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Hurrikan Harvey trifft Texas

Hurrikan der Stufe 4 mit großen Regenmengen

Am 18. August 2017 entstand aus einem Tiefdruckgebiet vor den Kleinen Antillen der nächste benannte Wirbelsturm, der den Namen Harvey erhalten hat und ein typischer Vertreter jener Wirbelstürme ist, die vor Nordwestafrika ihren Ausgangspunkt fanden und direkt nach Westen ziehen.

Wirbelsturm Harvey mit zwei Auftritte

In einer sehr aktiven Phase der Hurrikansaison 2017 bildeten sich gleich drei Tiefdrucksysteme vor der Küste von Nordwestafrika und zogen in Richtung Westen auf die Karibik zu. Das erste dieser Systeme entwickelte sich vor dem Erreichen der Kleinen Antillen zu einem Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten um die 70 km/h, wobei als Name Harvey festgelegt wurde. Harvey wird die Inselgruppe der Kleinen Antillen direkt von Ost nach West überqueren und diese Richtung laut erster Prognose beibehalten und zwar bis zur Halbinsel Yucatan in Mexiko. Auf dem langen Weg sollte es aber zu keiner Verstärkung zum Hurrikan kommen.

Die Kleinen Antillen wurden auch mit moderaten Windgeschwindigkeiten überquert, aber schon bald danach ging die Energie verloren, sodass sich Harvey am 20. August aufgelöst hatte, lange, bevor er überhaupt in die Nähe von Mexiko kommen konnte. Aber das Tiefdrucksystem löste sich nicht ganz auf und so kam es zu dem seltenen Fall, dass ein Ex-Wirbelsturm mit dem Rest seiner ehemaligen Energie über die mexikanische Halbinsel Yucatan zog und sich im Golf von Mexiko neu aufbauen konnte.

Damit hat man es ein zweites Mal mit Harvey zu tun, der am 24. August 2017 wieder zum Tropensturm wurde. Die Prognose ging davon aus, dass Harvey nun nicht Mexiko zum Ziel hat, sondern nach Nordwesten strebt und Texas in den USA anvisiert. Davor soll er auch zum Hurrikan werden, womit man sich auf starke Sturmböen und sehr viel Regen einstellen wird müssen.

Die Prognose hatte schon einmal insofern recht, als sich Harvey binnen Stunden zum Hurrikan der Stufe 1 verstärkt hatte. Doch im Gegensatz zur ersten Berechnung verstärkte er sich offenbar so rasch, dass er noch zum Major Hurrikan wurde und zwar sogar zu einem Hurrikan der Stufe 4. Mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h traf der Wirbelsturm am 26. August an Land und schwächte sich rasch zu einem Hurrikan der Stufe 2 ab und wurde Stunden später zum Tropensturm herabgestuft.

Das große Problem war aber, dass der Tropensturm nicht abziehen und sich auflösen konnte. Ein sehr großes Hochdruckgebiet nördlich davon verhinderte, dass der Tropensturm weiter ins Landesinnere zieht und an Energie verliert. Normalerweise löst sich so ein Sturm bald auf, Harvey war aber auch zwei Tage nach dem Landfall noch aktiv und hat schon teilweise 800 Liter auf den Quadratmeter an Regen verursacht. Und er ist weiterhin mit 70 km/h unterwegs und sorgt für ständigen Regen, was schon halb Texas unter Wasser gesetzt hat. Mit dem 30. August änderte Harvey seine Richtung und steuert nun auf Louisiana zu, womit New Orleans in den Fokus rückt. Dort war vor 12 Jahren Katrina die größte Katastrophe basierend auf einem Hurrikan und man stellt sich auf intensive Regenfälle ein.

Am 31. August 2017 löste sich der Tropensturm über Louisiana aber dann doch früher als erwartet auf, wobei der Rest des Wirbelsturms noch immer für starke Regenfälle sorgt. Immerhin hörte es in Texas zu regnen auf.

Fazit zum Hurrikan Harvey

Viel wusste man Stunden nach dem Landfall noch nicht. Viele Menschen wurden evakuiert und es gab große Überschwemmungen vor allem in den Städten Corpus Christi und Rockport. Bäume wurden entwurzelt, Häuser stark beschädigt. Mit 27. August 2017 wurde das Ausmaß langsam klar. Zumindest fünf Menschen wurden getötet, Dutzende verletzt und dazu kommen großflächige Überflutungen. An die 250 wichtigen Straßen wurden im Süden von Texas überflutet und Houston steht überhaupt unter Wasser.

Wie bereits ausgeführt gab es an die 800 Liter Regen auf den Quadratmeter. Halb Texas steht unter Wasser. Die Schäden hatten schon Dimensionen wie nach Katrina angenommen und es regnete weiter, wenngleich nicht mehr so stark. Doch in Küstennähe wurden bei manchen Stationen an die 1.300 Liter auf den Quadratmeter gemessen und das war neuer Rekord auf dem US-Festland. Man befürchtete auch, dass die Opferzahl noch deutlich steigen wird, was erst erkennbar wird, wenn die ganzen Wassermassen zurückgewichen sind. Das sollte aber noch eine Weile dauern, vorerst muss es überhaupt einmal zu regnen aufhören.

Mit 31. August gab es jedenfalls eine neue Opferzahl und zwar sollen 30 Menschen getötet worden sein, viele wurden aber noch vermisst und die genaue Zahl sollte man wohl erst in Wochen wissen. Man ging auch davon aus, dass der Schaden höher war als 2005 nach Katrina, weil ein viel größeres Gebiet betroffen war. Mit den 125 Milliarden US-Dollar von damals wird man wohl nicht auskommen können.

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Hurrikan HarveyArtikel-Thema:
Hurrikan Harvey trifft Texas
letztes Datum:
14. 10. 2018

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