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Hurrikan Helene

Keine Gefahr für die karibischen Inseln

Während es im westlichen Pazifik im August 2018 einen Wirbelsturm nach dem anderen gab, war es im Atlantik und vor allem in der Karibik erstaunlich ruhig und ungefährlich. Man meinte schon, dass es eine sehr ruhige Saison gewesen sein könnte, doch die Dynamik entstand dann doch Anfang September. Tropensturm Gordon suchte den Süden der USA heim, Florence beschäftigt die Meteorologen seit Tagen auf seinem Weg zur Ostküste und drei weitere Systeme haben sich auch gebildet, eines davon wurde zum Tropensturm Helene.

Hurrikan Helene: erste Prognose

Der Tropensturm Helene entstand wie so viele Wirbelstürme in diesem Teil der Erde vor der Küste von Nordwestafrika und üblicherweise ziehen diese Wirbelstürme dann nach Westen, um die Kleinen Antillen und damit den Bereich der Karibik zu erreichen. Der Hurrikan Florence hatte zuletzt den anderen Weg gewählt und war nordwestlich Richtung Bermuda-Inselgruppe gezogen und genau dieser Weg scheint auch für den Tropensturm Helene vorbestimmt zu sein.

Denn die Zugrichtung weist laut erster Prognose auf Nordwest hin und über das Wochenende soll sich der Wirbelsturm auch so verstärken, dass am Montag ein Hurrikan daraus wird. Aber bis zum Mittwoch soll die Energie wieder reduziert sein, sodass der Tropensturm wieder als Einstufung Gültigkeit haben würde. Durchaus möglich, dass danach die Energie gänzlich verloren wird und sich Helene auflöst, aber das dachte man bei Florence auch und tatsächlich wurde daraus sogar ein Major Hurricane mit Stufe 3. Es bleibt also abzuwarten, was der Wirbelsturm wirklich im Schilde führt und ob die Bermudas erreicht werden oder nicht.

Wie war es wirklich?

Sehr langsam zog der Tropensturm Helene von der nordwestafrikanischen Küste in Richtung Westen und verstärkte sich nur zögerlich, doch am 10. September 2018 änderte sich die Sachlage dann doch, denn aus dem Tropensturm wurde ein Hurrikan der Stufe 1 mit der Option, sich noch auf Stufe 2 zu verstärken. Die Zugrichtung blieb vorerst auf West, aber der Wirbelsturm sollte die Route nicht beibehalten, da spätestens am Mittwoch ein Schwenk nach Nord erwartet wurde.

Und der Zug nach Norden wurde auch wirklich durchgeführt, wobei sich Hurrikan Helene auf Stufe zwei verstärkt hatte. Aber die Energie blieb nicht lange auf dem Niveau und am 13. September 2018 war ein Hurrikan der Stufe 1 gegeben, wobei sich Helene schon bald zu einem Tropensturm abschwächen sollte. Zugrichtung waren nun die Azoren und in weiterer Folge mit nordostlicher Orientierung die Britischen Inseln, womit nicht ausgeschlossen war, dass der Wirbelsturm oder besser dessen Rest als Sturmsystem das Wetter in Europa beeinflussen könnte.

Am 14. September 2018 war aus dem Hurrikan der Tropensturm Helene geworden und mit dieser Einstufung zog der Wirbelsturm weiter Richtung Nordosten. Samstag sollten die Azuren, am Dienstag als Rest des Wirbelsturms die Britischen Inseln erreicht werden. Die Azoren wurden am 15. September westlich passiert, sodass es kein unmittelbares Überqueren gab und der Tropensturm Helene zog mit etwa 90 km/h Windgeschwindigkeit weiter nach Nordosten und verließ bald den tropischen Bereich, um Irland anzusteuern. Gut möglich, dass der Wirbelsturm dort als Sturmtief ankommt und auch für das komplette Europawetter ein Faktor wird.

Schon am Abend des 16. September verließ der Tropensturm Helene den Bereich der Tropenstürme und zog mit hoher Geschwindigkeit Richtung Nordost, tendentiell eher schon Ost. Mit 25 Knoten oder 29 Meilen pro Stunde zog der Wirbelsturm richtig schnell Richtung Irland und dort ist der Landfall am Montag abend zu erwarten, wobei Windgeschwindigkeiten um die 70 bis 80 km/h durchaus möglich sind.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 16. September 2018]

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