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Hurrikan Isaac

Ziel sind die karibischen Inseln

Am 9. September 2018 bildete sich aus einem tropischen Tief unmittelbar vor der nordwestafrikanischen Küste der Tropensturm Isaac. Damit gab es im Atlantik drei aktive Wirbelstürme gleichzeitig und die aktivste Phase der bis zu diesem Zeitpunkt eher ruhigen Hurrikansaison 2018.

Hurrikan Isaac: erste Prognose

Der Tropensturm Isaac wählt das typische Verfahren, nämlich Bildung eines Tiefs über Nordwestafrika, Entstehen eines Tropensturms nach dem Auftreffen am Wasser des Atlantiks und die weitere Reise in Richtung Westen. Viele Wirbelstürme wählen aufgrund der Strömungsverhältnisse und Druckverhältnisse diesen Weg, zuletzt waren die Wirbelstürme Florence und Helene anders gezogen und orientierten sich nach Nordwesten.

Doch Isaac wird laut erster Prognose den typischen und bestens bekannten Weg wählen. Der Tropensturm sollte bald ein Hurrikan werden und damit zumindest 120 km/h an Windgeschwindigkeit aufweisen. Mit dieser Stärke werden die Kleinen Antillen überquert und dann gilt es abzuwarten, wie es weitergeht. Laut erster Prognose geht es weiter Richtung Westen, oftmals gibt es einen Schwenk nach Nordwest, um von Puerto Rico bis Kuba die karibischen Inseln heimzusuchen. Ob es mit Isaac auch so sein wird, gilt es abzuwarten.

Wie war es wirklich?

Isaac war Teil einer sehr aktiven Phase der Hurrikansaison 2018, denn er verstärkte sich zum Hurrikan der Stufe 1 und zwar am 10. September 2018. Gleichzeitig war auch Helene vor der afrikanischen Küste zum Hurrikan geworden und Florence orientierte sich als dritter und schon länger aktiver Hurrikan zur US-Ostküste.

Im Falle von Isaac wurde die klassische Route bestätigt, nämlich direkt nach Westen und zur Inselgruppe der Kleinen Antillen. Aber Isaac könnte dort als Tropensturm ankommen und nicht als Hurrikan, wie das ursprünglich berechnet worden war. Der 11. September 2018 brachte auch tatsächlich eine Abschwächung zum Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten um die 100 km/h. Das war aber gefährlich genug und der weitere Verlauf dürfte nochmals eine Verstärkung zum Hurrikan der Stufe 1 bringen, ehe die Kleinen Antillen erreicht werden.

Aber die Folgetage zeigten, dass das falsch war. Isaac blieb ein Tropensturm und schwächte sich sogar noch weiter ab auf Windgeschwindigkeiten um die 70 bis 80 km/h, mit denen die Kleinen Antillen überquert wurden. Der Wirbelsturm befand sich damit südlich von Puerto Rico und sollte nach neuer Prognose sich binnen 48 Stunden auflösen. Am 14. September 2018 wurde er sogar schon als Restesystem heruntergestuft, aber am 15. September war er wieder stärker geworden und erneut zum Tropensturm hochgestuft.

Die weitere Zugrichtung wurde leicht auf Nordwest korrigiert, sodass der verbliebene Rest des Wirbelsturms wohl Jamaika streifen könnte. Aber noch am Abend des 15. September 2018 löste sich Isaac vollständig auf.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 16. September 2018]

Ebenfalls interessant:

Alberto (Florida)

Tropensturm Alberto ist Ende Mai 2018 entstanden und war der erste benannte Wirbelsturm der Atlantische Hurrikansaison 2018, der in Florida die Landmassen erreichte.

Beryl (Kleine Antillen)

Der Hurrikan Beryl bildete sich am 5. Juli 2018 auf seinem Weg von Nordwestafrika zu den Kleinen Antillen und verstärkte sich rasch vom Tropensturm zum Hurrikan mit 130 km/h Windspitze.

Chris (US-Ostküste)

Der Hurrikan Chris bildete sich am 8. Juli 2018 vor der US-Ostküste bei South Carolina und sollte parallel zur Ostküste bis nach Neufundland streben, zog dann aber aber östlich davon Ri

Debby

Der Tropensturm Debby bildete sich am 7. August 2018 im Atlantik beim 50. Längengrad und brachte keinerlei Gefahr für Land und Leute mit sich.

Ernesto (Irland)

Am 15. August 2018 bildete sich der Tropensturm Ernesto im Atlantik, der statt zur US-Ostküste nach Europa und zwar nach Irland streben sollte.

Florence (US-Ostküste)

Am 1. September 2018 bildete sich der Tropensturm Florence im Atlantik vor Nordwestafrika, der letztlich als starker Hurrikan die US-Ostküste erreichte und unter Wasser setzte.

Gordon (USA)

Am 3. September 2018 entstand an der Südspitze von Florida der Tropensturm Gordon, der als eigentliches Ziel die Südstaaten von Louisiana und Mississippi hatte.

Helene

Am 7. September 2018 bildete sich der Tropensturm Helene im Atlantik vor der nordwestafrikanischen Küste und wurde ein Hurrikan, jedoch ohne Gefahr für Land und Leute.

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Isaac

Am 9. September 2018 bildete sich der Wirbelsturm namens Isaac im Atlantik und zwar vor der Küste von Afrika, um direkt als Hurrikan in die Karbik zu ziehen.

Joyce

Am 13. September 2018 bildete sich im Atlantik der Tropensturm Joyce, der die Inselgruppe der Azoren ansteuerte, sich aber davor bereits deutlich abschwächte.

Kirk (Kleine Antillen)

Am 22. September 2018 entstand der Tropensturm Kirk im Atlantik vor der afrikanischen Küste und sollte nach Westen in die Karibik streben.

Leslie (Portugal)

Der Tropensturm Leslie entstand am 23. September 2018 im Atlantik auf Höhe der Bermudas und sollte keine Gefahr für Land und Leute darstellen, traf aber dann auf Portugal.

Michael (Florida)

Der Wirbelsturm Michael bildete sich im Oktober 2018 bei der mexikanischen Halbinsel und wird nach Norden ziehen, um die US-Bundesstaaten Florida und Georgia zu treffen.

Nadine

Am 9. Oktober 2018 entwickelte sich der Tropensturm Nadine vor der afrikanischen Küste, stellte aber keine Gefahr für Land und Leute dar.

Oscar

Am 26. Oktober 2018 entwickelte sich aus einem Tiefdruckgebiet der Hurrikan Oscar im Atlantik, der aber keine Landmassen gefährden sollte.

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