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Tropensturm Gordon

Landfall im Süden der USA

Der August 2018 verlief im Atlantik und in der Karibik im Hinblick auf Wirbelstürme ungewöhnlich ruhig, aber der September begann dynamischer. Erst entwickelte sich der Tropensturm Florence, der aber vermutlich keine Gefahr für Land und Leute bringen sollte und dann bildete sich mit Gordon ein zweiter Wirbelsturm, der aber direkt an der Südspitze von Florida schon für Unruhe sorgt.

Tropensturm Gordon: erste Prognose

Der Tropensturm Gordon bildete sich aus einem Tiefdruckgebiet heraus, das im Nordwesten von Kuba entstanden war. Es zog langsam Richtung Florida und schien sich wieder aufzulösen, verstärkte sich dann aber binnen nur eines Tages zu einem Tropensturm, der den Namen Gordon erhielt. Ausgangspunkt der Reise ist schon fast ein Landfall, denn direkt in der Küstennähe im Süden Floridas zog der Tropensturm seine Runden mit dem Ziel, die Westküste zu erreichen und dann im Golf von Mexiko nach Nordwesten weiterzuziehen.

Das sollte ihn ins Grenzgebiet der US-Südstaaten von Louisiana und Mississippi bringen, wobei eine Hurrikanstärke ausgeschlossen wird. Der Wirbelsturm hat auch nicht viel Zeit, um sich zu verstärken. Schon am Dienstag, spätestens am Mittwoch sollte er die Landmassen erreichen.

Wie war es wirklich?

Mit Florida hielt sich der Tropensturm Gordon nicht lange auf, denn schon am 4. September war der Wirbelsturm wie vorhergesagt nach Nordwesten, tendentiell aber eher Nordnordwest weitergezogen und hat sich damit durch den nordöstlichsten Bereich vom Golf von Mexiko bewegt.

Der Wirbelsturm verstärkte sich dabei auf über 100 km/h Windgeschwindigkeiten und sollte von Dienstag auf Mittwoch auf Land treffen, wobei die Hurrikanstärke doch nicht ausgeschlossen war. Aber dazu kam es dann nicht, denn als Tropensturm traf der Wirbelsturm an Land und zwar im Bundesstaat Mississippi und damit ein Stück östlicher als angenommen, wobei er nach Nordwesten weiter in das Landesinnere zog. Starke Regenfälle waren die Folge und die Sturmspitzen bis zu 110 km/h hatten zur Folge, dass ein Baum auf einen Wohnwagen stürzte und ein Kind dabei getötet wurde. Es gab auch einige Überschwemmungen aufgrund der starken Niederschläge, die der Wirbelsturm mit sich geführt hatte.

Interessant war, dass der Tropensturm zwar erwartungsgemäß schnell herabgestuft zu einem Tiefdrucksystem wurde, aber dieses hat sich noch drei Tage halten können, bis es sich aufgelöst hatte. So kam der starke Regen auch bis weit ins Landesinnere und hörte erst über dem US-Bundesstaat Missouri auf zu wirken.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 8. September 2018]

Ebenfalls interessant:

Alberto (Florida)

Tropensturm Alberto ist Ende Mai 2018 entstanden und war der erste benannte Wirbelsturm der Atlantische Hurrikansaison 2018, der in Florida die Landmassen erreichte.

Beryl (Kleine Antillen)

Der Hurrikan Beryl bildete sich am 5. Juli 2018 auf seinem Weg von Nordwestafrika zu den Kleinen Antillen und verstärkte sich rasch vom Tropensturm zum Hurrikan mit 130 km/h Windspitze.

Chris (US-Ostküste)

Der Hurrikan Chris bildete sich am 8. Juli 2018 vor der US-Ostküste bei South Carolina und sollte parallel zur Ostküste bis nach Neufundland streben, zog dann aber aber östlich davon Ri

Debby

Der Tropensturm Debby bildete sich am 7. August 2018 im Atlantik beim 50. Längengrad und brachte keinerlei Gefahr für Land und Leute mit sich.

Ernesto (Irland)

Am 15. August 2018 bildete sich der Tropensturm Ernesto im Atlantik, der statt zur US-Ostküste nach Europa und zwar nach Irland streben sollte.

Florence (US-Ostküste)

Am 1. September 2018 bildete sich der Tropensturm Florence im Atlantik vor Nordwestafrika, der letztlich als starker Hurrikan die US-Ostküste erreichte und unter Wasser setzte.

[aktuelle Seite]

Gordon (USA)

Am 3. September 2018 entstand an der Südspitze von Florida der Tropensturm Gordon, der als eigentliches Ziel die Südstaaten von Louisiana und Mississippi hatte.

Helene

Am 7. September 2018 bildete sich der Tropensturm Helene im Atlantik vor der nordwestafrikanischen Küste und wurde ein Hurrikan, jedoch ohne Gefahr für Land und Leute.

Isaac

Am 9. September 2018 bildete sich der Wirbelsturm namens Isaac im Atlantik und zwar vor der Küste von Afrika, um direkt als Hurrikan in die Karbik zu ziehen.

Joyce

Am 13. September 2018 bildete sich im Atlantik der Tropensturm Joyce, der die Inselgruppe der Azoren ansteuerte, sich aber davor bereits deutlich abschwächte.

Kirk (Kleine Antillen)

Am 22. September 2018 entstand der Tropensturm Kirk im Atlantik vor der afrikanischen Küste und sollte nach Westen in die Karibik streben.

Leslie (Portugal)

Der Tropensturm Leslie entstand am 23. September 2018 im Atlantik auf Höhe der Bermudas und sollte keine Gefahr für Land und Leute darstellen, traf aber dann auf Portugal.

Michael (Florida)

Der Wirbelsturm Michael bildete sich im Oktober 2018 bei der mexikanischen Halbinsel und wird nach Norden ziehen, um die US-Bundesstaaten Florida und Georgia zu treffen.

Nadine

Am 9. Oktober 2018 entwickelte sich der Tropensturm Nadine vor der afrikanischen Küste, stellte aber keine Gefahr für Land und Leute dar.

Oscar

Am 26. Oktober 2018 entwickelte sich aus einem Tiefdruckgebiet der Hurrikan Oscar im Atlantik, der aber keine Landmassen gefährden sollte.

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