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Hurrikan Earl

Halbinsel Yucatan wurde überquert

Eine typische Route beim Bilden von Wirbelstürme im Atlantik und in der Karibik ist jene, dass sich Tiefdruckgebiete vor der Küste von Nordwestafrika bilden und nach Westen in die Karibik ziehen. Manche landen in Mexiko, anderen ziehen nach Norden zur US-Ostküste. In den letzten Jahren war diese typische Route kein Thema mehr, doch 2016 gibt es wieder diese Entwicklung. Der Tropensturm Earl ist ein Vertreter solcher Wirbelstürme.

Ursache 

Hurrikan EarlSchon früh bildete sich eine Tiefdruckzone vor der afrikanischen Küste und schien sich rasch und noch Ende Juli 2016 zu einem Wirbelsturm verstärken zu können, aber dazu kam es nicht. Stattdessen schwächte sich das System immer mehr ab und zog recht zügig nach Westen zu den Kleinen Antillen. Auf deren Höhe entwickelte sich das Tiefdruckgebiet neu und es dauerte bis zum 2. August 2016, ehe daraus ein benannter Wirbelsturm wurde, der den Namen Earl erhielt. 

Earl befand sich zum Zeitpunkt der Bildung direkt südlich von Kuba und zieht weiter nach Westen und sollte als Tropensturm die mexikanische Halbinsel Yucatan erreichen, diese laut Prognose überqueren, sich wieder zu einer Depression abschwächen und im Golf von Mexiko neuerlich zu einem Tropensturm werden. Später wird wohl der Nordwesten Mexikos heimgesucht werden, doch bis dahin ist noch ein weiter Weg zurückzulegen.

Die Prognose stimmte von der Richtung her schon recht gut, doch der Wirbelsturm verstärkte sich recht rasch zu einem Hurrikan der Stufe 1 und traf damit auf die Halbinsel Yucatan und auf Belize, wobei heftige Regenfälle und natürlich starke Sturmböen die Folge waren. Als Folge schwächte sich der Hurrikan rasch ab und wurde zum Tropensturm heruntergestuft. Aber er änderte die Richtung dann doch ein wenig im Vergleich zur Prognose, denn statt nach Nordwest in den Golf von Mexiko zu streben, zog er nach Westen entlang der Landmasse weiter, bis er am 6. August 2016 sich auflöste.

Fazit 

Ein erstes Fazit aus Mexiko ergab, dass ein Mensch Opfer des Hurrikans wurde und zahlreiche Schäden durch die starken Regenfälle gemeldet wurden. Notunterkünfte wurden aber schon im Vorfeld eingerichtet. Vor allem in und um Belize gab es zum Teil sintflutartige Regenfälle und lokale Überschwemmungen. Aus einem getöteten Menschen wurden binnen Tagen 45, weil der sich Tropensturm zwar recht bald auflöste, es aber weiterhin stark geregnet hatte.

An manchen Orten fiel binnen 24 Stunden soviel Wasser wie normalerweise in einem ganzen Monat und die Folge waren verschiedene Erdrutsche. Hunderte Soldaten und freiwillige Helfer versuchten daraufhin die Menschen zu retten und die Verschütteten schnell zu finden, die Opferzahl stieg aber trotzdem rasant an.

Ebenfalls interessant:

Hurrikan Alex

Der Hurrikan Alex bildete sich im Jänner 2016 im Atlantik und war damit der erste Hurrikan seit dem Jahr 1938, der sich so früh (Saison ab Juni) aufbauen konnte.

Tropensturm Bonnie

Der Tropensturm Bonnie entstand Ende Mai 2016 im Atlantik und bedrohte die US-Ostküste, aber verschonte sie dann doch.

Tropensturm Colin

Der Tropensturm Colin entstand im Juni 2016 im Golf von Mexiko und zog über die US-Bundesstaaten Florida und Georgia, was viel Regen bedeutet hatte.

Tropensturm Danielle

Der Tropensturm Danielle baute sich im Juni 2016 auf und ging in Mexiko an Land, wobei sich aber die Regenmengen in Grenzen hielten.

[aktuelle Seite]

Hurrikan Earl

Der Hurrikan Earl entstand im August 2016 in der Karibik und zog zur mexikanischen Halbinsel Yucatan, die mit Regen überquert wurde.

Tropensturm Fiona

Der Tropensturm Fiona bildete sich im August 2016 auf dem Weg in die Karibik, gefährdete aber keine der karibischen Inseln und deren Bewohner.

Hurrikan Gaston

Der Hurrikan Gaston entwickelte sich im August 2016 aus einer tropischen Depression heraus mit Zugrichtung Karibik, aber verschonte die Inselstaaten.

Hurrikan Hermine

Der Hurrikan Hermine bildete sich im August 2016 im Golf von Mexiko und traf auf Florida und weiterfolgend auf den Bundesstaat Georgia.

Tropensturm Ian

Der Tropensturm Ian bildete sich im September 2016 im Atlantik vor der Küste von Nordwestafrika, stellte aber für die Landmassen keine Gefahr dar.

Tropensturm Julia

Der Tropensturm Julia entstand im September 2016 vor der Küste Afrikas und zog lange Richtung US-Ostküste, wobei der Landfall in Florida erfolgt war.

Tropensturm Karl

Der Tropensturm Karl entwickelte sich im September 2016 aus einer tropischen Depression heraus und zog in die Karibik und bis zur US-Ostküste, führte aber keinen Landfall durch.

Tropensturm Lisa

Der Tropensturm Lisa entstand im September 2016 vor der afrikanischen Nordwestküste und steuerte auf die Karibik zu, aber die Energie ging schon davor verloren.

Hurrikan Matthew

Der Hurrikan Matthew entstand im September 2016 und zog als Major Hurrikan mit mehr als 200 km/h durch die Karibik und sorgte für eine Katastrophe auf Haiti.

Hurrikan Nicole

Der Hurrikan Nicole entstand im Oktober 2016 vor der Küste Afrikas und zog in Richtung US-Ostküste, wobei die Stufe 4 erreicht wurde, aber zu einem Landfall kam es zum Glück nicht.

Hurrikan Otto

Der Hurrikan Otto entstand sehr spät im November 2016 vor Mittelamerika und führte einen Landfall im Grenzgebiet von Costa Rica und Nicaragua durch.

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