlich insofern, als er wieder zum Hurrikan wird, aber zuerst nach Nordwesten und dann Norden zieht und das bringt ihn genau zwischen die US-Ostküste und die Bermudas, ohne beides wirklich zu gefährden.

Und genauso verlief die weitere Route des Wirbelsturms. José verstärkte sich vor der US-Ostküste zum Hurrikan der Stufe 1 und sollte direkt nach Norden und damit nicht zur Küste ziehen. Und José hielt sich auch daran und wurde am 20. September neuerlich zum Tropensturm herabgestuft. Laut Prognose sollte bald ein Schwenk nach Nordost erfolgen - weg von der US-Ostküste, aber schon davor löste sich der Wirbelsturm am 22. September 2017 auf - nach einer langen Reise, aber dann doch ohne Verwüstung der Inselstaaten.

Dieser Wirbelsturm zeigt, dass die Stufe alleine ergo die Windgeschwindigkeit keine Aussage darüber treffen kann, was letztlich passieren wird. Hätte José die Karibikinseln erreicht, wäre die Katastrophe perfekt gewesen, weil dort war man nach Irma am Aufräumen und hätte einen weiteren Wirbelsturm gar nicht brauchen können.

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Hurrikan JoséArtikel-Thema:
Hurrikan José
letztes Datum:
14. 10. 2018

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