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Diskussion um Herbstferien in Österreich

Pro und Kontra

Durch die heuer sehr günstig gefallenen Feiertage des 26. Oktober bzw. des 1. November ist neuerlich eine Diskussion um fixe Herbstferien für Österreichs Schulen entbrannt. Dabei geht es um die Fragestellung, ob österreichweit zusätzliche Herbstferien eingeführt werden sollen oder nicht.

Die bisherige Regelung besagt, dass Pflichtschulen vier, höhere Schulen fünf autonome Tage über das gesamte Schuljahr verteilt konsumieren können. Diese Tage waren ursprünglich dazu gedacht, die früheren Direktorstage zu ersetzen und den LehrerInnen die Möglichkeit zu geben, sich weiterzubilden.

Stattdessen wurden die schulautonomen Tage für die sogenannten "Fenstertage" zum Einsatz gebracht, beispielsweise für die Freitage nach den Donnerstag-Feiertagen im Mai und Juni, um den Familien mit schulpflichtigen Kindern ein verlängertes Wochenende zu ermöglichen. Diese Überlegungen haben auch dieser Tage durch den 26. Oktober, der ein Donnerstag-Feiertag war, gegriffen.

Nun ist das Problem der schulautonomen Tage, dass die Regelungen von Schule zu Schule unterschiedlich sind. So kann es passieren, dass eine Familie mit zwei schulpflichtigen Kindern ein Kind zu Hause hat, weil dessen Schule einen schulautonomen Tag einsetzt und damit schulfrei ist, während das andere Kind aber in der Schule sitzen muss, weil dessen Schule keinen schulautonomen Tag eingeplant hat. Für die Kinderbetreuung ist das ein sehr schwieriges Unterfangen.

Mit Herbstferien, die österreichweit gelten würden, könnte zumindest um den 26. Oktober und 1., 2. November das Problem entschärft werden. Das jedenfalls ist die Idee der Befürworter. Zudem sind sie der Auffassung, dass die Kinder im langen Herbst eine Pause sehr gut brauchen könnten, um sich zu erholen.

Dem entgegen viele LehrerInnen, dass die Kinder nach der langen Sommerpause recht lange brauchen, um wieder in den Schulrythmus zu kommen. Wenn man nun fixe Herbstferien einführen würde, würde genau in der Phase, in der die SchülerInnen wieder sehr produktiv am Schulbetrieb teilnehmen würden, wieder eine Unterbrechung erzeugt werden und die ganze Konzentration muss nach den Herbstferien nochmals aufgebaut werden.

[Infoplattform Wissenswertes / 5. November 2006]

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