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Hurrikan Chris

Zugrichtung wies auf Maine und Neufundland hin

Am 8. Juli 2018 entstand der dritte benannte Wirbelsturm in der Atlantische Hurrikansaison 2018 und zwar vor der US-Ostküste. Der Wirbelsturm erhielt den Namen Chris und sollte sich entlang der US-Ostküste nach Maine und weiterfolgend Neufundland weiterbewegen, wobei kurzfristig auch Hurrikanstärke zu erwarten ist.

Hurrikan Chris: erste Prognose

In den meisten Fällen entwickelt sich der Wirbelsturm direkt an der Wasseroberfläche, aber es gibt auch Tiefdruckgebiete, die etwa in der Küstenregion von Nordwestafrika entstehen und dann am Wasser zum Wirbelsturm werden. Solch ein Tropensturm wurde Chris, aber nicht vor Nordwestafrika, sondern eher untypisch nach dem Verlassen von South Carolina. In diesem US-Bundesstaat entstand nämlich ein Tiefdruckgebiet, das bald das Wasser erreicht hatte und sich binnen 48 Stunden zu einem Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten um die 70 bis 80 km/h verstärken konnte.

Die weitere Zugrichtung weist in der ersten Prognose darauf hin, dass der Wirbelsturm eine nordöstliche Richtung einschlägt und sich damit fast parallel zur Ostküste bewegt, was ihn über Maine und danach über Neufundland bringen würde. Bis Mittwoch ist Hurrikanstärke zu erwarten, die aber bald wieder erledigt sein sollte. In Maine ist das Eintreffen als Tropensturm zu erwarten.

Wie war es wirklich?

Entsprechend der Prognose verstärkte sich der Tropensturm Zug um Zug, aber es dauerte bis zum 11. Juli 2018, ehe die Hurrikanstärke erreicht werden konnte. Dann ging es aber schnell, denn der Hurrikan Chris wurde zum Hurrikan der Stufe 2 mit Windgeschwindigkeiten um die 160 km/h.

Geändert hatte sich leicht im Vergleich zur Prognose die Route. Denn der Hurrikan wird wohl bald seine Energie abbauen und wieder zum Tropensturm werden, was erwartet worden war, aber nicht Maine streifen und Neufundland überqueren, sondern vor Maine und in Küstennähe von Neufundland Richtung Nordost bis Ost ziehen, sodass langfristig der Rest des Wirbelsturms zwischen Island und Großbritannien erreicht werden wird. Ein Landfall an der US-Ostküste war damit vom Tisch und am 12. Juli 2018 schwächte sich der Wirbelsturm rasch zum Tropensturm ab und löste sich schließlich gänzlich auf.

Dennoch wird der Rest des Wirbelsturms seinen Weg bis vorbei an der Südküste Islands finden und möglicherweise mittelfristig das Wetter in Europa beeinflussen. Die große Gefahr ist aber für Land und Leute beendet.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 13. Juli 2018]

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