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Hurrikan Humberto

Von den Bahamas zu den Bermuda Inseln

Sehr ruhig war der Beginn der Hurrikansaison 2019, aber mit Ende August wurde es deutlich dynamischer, wobei es einige Tiefdrucksysteme gab und gibt, die nicht zu Wirbelstürme werden konnten und können. So entstanden gegen Ende der zweiten Septemberwochen 2019 gleich fünf verschiedene Tiefdrucksysteme und aus einem wurde auch wirklich ein benannter Wirbelsturm, nämlich Humberto, Wirbelsturm Nummer acht in diesem Jahr.

Hurrikan Humberto: Prognose und Entwicklung

Wie einige andere Tiefdrucksysteme zog auch Humberto zuerst als einfaches Tiefdrucksystem herum und zwar von Norden kommend direkt zu den Bahamas, also zu jener Region, die vom Hurrikan Dorian so schwer getroffen worden war. Eine weitere Verstärkung folgte vorerst nicht, erst nach ein paar Tagen verstärkte sich das System und am 13. September entstand daraus eine tropische Depression. Einen Tag später war es Gewissheit und der Tropensturm Humberto wurde gemeldet.

Er hatte zu diesem Zeitpunkt Windgeschwindigkeiten von 70 km/h aufgebaut und die erste Prognose geht davon aus, dass die Bahamas bald aufatmen können, weil sich der Wirbelsturm in Richtung Nord bis Nordnordwest aufmachen sollte, um am Sonntag oder Montag einen Schwenk nach Ost durchzuführen. Die US-Ostküste ist damit nicht bedroht, aber wenn diese Prognose stimmt, sollte Humberto, dann verstärkt zum Hurrikan, direkt auf die Bermudas treffen. Das sollte Mitte der dritten Septemberwoche der Fall sein.

Am 15. September 2019 verstärkte sich der Wirbelsturm zum Hurrikan Humberto, der sich wie die Prognose vorherberechnet hatte, weiter nach Norden bewegte. Damit befand sich der Hurrikan Humberto mit Windgeschwindigkeiten um die 130 bis 140 km/h auf Höhe des nördlichen Florida, doch bald schon sollte der angekündigte Schwenk nach Osten bis Nordosten erfolgen, um die Bermudas zu gefährden. Die Inselgruppe sollte aber nördlich gestreift und nicht voll getroffen werden.

Am 18. September 2019 verstärkte sich der Hurrikan weiter zu einem Hurrikan der Stufe 3 mit Windgeschwindigkeiten um die 180 bis 200 km/h, womit man von einem Major Hurrikan oder einem sehr starken Hurrikan spricht. Der Hurrikan Humberto steuerte weiter direkt auf die Bermudas zu und sollte nach der Inselgruppe nach Nordosten weiter in den Atlantik streben. Tatsächlich traf der Hurrikan noch am 18. September als Hurrikan der Stufe drei ein und verursachte Stromausfälle und einige Einsätze von Feuerwehr und Polizei, verlief aber harmlos.

Der Wirbelsturm zog schnell nach Norden weiter und hatte es eilige. Schon am 20. September 2019 befand er sich knapp vor Neufundland, schwächte sich aber weiter ab zu einem Hurrikan der Stufe 1 und wird dann nach Osten abziehen und sich auflösen. Als Sturmtief könnte er aber die Britischen Inseln noch erreichen.

Fazit zum Hurrikan Humberto

Neun Personen wurden nach ersten Meldungen verletzt, etwa 27.000 Haushalte waren ohne Strom und die Feuerwehr musste mehrfach ausrücken. Todesopfer gab es offenbar keine zu beklagen und die Bermudas kamen mit einem blauen Auge davon, obwohl im Zentrum des Hurrikans Windgeschwindigkeiten von 200 km/h gemessen wurden.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 20. September 2019]

Liste der Hurrikans nach Jahr

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      Infos zum Artikel

      Hurrikan HumbertoArtikel-Thema: Hurrikan Humberto

      Beschreibung: Humberto ist ein Wirbelsturm in der Karibik, der am 14. September 2019 entstanden war und als Major Hurrikan die Bermudas gestreift hatte.

      letzte Bearbeitung war am: 20. 09. 2019